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Übungsleiter-Fortbildung ‚Canadier‘ brachte viel Wissen und Erfahrung
Peißenberg. Bei herrlichem Sommerwetter traf sich der buntgemischte Haufen, insgesamt acht Mann, vom Anfänger bis zum selbst ernannten Profi, auf dem idyllisch gelegenen Campingplatz Ammertal.
Einführung in die Paddel- und Steuertechnik stand über der Ausschreibung des Fortbildungslehrgangs Canadier des BKV. Zugleich galt er zur Verlängerung der Übungsleiterscheine.
Pünktlich um 9 Uhr ging´s am Samstag unter der professionellen Leitung von Christof Waldecker und Georg (Schorsch) Hammerstingl los. Trockene Theorie war angesagt. Doch bereits nach kurzer Zeit stellte mancher fest, dass auch im trockenen Flusslauf, dargestellt mit den Seilen zweier Wurfsäcke auf der Wiese, das vermeintliche Wissen aus der bisherigen Praxis im richtigen Fluss wohl fatale Folgen hätte.
Wörtlich genommen
Heiße Diskussionen kamen auf, ob man wohl das Hindernis (aufgebaut aus Tannenzapfen) links oder rechts passiert, ob langsam rückwärts paddelnd, Vollgas durch oder vielleicht gar mit zwei Kehrtwendungen? Die beiden Lehrgangsleiter hatten aber immer die richtigen Tipps parat.
Nach dieser Theoriestunde brannte jeder darauf, das neue Wissen in der Praxis zu erproben. Die Ammer, zwar bei mäßigem Wasserstand, bot dazu ausreichend Gelegenheit. Georg und Klaus nahmen das angesprochene ‚Kanten‘ des Bootes wohl zu wörtlich, und es dauerte keine Stunde bis zum ersten Bad der beiden. Doch wie sagt man: Aus Fehlern lernen auch die anderen.
Mit Erfolg angegangen
Ideal war die Aufteilung der Gruppen. Während Schorsch die Einerfahrer unter seine Fittiche nahm, mühte sich Christof mit den Zweierbesatzungen ab. Beide taten dies mit großer Hingabe. Dass dann doch noch der eine oder andere „Bademeister“ dabei war, tat dem Erfolg und der guten Laune keinen Abbruch.
Ideal war auch die Strecke gewählt, denn direkt am Campingplatz konnten sich die Teilnehmer am Nachmittag kurz stärken, bevor sie die zweite Hälfte der Strecke mit dem gleichen Erfolg angingen. Dieser Tag klang dann wiederum mit einer Theoriestunde aus, bei der die Geschehnisse des Tages nochmals gründlich beleuchtet wurden.
Große Augen
Christof und Schorsch ersparten auch am sonnigen Sonntagmorgen den Teilnehmern nicht die Trockenübungen mit dem verblockten Flusslauf auf dem Weg vor den Wohnwagen. Erst nachdem die Antworten auf die Fragen zufriedenstellend ausfielen, durften sich alle auf die Praxis freuen.
Es ging zur Isar: von Lenggries bis Bad Tölz. Diesmal blieb die Gruppe zusammen mit insgesamt sieben Booten, und so konnten die Teilnehmer immer sofort die Anweisungen der beiden Lehrgangsleiter umsetzen. Große Augen gab es plötzlich an einer Flussbiegung mit stärkerem Gefälle. Ein Baumstamm lag quer vor zwei Felsen mitten in der Strömung.
Hindernis gemeistert
Exakt diese Situation war Inhalt der Theoriestunde am Morgen gewesen. Hat Christof das gewusst? Er behauptete: Nein. Egal, die ideale Stelle zum Üben war gefunden. Es wurden Sicherungen aufgebaut und dann wurde vorgeführt, dass es doch immer mehrere Möglichkeiten gibt, eine Gefahrenstelle zu meistern.
Mit Bravour schafften alle dieses Hindernis unter den kritischen Augen von Schorsch und Christof. Erwähnen muss man doch noch unsere Schwandorfer, Georg und Klaus. Sie hatten mit Abstand den schnellsten Canadier, doch war er auch am schnellsten voller Wasser.
Viel Spaß zusammen
So ergaben sich zwangsläufig die angekündigten Bergungs- und Rettungsübungen, die auch andere gerne angenommen haben. Kurz vor dem Ziel musste natürlich noch Lehrgangsleiter Christof - einer alten Tradition folgend - schwimmen. Klaus holte ihn gekonnt aus dem Boot ins Wasser.
Fazit: Aus dem bunt zusammengewürfelten Haufen bildete sich in zwei Tagen ein Team, das viel Spaß zusammen hatte und dank der ‚Chefs‘ Christof und Schorsch viel Wissen und Erfahrung mit nach Hause nehmen konnte. Dafür nochmals herzlichen Dank!
Heribert Kollmann, Donauwörth
Fotos von Gerhard Kring
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