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Wasserrettung bei der DM Wildwasserrennsport
Lofer. Mit neuen Freunden, neuen Erfahrungen und Wissen endete unser Einsatz bei der Wasserrettung zur Deutschen Meisterschaft im Wildwasserrennsport. Wir waren zum zweiten Mal dabei und arbeiteten erneut super mit der Wasserwacht Erlangen zusammen.
Seitdem wir im Mai das erste Mal gemeinsam die Wasserrettung durchgeführt haben, konnten sich beide Teams perfekt aufeinander einstellen, und die Gruppen wuchsen schon in kurzer Zeit sehr gut zusammen. Das Wetter war zum Glück bis auf den letzten Tag super, aber wir hatten dementsprechend auch wenig Wasser, was uns allerdings nicht davon abhielt, in unserer freien Zeit den Wasserwachtlern das Paddeln zu zeigen. Von Au ging es im Topo-Duo mit einem Zwischenstopp zum erfrischenden Gumpenspringen bis nach Unken - für jeden ein tolles Erlebnis.
Allerdings waren wir ja eigentlich zum Retten da, was bis zu acht Stunden täglich gedauert hat. Das hat sich an den ersten drei Tagen ziemlich hingezogen, weil es nicht viel zu retten gab. Also beschlossen wir, uns gegenseitig zu retten. In den kleinen Pausen zwischen den Rennen war das gut möglich und diente gleichzeitig als kleine Erfrischung.
Trotz rustikaler Fahrweise (anscheinend wollten sie die vielen Steine beim Schlussspurt wegschieben) gab es am ersten Tag keine Schwimmer. Am zweiten Tag hatten zwei Teams je einen Schwimmer, die sich aber sehr zum Leidwesen der Wasserrettung selbst gerettet haben. Nur das Material durften wir bergen. Auch am Freitag wollten nur vier Wettkämpfer schwimmen.
Etwas Zusatzarbeit bekamen wir durch ein eigentlich ungesichertes Training auf der Strecke, auf dem normalerweise der Slalom gefahren wird. Wir hatten trotzdem eine Rumpfmannschaft entsandt, die drei Schwimmer aus dem Wasser ziehen konnte.
Zum Glück kam dann noch der vierte Tag, an dem die Sprintstrecke zwischen Hubertuswalze und Teufelssteg abgesichert werden musste. Mit den langen Rennbooten ist die Strecke sehr anspruchsvoll, und wir hatten allerhand zu tun. Doch für uns kein Problem - mühelos haben wir jeden Schwimmer nebst Material sicher aus dem Bach gefischt.
Bei so einer Anstrengung bekommt man natürlich auch einen riesen Hunger. Zum Glück gab es da die Heike, die uns trotz eines Kreuzbandrisses den ganzen Tag über mit Lunchpaketen versorgt hat. Sie war es auch, die uns jeden Abend mit fleißigen Helfern mit ausgezeichnetem Abendessen empfangen hat (Knoblauch in allen Variationen!). Dementsprechend hat es auch gerochen, und wir hatten Glück, dass unsere Nachzügler, wie zum Beispiel Oliver Bungers, nicht gleich wieder abgereist sind. Ab und zu gab es dann auch noch pünktlich zum Abendessen kurze, aber sehr starke Regenschauer, die wir dank der ausgezeichneten Planenspannkünste der Wasserwacht gut und vor allem trocken überstanden.
Nachdem die Rennen vorbei waren, ging es zur legendären After-Race-Party, die schon aus weiter Ferne zu hören war. Mit Verstärkung der Jugend aus den umliegenden Ortschaften war es eine riesen Gaudi, bei Livemusik das Tanzbein zu schwingen. Ausklingen ließen wir die Woche mit einer erfolgreichen Strubbachfahrt.
Ein herzliches Dankeschön noch mal an Peter Rygus, der für einen reibungslosen Ablauf sorgte, und hoffentlich auch nächstes Jahr eine weitere Zusammenarbeit mit der Wasserwacht ermöglicht. Das nächste Rennen kann kommen!
Daniel Kazemi & Johannes Riedmüller
Splitter:
Das bewährte Rettungsteam des Bayerischen Kanu-Verbandes und der Erlanger Wasserwacht um Peter Rygus holte stets sicher Mann und Material aus den Fluten der Saalach. Rygus und Co. machten diesmal sogar in ihrer Freizeit als Lebensretter Schlagzeilen: Sie retteten Hund und Frauchen aus den Fluten des Weißbachs und füllten damit eine ganze Zeitungsseite der Salzburger Nachrichten.
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