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Stop-Raus

Signal- und Handzeichen
Jeder Kanute sollte eine Trillerpfeife griffbereit bei sich führen. Dieses akustische Signal ist selbst im Wildwasser hörbar. Es leitet die Verständigung mit den Handzeichen ein.
Die folgenden Handzeichen haben sich mittlerweile seit Jahrzehnten im Bayerischen Kanuverband bewährt. Sie werden bei jedem Lehrgang, ob Jugend, Erwachsene oder Übungsleiter immer gelehrt und / oder wiederholt.
Hier eine Übersicht der gelehrten Handzeichen.

37. Bayer. Wanderfahrertreffen

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In der grünen „Hölle“ der Oberfranken


Lichtenfels-Schney. Traditionell treffen sich die organisierten bayerischen Kanu-Wanderfahrer in der Woche nach Pfingsten bei einem Verein in Bayern, um gemeinsam dessen Paddelrevier zu erkunden.

In diesem Jahr war der PSC Coburg mit seinem Bootshaus in Lichtenfels-Schney Ausrichter des Wanderfahrertreffens. An Erfahrung mangelte es dem Veranstalter nicht, denn bereits zum dritten Mal waren die Mitglieder des PSC Coburg die Organisatoren. Hervorragende Teamarbeit ist Voraussetzung, um eine solche Veranstaltung im Griff zu haben, und Peter Fischer (Organisationsleiter) und Uwe Fischer (1. Vorsitzender) konnten auf ein solches Team zurückgreifen.

Angefangen vom Platzwart Wolfgang Heil (auch Wuschi genannt), der bis in die späten Abendstunden immer freundlich und hilfsbereit den anreisenden Kanuten ihre Standplätze für Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil zuwies, bis hin zu den Schankkellnern und Würstlbratern - es war niemals Stress oder Hektik zu spüren.

Das Programm für die Paddler, von Peter Fischer ausgewogen und interessant zusammengestellt, bot kurze Strecken für die Stundenpaddler, aber auch Langstrecken für die „Kilometerfresser“ auf dem Main. Die Fahrten waren besonders erholsam, durch den Bus-Rückholdienst auch für die Autofahrer. Sogar die Dschungelliebhaber kamen nicht zu kurz, denn Rodach und Itz hatten dahingehend einiges zu bieten.

War die Rodach leicht zu paddeln, ohne große Hindernisse, nur die leidigen Wehre, so stellte die Itz schon eine Herausforderung dar.

Schon der Einstieg in Mittelberg war durch das schnell fließende Wasser und die Enge des Baches für manchen etwas schwierig. Fahrtenleiter Ulli Schneider hatte den Teilnehmern dieser Fahrt empfohlen, Helme zu tragen, und er sollte mit seiner Empfehlung richtig liegen.
Anfangs war dieser Kleinbach noch recht gut zu befahren. Rechts und links der Itz tief hängende Weiden und Büsche mussten umpaddelt werden. Nach einigen Kilometern das erste Hindernis: ein quer liegender Baum ohne Durchlass. Doch ein Aussteigen aus dem Boot gab es nicht, und so wurde die erste Lücke gesucht und gefunden.

Inzwischen schien die Sonne durch die Äste der Bäume, und das Wasser glitzerte und flimmerte, und schon lag der nächste Baum quer. Rückwärtspaddeln war angesagt, damit jeder sich durch die frei gemachte Gasse schieben konnte. Nun plätscherte der Bach wieder vor sich hin, doch kaum um die Kurve gefahren, schon wieder Gestrüpp über dem Wasser und die Prozedur begann von vorne.

Irgendwann, nach acht oder zehn Bäumen, hörte man auf zu zählen, denn man musste sich voll auf das Gewässer konzentrieren, und weiter ging es durch die „grüne Hölle“ der Oberfranken. Kenterungen waren bei der doch recht flott fließenden Itz nicht ausgeschlossen, und so mancher schöpfte sich Wasser ins Boot.

Endlich - nach gut vier Stunden - erreichte man den Stadtrand von Coburg. Vorbei an der stillgelegten Stadtbrauerei und grotesken Fresken in der Uferbefestigung, die nur vom Wasser aus zu sehen sind, näherte man sich dem Ausstieg. Die Paddler waren sich einig, eine schöne, abenteuerliche, jedoch sehr anstrengende Fahrt zurückgelegt zu haben.

Wie schon seit einigen Jahren üblich, kommt bei den Wanderfahrertreffen auch die Kultur nicht zu kurz, und so ging es am Abend in die Katakomben von Lichtenfels. Hier wurde in unterhaltsamer Form die Geschichte und Nutzung dieser Felsenkeller dargestellt. Die Sagen und Märchen in den unterirdischen Gängen sind sehr vielfältig. So erschien einmal die weiße Frau, und wenn man laut genug nach Rapunzel und ihrem blonden langen Haar rief, so erschien plötzlich ein Korb, gefüllt mit einer kleinen Wegzehrung für die letzten Meter in den Kellern von Lichtenfels.

Seminare wie Sicherheit am Wehr (Referent: Dr. Peter Rygus, BKV-Lehrteam) und Umweltverträglicher Kanusport (Referentin Dr. Anne Schmitt vom Flussparadies Franken) wurden abgehalten. Sie sind erforderlich, um das Wanderfahrerabzeichen zu erlangen. Auch die Abnahme zum Europäischen Paddelpass (EPP) wurde durchgeführt und rundete das ausgezeichnete Programm ab.

Selbstverständlich darf ein Ehrenabend bei solch einem Treffen nicht fehlen. Gerd Mietusch, Präsident des BKV, und Isa Winter-Brand, Vizepräsidentin Freizeitsport, ehrten die Freizeitsportler für ihre Leistung und Einsatz.

Toni Meffert und Tim Neupert, BKV-Vizepräsident Jugend, überreichten Ehrungen und das Kanusportabzeichen an die Jugendlichen, die dieses an diesem Tag erfolgreich abgelegt hatten.

136 Teilnehmer aus 30 Vereinen und fünf Landesverbänden (Bayern, Thüringen, Baden- Württemberg, Pfalz und Hessen) besuchten das 37. Bayerische Wanderfahrertreffen 2010, und alle waren sich einig: gut, besser und ein feines Bier lassen ein Wiederkommen möglich machen.


Rolf Dahmer, Cham

 

 

Fahrt auf dem Main von Maineck nach Lichtenfels (Fotos Thomas Angele):

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Fahrt auf der Rodach/Main (Fotos Thomas Angele):

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Fahrt auf der Oberen Itz (Fotos Dahmer):

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Am Wehr vor Lichtenfels (Fotos uz):

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Sonstige Fotos (Festabend, Ehrungen, Platz etc.):

 Festabend  Festabend  Festabend

 

Fotos von Hermann Siebold:

 Siebold  Siebold  Siebold

 

Wer sich für die Süddeutsche Meisterschaft im Kanupolo interessiert, die gleichzeitig stattgefunden hat, schaue bitte unter "Leistungssport/Kanupolo".

 

Geschrieben von: Uschi Zimmermann am Sonntag, den 13. Juni 2010 um 17:41 Uhr