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Zu einem außerordentlichen BKV-Lehrteamstreffen hatte ausnahmsweise Peter Fichtner eingeladen, und zwar ins Naturfreundehaus Saulgrub.
Einige Übungsleiter, die früher bei BKV-Wildwasser-Jugendwochen im Einsatz waren, kamen dazu. Familienangehörige sowie Toni Meffert und Erna Doll, die Lebensgefährtin des unvergessenen Fritz Glaser, dessen Grab auch besucht wurde, bereicherten den geselligen Teil.
Doch es wurde auch gearbeitet: Die Lehrteams-Mitglieder trafen sich zum Erfahrungsaustausch und diskutierten über Altbewährtes und Neuerungen in ihrer Arbeit sowie über die anstehenden Ressorttagungen bei DKV und BKV. Oliver Bungers, immer noch Lehrteams-Mitglied und seit 2009 Vizepräsident Organisation im BKV, ehrte bei dieser Gelegenheit „Paddelprofessor“ Wolfgang Baude „für unermüdliches und erfolgreiches Tätig sein zum Wohle des gesamten Kanusports“ mit dem Ehrenbrief des Deutschen Kanu-Verbandes.
Der „praktische“ Teil war als Nostalgiefahrt ausgeschrieben, aber nur Bungers und Fichtner hatten ihre besten Stücke entstaubt und mitgebracht und setzten sie auf der Ammer ein. Hatte man bei der Besichtigung des alten Übungsbaches noch geglaubt, dass man unbedingt Zuschusswasser bräuchte, so hat wohl Fritz Glaser – er sitzt ja jetzt fast direkt neben Petrus – seine Beziehungen spielen lassen. Der Wunsch wurde erhört. Und wie! Er hat’s halt zu gut gemeint mit seinen Buam!
Und so ging’s rund auf der Ammer, die gutes Hochwasser führte. Das inzwischen ungewohnte, vier Meter lange Nostalgieboot überschlug sich in einer Walze ... Aber auch zwei andere Übungsleiter waren einmal unaufmerksam und verhalfen so der Gruppe zu Rettungs- und Bergungsübungen. Alter schützt vor Torheit nicht und Erfahrung nicht vor Schwimmübungen.
Erschwert wurde die Sache durch eine Gruppe amerikanischer Kanuten der NATO-Schule Oberammergau. Sie vermissten einen Kameraden (er wurde später tot geborgen) und hatten bereits Wasserwacht und Hubschrauber eingesetzt. Aber sie suchten auch selbst und veranlassten mit missglückten Manövern auf dem Wasser weitere Rettungsmaßnahmen des BKV-Übungsleiterteams. Das geborgene Material übergaben sie am Wehr bei Rottenbuch der Bergemannschaft der Wasserwacht.
Trotz schönsten Wetters und Wassers entschied sich die Nostalgietruppe, am Sonntag nicht mehr zu paddeln, sondern wanderte nur zur Scheibum.
Für einen (erst außen, dann innen) ausgeglichenen Wasserhaushalt sorgten nicht nur die obligatorischen Kentermaße, sondern - gar nicht nostalgisch – auch zwei jung gebliebene „Sechziger“ (Peter Fichtner und Karl-Heinz Schmidt).
HS/Redaktion
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