Der September ist der Monat der Gewässerretter

In diesem Monat soll der Fokus ganz bewusst auf dem Umweltschutz liegen, am 16. September ist wieder Cleanup-Day.

Kanutinnen und Kanuten beteiligen sich seit vielen Jahren aktiv am Umweltschutz - beim regelmäßigen Training und bei Kanu-Veranstaltungen, wo der MUSS zum Einsatz kommt und den kleinteiligen Müll aus dem Wasser und vom Ufer aufnimmt. Der MUSS ist bei der DKV GmbH erhältlich: https://www.kanu-verlag.de/_dbe,products,709701.xhtml

Viele Gewässerreinigungsaktionen, bei denen auch große Müllstücke mit vereinten Kräften aus dem Wasser geholt werden, finden anlässlich des International Coastal Cleanup-Day (ICCD) am16. September statt. Auch während des gesamten Monats September lohnt es sich, mit dem Kanu-Verein sein Hausgewässer vom Unrat zu befreien. Dieser Monat eignet sich am besten zum gründlichen „Reinemachen“ der Gewässer und ihrer Ufer, denn die Brutzeit ist vorbei, die Jungvögel sind schon flügge und die Wintergäste sind noch nicht angekommen. 

"Ich rufe alle Kanu-Vereine dazu auf, sich bei der Gewässerreinigung zu beteiligen" erklärt Perta Schellhorn, Ressortleiterin Umwelt und Gewässer im Deutschen Kanu-Verband. "Mit einem Vereinstrikot am Aktionstag wird das Engagement des Kanusports für den Umweltschutz deutlich und ist nebenbei eine gute Werbung für den Verein. Egal, ob ihr eine eigene Aktion durchführt oder euch bei einer kommunalen oder überregionalen Aktion beteiligt - meldet eure Gewässerreinigungsaktion auch bei www.gewaesserretter.de an, erfasst den gesammelten Müll bei der Gewässerretter-Plattform und macht mit beim Gewässerretter-Wettbewerb 2023."
 

Gewässerretter-Wettbewerb

Die diesjährige Runde des bekannten Wettbewerbs umfasst die Kategorien:

  • Vielfältigste Gruppe – hier machen ALLE mit (Gewässerretter, Partnerverbände, Politik, Feuerwehr, Naturschutz, Fischerei, …)
  • Alt und Jung gemeinsam für eine saubere Natur – die Gruppe mit der größten Altersspanne
  • Unterschiedlicher kann der Müll kaum sein – von allem ist was dabei. So viele unterschiedliche Müllteile hat die Welt noch nicht gesehen.

Pro Kategorie winken jeweils 333 Euro

"Jeder und jede von uns kann helfen, die Flüsse, Seen und Meere sauberer zu machen – Meeresschutz fängt zu Hause an", so Schellhorn weiter. "Ein verändertes Konsum- und Wegwerfverhalten kann helfen, das Überleben der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt der Gewässer zu sichern. Unsere Umwelt wird es danken – und möglicherweise danken auch die Gewässerretter mit einem Preisgeld!"

Petra Schellhorn, DKV-Ressortleiterin Umwelt und Gewässer

Hintergrund

In Europa werden Jahr für Jahr Millionen Tonnen Plastik nach einmaligem Gebrauch weggeworfen. Plastiktüten, Plastikflaschen und auch Zigarettenkippen gehören zu den häufigsten Fundstücken am Flussufer und Meeresstrand. Der meiste Abfall kommt dabei vom Land, wird vom Wind in die Flüsse geweht und so ins Meer getragen. Geschätzte 380 Tonnen Kunststoff schwemmt der Rhein jedes Jahr in die Nordsee. Allein am Grund der Nordsee liegen vermutlich mehr als 600.000 Kubikmeter Müll, das entspricht 1,5-mal dem Kölner Dom. 
Wer mehr über das Thema Müll im Meer und die Gefahren des Plastik-Abfalls erfahren möchte, findet bei https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/16805.html vielfältige Informationen.

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