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Mein erstes Jahr als Ressortleiter für Umwelt und Gewässer ist zwar noch nicht vorbei aber die erste Paddelsaison in meiner Amtszeit ist nahezu vorüber. Die nächsten Monate werden vermutlich für die meisten von uns ohne Paddelsport bzw. mit eingeschränkter Paddeltätigkeit vorüber gehen. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns nicht doch mit unserem Paddelsport beschäftigen sollten.
Die letzten Monate haben gezeigt, dass sehr wohl immer Bewegung, was den Paddelsport betrifft, vorhanden ist. Oft von außen. So wurden wir im Frühjahr mit einer nahezu fertigen Verordnung für den Schwarzen Regen überrascht. Zum Glück konnte der BKV noch rechtzeitig Einfluss nehmen. Die dadurch entstandene vorläufige Verordnung schränkt uns noch nicht zu sehr ein. Aber „Bewegung“ ist an vielen weiteren bayerischen Gewässern zu spüren. Oft im positiven Sinn wie am Wöhrder See in Nürnberg oder auch jetzt in Bamberg oder beim Isarfest in München. Dort hat sich selbst Staatssekretärin Huml vom Ministerium für Umwelt und Gewässer bei strömenden Regen ein Bild vor Ort gemacht und der Belange der örtlichen Vereine angenommen. Leider aber gibt es auch vielerlei Tendenzen zu beobachten, die den Paddelsport unter Umständen massiv beeinflussen können. Stichwort „Untere Salzach“, Isar im Bereich Hummel (Landshut) . Aber auch Gewässer außerhalb Bayerns sind aus Sicht des Paddelsports gefährdet. So sind Überlegungen im Gange, die „Obere Donau“ für den Paddelsport ganz zu sperren. In Slowenien gibt es Planungen, Staustufen und Kraftwerke an der Soca zu bauen. Die Unterschriftenaktion für die Soca lief nur schleppend.
Ich habe dieses Jahr zwei Fragebögen an alle bayerische Kanuvereine per E-Mail verschickt und diese noch im Rahmen des Bayerischen Wanderfahrertreffens verteilt. Für mich vermittelt das Ergebnis ein paar sehr wichtige Erkenntnisse. Es gibt bayerische Kanuvereine, die nicht über Internet zu erreichen sind. Von rund 11.000 Mitgliedern haben lediglilch 38 Mitglieder den Fragebogen beantwortet.
So können wir Paddler der Zukunft nicht begegnen. Wenn wir und unsere Kinder und Enkelkinder in Zukunft weiterhin unseren Paddelsport in einer intakten Natur ausüben wollen, müssen wir hierfür etwas tun. Das mindeste ist, uns auch mit Paddelsportlern außerhalb Bayerns solidarisch zu erklären und diese bei ihren Initiativen zu unterstützen. Aber auch der BKV mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern benötigt die Unterstützung der bayerischen Paddler und sei dies nur durch rechtzeitige Informationen über „Bewegungen“ vor Ort. Gerade unser Paddelsport beschränkt sich nicht nur auf die Gewässer vor Ort.
Deshalb meine Bitte an alle Paddler/innen: Verfolgt die Arbeit des BKV, bewertet diese ruhig kritisch, unterstützt diese aber auch. Der BKV mit seinen Gremien arbeitet nicht für sich selbst, sondern letztlich für alle Paddler. Also für EUCH.
Ich wünsche Euch allen eine schöne Herbst- und Winterzeit und vielleicht noch ein paar herbstliche und sonnige Paddelkilometer wünscht Eugen
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