Bayerische U21 gewinnt Bronze beim Bundesländervergleichskampf Kanupolo

Es würde nicht einfach werden beim Bundesländervergleichskampf Kanupolo, das war von vornerein klar. Aber alle Mannschaften zeigten sich bei den Spielen im Stadtparkbad, mitten in Hamburg, von ihrer besten Seite und riefen gute Leistungen ab. Bayern war mit je einer Auswahlmannschaft in den Klassen Schüler, Jugend und U21 männlich vertreten.

Mit dabei waren die beiden Landestrainer Klaus Schmalenbach und Thomas Fricke sowie die Vereinstrainerin des PSC Coburg, Katrin Schmalenbach, und Uli Burger vom DRC Neuburg.

Die von Katrin Schmalenbach betreuten Schüler waren das mit Abstand jüngste Team am Feld. So konnten Kapitän Felix Skoda, Kai Laumann, Finn Menger, Gregor Will, Julius Back, Emely Matthäi (alle PSC Coburg), Kay und Patrick Holland (DRC Neuburg) dennoch gut mithalten.

Nach den Niederlagen in der Vorrunde gegen die Vertretungen aus Sachsen (3:5), Berlin (6:9), Nordrhein-Westfalen (3:10) und Niedersachsen (3:4) reichte es nur zu Platz 5. In der Runde um die Plätze 3 bis 5 steigerte sich die Mannschaft und besiegte die Niedersachsen mit 4:3.

Im letzten Spiel machte sich dann doch die körperliche Unterlegenheit deutlich, die bayerischen Schüler unterlagen der Berliner Auswahl mit 3:6, was am Ende Platz 4 bedeutete.

Waren die Schüler zum größten Teil aus Coburg, so hatte der Neuburger Trainer Uli Burger im Jugend-Team sechs Spieler aus seiner Mannschaft und den Coburger Jakob Hilmer, der dieses Jahr für den 1. MKC Duisburg spielte und Deutscher Meister wurde. Angeführt wurde das Team von Kapitän Karl Goronzi, Luis Winter, Paul Schütze, Moritz Winter, Felix Holland und Jakob Scheuermeyer.

Die Jugend zeigte eine starke Vorrunde und konnte im ersten Spiel der Auswahl von Berlin ein 7:7 abringen. Weiter ging es mit 7:1 gegen Hamburg und 4:2 gegen Sachsen, ehe sie sich mit Niedersachsen ein 3:3 teilte. Am Sonntag musste sich die ebenfalls in ihrer Klasse noch junge Mannschaft mit 2:8 gegen die Auswahl von NRW geschlagen geben. Mit ihren Kräften am Ende, ging es dann noch um Platz 3 gegen die Berliner Auswahl. Hier konnten die Jungs nicht mehr gegenhalten und verloren das Spiel klar mit 3:9, was Platz 4 bedeutete.

Die Spielerdecke war für Trainer Thomas Fricke in der U21 ziemlich dünn. Kapitän Erik Brey aus der Bundesligamannschaft des DRCN spielte zusammen mit Luca Kolb, Lion Winter (alle DRCN), Tim Finsterer, Sebastian Knöpfel und Anton Hilmer (alle PSC). Umso überraschender war das Abschneiden der Jungs. Dem Sieg gegen Niedersachsen (7:3) und Hamburg (6:0) folgten zwei deutliche Schlappen gegen Nordrhein-Westfalen (2:8) und Berlin (4:10). Das reichte für ein Halbfinale am Sonntagmorgen. Die Jungs hatten gut geschlafen, gefrühstückt und konnten gestärkt in das Halbfinale gegen Berlin gehen.

Wer gedacht hätte, dass die Bayern − wie am Vortag − abgeschossen werden, sah sich getäuscht. Immer wieder konnten die Jungs die Führung der Berliner ausgleichen. Dramatisch die Schlussphase, als mit dem letzten Pass in der regulären Spielzeit Tim Finsterer im Center angespielt wurde und er mit dem Schlusspfiff den Ball im Tor versenkte.

Da die Jungs sehr viel Kraft in das Spiel investiert hatten, kam es wie es kommen musste: Kurz nach Beginn der Verlängerung erzielten die Berliner das „Golden Goal“. In der Platzierungsrunde der Plätze 3 bis 5 ging es noch einmal gegen Hamburg (3:1) und Niedersachsen (2:2). Letztendlich hatten die Jungs das Glück auf ihrer Seite. Weil Niedersachsen nur mit einem Tor Unterschied gegen Hamburg gewonnen hatte und Bayern mit zwei Toren gegen Hamburg siegte, konnten die Jungs den Sprung aufs Podest machen und belegten Platz 3.

Klaus Schmalenbach (auch Damen-Nationaltrainer), Leiter und Organisationschef der Reise nach Hamburg, war mit den gezeigten Leistungen der Mannschaften sehr zufrieden. Für 2020 wird wohl noch eine weibliche U21 mit auf die Reise nach Sachsen gehen.

Sieht man mal vom Hamburger Regen am Sonntag ab, war es eine rundum gelungene Veranstaltung und ein tolles Erlebnis für die Sportler.

Thomas Fricke

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