Sideris Tasiadis holt Gold bei Heim-Weltcup

Der Augsburger Sideris Tasiadis feiert auf dem Olympia-Eiskanal von 1972 seinen zweiten Saisonsieg. Hannes Aigner holt Bronze im Kajak der Herren.

Bereits am Samstag hatte der Augsburger Sideris Tasiadis Gold für das deutsche Team eingefahren. Der Weltcup-Titelverteidiger landete im dritten Saisonrennen seinen zweiten Sieg und lag am Ende knappe 71 Hundertstelsekunden vor Vizeweltmeister Alexander Slafkovsky aus der Slowakei. Slafkovsky führt mit diesem Ergebnis die Weltcup-Gesamtwertung mit 165 Punkten vor Tasiadis mit 144 Punkten an.

Im Rennen der Kajak-Damen verpasste Ricarda Funk als Vierte das Podium um 63 Hundertstelsekunden. Erneut hatte die Australierin Jessica Fox ihre Ausnahmeposition unterstrichen. Die Weltmeisterin feierte ihren dritten Sieg in Folge und verwies die Britin Mallory Franklin um satte 6,46 Sekunden auf Rang zwei. Dritte wurde Eva Tercelj (Slowenien). Funk belegt aktuell in der Weltcup-Gesamtwertung mit 149 Zählern Rang zwei hinter der mit 180 Punkten führenden Australierin.

In der neuen olympischen Disziplin der Damen-Einercanadier belegte die Augsburgerin Elena Apel beim Sieg der Australierin Jessica Fox Rang fünf. Fox gewann trotz einer Stangenberührung ihr drittes Weltcupgold im Einercanadier und ist mit insgesamt je drei Siegen im Kajak wie im Einercanadier unangefochten die erfolgreichste Sportlerin der diesjährigen Weltcupserie. Die erst 18-jährige Andrea Herzog (Leipzig) kenterte im Finale und belegte Rang zehn.

Im letzten Rennen des Heimweltcups fuhr Lokalmatador Hannes Aigner mit einem fehlerfreien Lauf die Bronzemedaille ein. Der Sieg ging an den zweimaligen Weltmeister Peter Kauzer (Slowenien), Platz zwei an Jiri Prskavec (CZE). Dem Olympia-Dritten von London 2012 fehlten nur 0,93 Sekunden zum Weltcupsieg. Der Wiesbadener Tim Maxeiner war im Finallauf ebenfalls auf Medaillenkurs, kassierte aber 50 Strafsekunden und landete am Ende auf Rang zehn. Fabian Schweikert (Waldkirch) verpasste mit nur 4,3 Zehntelsekunden Rückstand als Dreizehnter den Einzug in das Finale der besten Zehn. Mitfavorit Sebastian Schubert (Hamm) schied nach einem Fahrfehler und einer 50-Sekundenstrafe bereits im Halbfinale aus.

Cheftrainer Michael Trummer zeigt sich mit dem Abschneiden seines Teams zufrieden: „Zwei olympische und eine überraschende Medaille im Zweiercanadier-Mixed sowie die weiteren knappen Entscheidungen in den Finals sind ein sehr gutes Ergebnis. Das zeigt, dass wir hinsichtlich der anstehenden WM Ende September auf einem sehr guten Weg sind und ein konkurrenzfähiges Team haben.“

Thorsten Funk (DKV)

Alle Ergebnisse (PDF) hier, Videos hier bei Canoe ICF

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