Start Ausbildung Aktuelles (Fast) ohne Lernen

Nächste Ausbildungstermine

JUL
14

14.07.2012 - 15.07.2012
Übungsleiter-Fortbildung IV „Sicherheit“

AUG
12

12.08.2012 - 16.08.2012
ÜL-Ausbildung Trainer C Kanuslalom

AUG
18

18.08.2012 - 23.08.2012
ÜL-Ausbildung, Praxislehrgang Breitensport

AUG
20

20.08.2012 - 23.08.2012
ÜL-Ausbildung Trainer C Kanurennsport

AUG
24

24.08.2012 - 26.08.2012
ÜL-Prüfung

(Fast) ohne Lernen

 Übungsleiterausbildung 2010 – Grundlehrgang II 

Aufgrund der großen Anzahl an Teilnehmern wurde der Grundlehrgang geteilt. Zum „normalen“ Wochenendlehrgang von Januar bis April wurde ein zweiter als Kompaktwoche in den Osterferien abgehalten.

Mit zwei weiteren Vereinskollegen nahm ich am Grundlehrgang II in den Osterferien teil.

22 Teilnehmer (zehn aus dem Bereich Breitensport, acht Slalom-Leistungssportler und vier „Flachbahnfahrer“ (Kanurennsport)) trafen sich am Freitag, 26.03. pünktlich zum Abendessen am Augsburger Eiskanal.

Glaubenskämpfe

Ein sechstägiges, straffes Programm mit Unterricht von 9 Uhr morgens bis ca. 21 Uhr abends stand uns bevor. In ihrem Einführungsreferat gaben uns Ressortleiterin Martina Schmidt und Vizepräsident Oli Bungers einen Überblick über die uns bevorstehende Woche, Unterrichtsinhalte und erste Hinweise zur Prüfung („Das ist kein Problem“ … „Ohne Lernen schafft Ihr das aber nicht“ …). Im Lehrsaal herrschte schon jetzt eine lockere Atmosphäre.

Danach die ersten Einheiten Sportpädagogik. Hier zeichneten sich schon die ersten Glaubenskämpfe ab. Die Sitzordnung tat ihr Übriges dazu … am linken Eck: der ewig zu spät Kommende aus dem Kanurennsport, auf dem linken Flügel die Jungs aus dem Kanuslalom, auf der Gegengeraden die Oldies und auf dem rechten Flügel die jungen Wilden aus dem Breitensport, verstärkt durch die restlichen „Flachbahnfahrer“. Die unterschiedlichen Ansichten und Erfahrungen der verschiedenen Sparten zogen sich durch die komplette Woche …

Am Spätnachmittag gab es noch ein paar Grundlagen der Sportmedizin und Trockenes aus dem Bereich „Finanzierungsmöglichkeiten in der Jugendarbeit“.

Vögel, Fische und Grünzeug

Die folgenden Tage vergingen mit verschiedenen Themen und unterschiedlichen Vortragsformen … Am Sonntag wurden die Bereiche Sportmedizin und Sportpädagogik abgeschlossen. Das Referat über die Einführung in die Trainingslehre stieß nicht bei jedem auf Gegenliebe. Am Spätnachmittag verbrachten wir noch drei Stunden im Haunstettener Hallenbad, um die Prüfung fürs bronzene Rettungsschwimmerabzeichen abzulegen.

Die Weiterführung des Referates zur Trainingslehre, diesmal mit den Schwerpunkten Kraft- und Ausdauertraining, brachte auch wieder einige Teilnehmer an den Rand der Verzweiflung. Zumindest die praktischen Übungen im Kraftraum erreichten etwas Abwechslung. Die Grundlagen der Ernährungslehre waren nach dem Mittagessen (zumindest fürs schlechte Gewissen) optimal platziert. Vor dem Abendessen noch etwas Auflockerung durch Gymnastik. Eher für die Breitensportler war das Referat über Planung und Durchführung von Wanderfahrten und Infos zum EPP.

Fast einen kompletten Tag verbrachten wir mit Vögeln, Fischen und Grünzeug. Die immer wieder aufkommende Frage, wer hier vor wem geschützt werden muss, konnte nicht abschließend geklärt werden. Aber bis zur Prüfung im August wird uns das sicherlich klar werden. Besondere Aufmerksamkeit herrschte besonders bei den Jungs der Slalomfraktion beim Referat zur Jugendaufsichtspflicht.

Am Prüfungstag bekamen wir vormittags eine Einführung in die Erlebnispädagogik mit praktischen Übungen, was bei den meisten für etwas Entspannung sorgte. Das Referat zur Sportpsychologie (Angst und Motivation) sollte bei einigen noch zur Stolperfalle in der Prüfung werden. Bevor es endlich los ging, wurden wir mit den rechtlichen Aspekten aus dem Jugendschutzgesetz, der Schifffahrtsstraßenordnung und der Straßenverkehrsordnung konfrontiert.

Prüfung im Sleep-Modus

Um 16,30 Uhr war es dann endlich soweit … bei vielen lief der Körper aufgrund der fortgeschrittenen Zeit schon im Sleep-Modus … aber organisatorische Zwänge ließen eine Prüfung zu einer besseren Zeit nicht zu. Wir hatten zwei Stunden, um unser Wissen zu Papier zu bringen. Hier sollte sich zeigen, wer die wenigen Stunden mit Lernen verbrachte oder doch lieber auf dem Eiskanal zum Paddeln ging.

Die Entspannung legte sich , nach dem Abendessen so langsam über alle, und so wurde bei Wein und Bier teilweise bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. 

Während am Donnerstagvormittag unsere Prüfungen korrigiert wurden (und wir uns zwischendurch schon den einen oder anderen Kommentar anhören mussten), galt es für uns noch Versicherungsfragen zu besprechen.

Bei der Einführung in Sicherheit und Materialkunde wunderten sich einige, wofür man beim Paddeln ein „Kauteil“ braucht. Aber auch das konnte aufgeklärt werden …

Konstruktive Feedback-Runde

Bis zuletzt machten sich die unterschiedlichen Erfahrungen aus den Bereichen Wildwasser, Slalom und Kanurennsport bemerkbar. Um sich hier ein bisschen näher zu kommen, wurde vereinbart, beim Prüfungswochenende im August in Oberschleißheim die verschiedenen Bootsgattungen (Wildwasser, Slalom, Rennsport; Kajak, Canadier) untereinander zu testen, um die Tücken des Sportgerätes zu erkennen.

Nach dem Mittagessen dann endlich die Verkündung der Prüfungsergebnisse: Von 22 Teilnehmern mussten fünf in die mündliche Prüfung und zwei müssen in eine schriftliche Nachprüfung. Ohne Lernen ging es also doch nicht.

Nach einer sehr konstruktiven Feedback-Runde traten die meisten direkt ihren Heimweg an, der Rest musste die mündliche Prüfung über sich ergehen lassen. 

Man sieht sich spartenweise wieder in der Kompaktwoche Anfang August und dann zum gemeinsamen Prüfungswochenende in Oberschleißheim … 

 

Stilblüten gab's bei der Prüfung auch ...

Bildergalerie (zum Öffnen bitte Foto anklicken)

 

 

 

Geschrieben von: Uschi Zimmermann am Samstag, den 24. April 2010 um 10:18 Uhr   
 
 

Ausbildungsprogramm

Flyer Lehrgangsprogr 12
Klick zum Anschauen