3 x Bronze für BKV bei den Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport

Brandenburg a. d. Havel. Klein, aber fein war das Team des Bayerischen Kanu-Verbandes, das dieses Jahr an den Deutschen Meisterschaften auf dem Beetzsee teilnahm. Aber es gab Grund zur Freude! „Die bronzenen Hoiß-Brüder“ vom DRC Neuburg und Felix Wirl (WSG Kleinheubach) fuhren die Bronzemedaille ein, d. h. Vincent Hoiß im Einer der Schüler A und Simon Hoiß mit Felix Wirl im Zweierkajak der männlichen Jugend.

Rund 1100 Aktive aus 112 Vereinen und Renngemeinschaften (RG) gingen bei den Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport an sechs Wettkampftagen an den Start. Zum 50-jährigen Bestehen der Regattastrecke Beetzsee war nahezu die gesamte deutsche Nationalmannschaft unmittelbar nach den Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged vor Ort.

Prominente Vertreter des bei Olympischen Spielen erfolgreichsten deutschen Sportverbands wie Max Hoff oder Ronald Rauhe sorgten bei der mittlerweile schon traditionellen Autogrammstunde mit Sportler-Talk für Begeisterung.

Im Team der Renngemeinschaft Bayern begeisterten derweil die favorisierten Simon Hoiß und Felix Wirl. Die Beiden zeigten im K2 auf der 5.000 Meter-Langstrecke „ein brutal starkes Rennen“, wie es Papa Kai Wirl (selbst Deutscher Meister von 1997) bezeichnete. Nach der ersten Wende kam es zu einer Kollision, nach der das starke Team aus Sachsen aufgrund eines Defekts ausschied. Auf Platz vier liegend, starteten Hoiß/Wirl eine willensstarke und ausdauernde Aufholjagd. Sie bezwangen noch die Sieger über die 1000 Meter vom KC Limmer und sicherten sich in 22.32,943 Minuten die Bronzemedaille hinter den Mannschaften der RG LKV Berlin und der RG KV Nordrhein-Westfalen.

Simons jüngerer Bruder überzeugte bei seiner DM-Premiere mit Top-Leistungen im K1. Der 13-jährige Vincent Hoiß beeindruckte schon bei den Süddeutschen Meisterschaften in Mannheim und hat sich zu den „Deutschen“ hin kontinuierlich gesteigert. Im Kanu-Mehrkampf der männlichen Schüler A, bestehend aus 100 und 1000 Meter im Kajak-Einer, 1500 Meter-Lauf und zwei Athletik-Übungen, belegte er einen ausgezeichneten vierten Platz. Im Finale über 1000 Meter fuhr er in 04:11.451 Minuten souverän auf Platz drei, und über 100 Meter war Hoiß der Zweitschnellste seiner Altersklasse.

Auch über die 2.000 Meter-Langstrecke gelang ihm im K1 ein tolles Rennen. In einem stark besetzten Feld mit 38 Teilnehmern ließ er viele Jahrgangsältere hinter sich, setzte sich schnell nach dem Start an den fünften Platz und konnte diesen bis ins Ziel verteidigen.

Trotz guter Vorbereitung und einem zehntägigen Kaderlehrgang Anfang der Ferien blieb die männliche Jugend aus Bayern in den Mannschaftsbooten über die Kurz- und die Mittelstrecken unter ihren Möglichkeiten. Das Zweierteam Wirl/Hoiß schied über 1.000 m unerwartet als Viertplatziere im Zwischenlauf aus. Auch in ihren Einer-Rennen schafften sie es nicht ins Finale. „Sie waren leider nicht so gut drauf wie bei der Süddeutschen“, lautete das Fazit des Heim- und Verbandstrainers Norbert Winter zur verpassten Endlauf-Teilnahme.

Als großer Erfolg darf der dritte Platz im B-Endlauf der 13-jährigen Leni Kliment (WSG Kleinheubach) gewertet werden. Im Zweier mit ihrer Vereinskameradin Laura Höfner verpassten die jungen Damen bei den Schülerinnen A die Qualifikation fürs Finale. Allerdings hatten sie hier gegen die starke Konkurrenz aus Sportinternaten zu kämpfen.

Wichtig ist aber das Fazit unter dem Strich: Wir haben hoffnungsvolle Talente im bayerischen Kanurennsport und können uns auf die kommenden Jahre freuen!

Redaktion/Monika Sandner
Das Foto zeigt Simon Hoiß (links) und Felix Wirl - aufgenommen bei der Kleinheubacher Regatta 2019 (uz)

Hier die komplette Ergebnisliste.

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