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Lehrreiche Praxiswoche machte sogar noch Spaß
Haiming. Gespannt waren wir wohl alle auf die hoffentlich sehr informative und spannende Kompaktwoche des Trainers C/Fachübungsleiters Breitensport, in der es sich vor allem um praktische Lehreinheiten drehen sollte.
Zu Beginn standen die Grundtechniken auf dem Plan, Vorwärts-, Bogen- und Ziehschlag sowie Einführung in Kanu-Freestyle. Wem hier gesagt wurde, dass dies oder das noch nicht ganz technisch einwandfrei sei, der übte fleißig und versuchte sich zu verbessern.
Der zweite Tag drehte sich rein um Sicherheitsaspekte im Kanusport. Die Übungen zum Wildwasserschwimmen und Wurfsackwerfen wie zur Springersicherung und Bootsrettung waren genial! Der Saugraben der Brandenberger Ache bot optimale Bedingungen. Jede Position konnte durchgespielt werden und Fehler wurden sofort konstruktiv verbessert. Eine weitere Neuheit an diesem Tag war das Fahren im Komplementärboot, d. h. als Kajakfahrer im Canadier und andersherum. Dies klappte teilweise überraschend gut und machte auch noch riesig Spaß.
Tags darauf stand die Scuolser Strecke auf dem Plan mit Führungstechnik und Sicherungsmethodik. Es ging von leichten Übungen, wie Abstand und Reihenfolge einhalten, bis zu schweren Problemen in der Gruppendisziplin, mit Steckern und Schwimmern. Hierzu wurde jeder Gruppe ein Proband zugeteilt, der sich an der ein oder anderen Stelle „etwas ungeschickt“ anstellen sollte, was die jeweils führenden Übungsleiteranwärter teilweise doch recht ins Schwitzen brachte. Gerade diese Übung fand ich ziemlich gut, da man hier den Umgang mit schwierigen Gruppen auf dem Bach lernen konnte - auch wenn das hier teilweise doch mit viel Humor und Fantasie gestaltet wurde, was in der Realität wohl nicht so ablaufen würde.
Am nächsten Tag nahmen wir die Giarsunschlucht in Angriff: wieder Führungstechnik. Die Schwierigkeit ist eben, auch in verzwickten Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und eine angemessene, verantwortungsbewusste Lösung zu finden.
„Leute, schaut euch das doch mal an, das pfeift durch wie sonst was!“ Planänderung: statt der Unteren Ötz, deren Pegel knapp unterhalb des roten Bereichs lag, wurde aus Sicherheitsgründen nur die Imster Schlucht befahren. Lehrübungen auf schwerem bis teilweise bei diesem Wasserstand sehr schwerem Wildwasser, bei dem man sich keine Schwimmer erlauben kann und darf, machen keinen Sinn und würden nur dem Ruf der Ausbildung schaden.
Kurz nach der Ötzmündung hatte das BKV-Lehrteam eine Unfallsituation eingebaut. Die richtigen Reaktionen sollten in einem Notfall getestet werden. Diese Situation schien so realistisch, dass sogar einige Rafter helfen wollten ...
Theorieprüfungen und eine Lehrprobe schlossen die Kompaktwoche ab. Vom Lehren verschiedener Grundtechniken über komplexe Abläufe bis hin zu Wurfsackwerfen oder Bootshänger laden waren alle Themen vertreten. Nachdem die Endergebnisse feststanden, feierten wir am Abend des erfolgreich beendeten Lehrgangs bis in die frühen Morgenstunden.
Am Sonntagmorgen fanden die mündlichen Nachprüfungen statt. Wer die Lehrprobe nicht bestanden hat, hatte die Möglichkeit, einen Nachtermin zu vereinbaren.
Alles in allem war das eine sehr lehrreiche Praxiswoche, die ungemein viel Spaß machte!
Josua Amon, Bamberg
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