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Plädoyers für Artenvielfalt bei DoNaReA-Tagung
Regensburg. Einen Blick unter die Wasseroberfläche unserer heimischen Gewässer ermöglichte die Donau-Naab-Regen-Allianz (DoNaReA). Im Internationalen Jahr der Biodiversität unterzog die Fluss-Allianz die Bestrebungen der Bayerischen Staatsregierung, die Vielfalt des Lebens in unserer Heimat zu erhalten, einer kritischen Würdigung.
Dr. Sebastian Hanfland, Leiter des Referates für Arten- und Gewässerschutz beim Landesfischereiverband in Bayern, hob die große Artenvielfalt in Bayerns Flüssen hervor. Immerhin sechzig Fischarten seien bei uns heimisch. Diesen Reichtum sieht er jedoch in Gefahr: "Das Netzwerk der unterschiedlichen Teillebensräume, die die Fische brauchen, wird durch Wehre und Staustufen zerstückelt. Bei 60.000 Querbauwerken allein in Bayern können viele Fische ihre Laichgewässer nicht mehr erreichen. Selbst wenn es Fischaufstiegshilfen gibt, dann hilft es den Fischen nichts, die stromabwärts schwimmen wollen. Die werden dann von den Turbinen der Kraftwerke schwer verletzt." Sein Plädoyer lautete: "Stopp von weiteren Verbauungen. Die Gewässerdynamik muss wiederhergestellt werden. Die bayerische Staatsregierung muss hier grundsätzlich umsteuern. Einzelne Reparaturmaßnahmen helfen langfristig nicht, den Artenschwund zu verhindern."
Co-Referentin Dr. Christine Margraf schloss sich diesem Votum an. Die Leiterin der Fachabteilung München beim Bund Naturschutz mahnte eine konsequente Umsetzung der Biodiversitätsstrategie der Bayerischen Staatsregierung an: "Der Schutz der Flüsse und der Auen braucht Fläche. Dafür sind überregionale Konzepte notwendig." Denn der Schutz der Auen sei nicht nur für den Hochwasserschutz wichtig. Die Auen dienten als Lebensraum für eine Fülle von besonders spezialisierten Pflanzen und Tieren. "Auch aus ethischer Überzeugung heraus ist deshalb der Schutz der Artenvielfalt bedeutsam, denn die Natur hat einen Eigenwert."
DoNaReA |
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Geschrieben von: Uschi Zimmermann am Samstag, den 07. August 2010 um 15:58 Uhr
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