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Übungsleiter-Lehrgang I (2010)

4 WE + 25 ÜL-Anwärter = spaßig - informativ - effektiv

Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurde der Übungsleiterlehrgang 2010 erneut in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt. Meine traf sich von Januar bis April an vier Wochenenden, um viel Theorie zu pauken und mit der Zwischenprüfung zur Kompaktwoche zugelassen zu werden. Der Spaßfaktor kam dennoch nicht zu kurz.

Los ging es in Schweinfurt, der einzige etwas weiter von München entferntere Wochenendkurs. Nach der unerwartet "pompösen" Lehrgangseröffnung präsentierte uns Martina Schmidt, Ressortleiterin Aus- und Fortbildung im BKV, das volle und teilweise anspruchsvolle Programm, durch das die Mitglieder des Lehrteams führten. Der Ordner mit den Lehrmaterialien entsprach der Dicke des New Yorker Telefonbuchs ... Martina wies gleich darauf hin, dass die Prüfung nicht unterschätzt werden sollte.

Lehrprobe

Das Unterrichtsfach Sportpädagogik veranschaulichte die Vor- und Nachteile bestimmter Handlungsweisen am Beispiel Kanu-Kurs. Auch die rechtlichen Aspekte eines Übungsleiters und im Kanusport wurden erklärt. Gruppen wurden gebildet, die jeweils eine Lehrprobe vorbereiten und durchführen sollten. Dabei konnten einige schon neue Erfahrungen sammeln und sich untereinander besser kennen lernen.

Vier Wochen später - diesmal in Augsburg - standen Sportmedizin und 1. Hilfe auf dem Programm. Um die Eskimrolle richtig lehren zu können,
wurden die unterschiedlichen methodischen Ansätze zum Rollen besprochen und unter fachkundiger Anleitung der Ausbilder ausprobiert. Für einige, die noch nicht genug vom Wasser hatten, ging am Abend die in Augsburg fast schon übliche Pool- und Saunaparty los, die teilweise recht lange dauerte.

Learning by doing

Der Sonntag war zum Großteil für die Erlebnispädagogik reserviert. Statt langweiliger Vorträge hieß es nun "learning by doing". Folglich durfte sich jeder blind an der Strecke vom anderen führen lassen und konnte dabei selbst erleben, wie weit er sich auf seinen Partner verlassen
kann oder auch nicht. Als Aufgabe sollte am Ende jeder vom Übungsort zurück in den Tagungsraum finden - allerdings mit Augenbinden! Am Ende wurden für ganz Fleißige weitere Lehrproben verteilt, die in Oberschleißheim stattfinden sollten.

Dort wurden schwerpunktmäßig Trainings- und Ernährungslehre behandelt - vornehmlich in der Praxis. Krafttraining und Gymnastik führte unter anderem zu einer sehr großen Belustigung einzelner Übungsleiteranwärter. Vor allem, weil sich einige dafür passend gekleidet hatten. Und wiederum mahnte Martina, die Prüfung nicht zu unterschätzen ...

Chloralarm

Beim letzten Wochenende in Lenggries musste aufgrund eines Chloralarms die Abnahme des Rettungsschwimmer-Abzeichens verschoben werden. So wurde der Abend zur Prüfungsvorbereitung genutzt. Einige saßen selbst um 2 Uhr morgens noch vor ihren Lehrmaterialien und büffelten.

Nach der Prüfung trug eine Art Schnitzeljagd zum Thema Umwelt zur Auflockerung bei. Beim praktischen Teil am nächsten Tag wurden neben unterschiedlichen Bäumen auch Vögel von den Anwärtern korrekt erkannt. Der Nachmittag wurde mit einem Sicherheitsreferat verbracht.

Die Prüfungsergebnisse sorgten mit den obligatorischen Stilblüten für Gelächter - ganz besonders bei den 25 Anwärtern, die bestanden hatten.
Einige mussten die mündliche, ein Aspirant sogar die Nachprüfung über sich ergehen lassen. Vielleicht war es doch etwas spät geworden beim langen Lernen?

Marcus Gottesbüren, Erlangen

 

Stilblüten aus der Prüfung:

  • Jugendschutz = "Kein Puff-Besuch mit unter 18-Jährigen"
  • Isotopische Getränke
  • Gruppendynamischer Effekt = Der Leithammel schwächelt, und alle ziehen den Schwanz ein.
  • Die Vereinssatzung wird ins Handelsregister eingetragen. Bei der lohnenden Pause fällt der Puls logarhythmisch!
  • Die Luft wird über einen Muskel eingeatmet.
  • Mineralstoffverlustausgleich durch Rollmops (am Morgen danach)
  • Frage: Ist es ratsam, bei einer Diät auf Fett zu verzichten? -  Antwort: Nein, sonst Jo-Jo-Effekt
  • Frage: Gruppe mit Übungsleiter kommt zu einem Kajakunfall einer anderen Gruppe. Was tust du? -  Antwort: 1. Einsammeln der Habseligkeiten - 2. Sicherstellung eventueller Tatgegenstände

 

Fotogalerie 1: 

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Fotogalerie 2:

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Geschrieben von: Uschi Zimmermann am Sonntag, den 23. Mai 2010 um 14:24 Uhr   
 
 

Ausbildungsprogramm

Flyer Lehrgangsprogr 12
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