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Viel trainiert bei Übungsleiter-Fortbildung "Sicherheit"
München. Sieben Teilnehmer begaben sich bei der Übungsleiter-Fortbildung "Sicherheit im Kanu-Wildwassersport" in die Obhut zweier erfahrener Kajakfahrer.
Beide haben nicht nur langjährige Erfahrung im aktiven Kanusport, sondern sind bereits lange Mitglied im BKV-Lehrteam: Gert Molewski und sein Co-Referent Jochen Scholler.
Letzterer stellte in einem sehr umfangreichen und aufschlussreichen Vortrag die Grundausrüstung im Wildwasserkanusport vor: Neoprenanzug, Trockenjacke bzw. -hose, das richtige Schuhwerk, passende Helme sowie natürlich die Schwimmweste mit allen sicherheitsrelevanten Teilen: Bergegurt, Panikverschluss, Messer und Cowtail. Es entwickelte sich eine angeregte Diskussion, wobei auch einzelne Ausrüstungsgegenstände durchaus kontrovers diskutiert wurden. Scholler schöpfte aus einem sehr reichhaltigen Fundus: So gut wie alle sicherheitsrelevanten Ausrüstungsgegenstände wurden vorgeführt und fachkundig gleich die Vor- und bisweilen die Nachteile dargelegt.
Wiederholt und verfeinert
Dem klassischen Hilfswerkzeug im Wildwasserbereich schlechthin wurde selbstverständlich besondere Aufmerksam geschenkt: dem Wurfsack. Gert Molewski führte zuerst die obligatorischen Trockenübungen auf dem Rasen durch: der korrekte Stand, die genaue Haltung des Wurfsackes in der Hand beim Abwurf sowie die exakte Technik beim Werfen des Wurfsackes. Anschließend ging es zum kleinen Kanal auf dem Klubgelände: Hier wurde das Wurfsack werfen mit "freiwilligen" Schwimmern immer und immer wieder geübt, sodass letztendlich jeder im Schlaf den Verfahrensablauf intus hatte. Auch das richtige Greifen des Seiles als Schwimmer musste eingeübt werden.
Am zweiten Tag wurden diese Übungen an der Floßlände im deutlich stärker fließenden Gewässer wiederholt und verfeinert. Eine Seilüberspannung wurde aufgebaut; die Springersicherung wurde mehrmals trainiert, bis auch der Letzte den nicht immer sehr beliebten "flachen Bauchplatscher" beherrschte.
Praktischer Paddelhaken
Ein weiteres Thema war das Bergen von Material. Der Flaschenzug erweist sich nach wie vor als das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, ein vollgelaufenes Boot aus einer Klemmsituation zu befreien.
Gert Molewski brachte bei dieser Gelegenheit nochmals den äußerst praktischen Paddelhaken ins Spiel. Mit diesem simplen Hilfsmittel ist ein herrenloses Boot über eine gewisse Grunddistanz wieder einzufangen, ohne dabei das Paddel bzw. das Paddelblatt zu ruinieren.
Angstgegner
Dr. Birgit Schmid nahm selbst an dem Lehrgang teil und war gleichzeitig die Fachfrau für das Thema Erste Hilfe: Sie referierte zum Thema Erste Hilfe und hatte praktischerweise gleich eine Übungspuppe dabei. Damit konnten alle Teilnehmer die Grundlagen der Wiederbelebungsmaßnahmen aktiv einüben. Mit mehreren Beispielen aus der Praxis verlieh Dr. Schmid dem Thema eine zusätzliche Tiefe.
Die Hauptgefahrenquellen beim Kajakfahren wurden ausführlich erläutert und besprochen. Unsere "Angstgegner" im Wasser bleiben in erster Linie die Wehranlagen mit ihren tödlichen Rückläufen, Siphone und Bäume. Jeder konnte zu diesem Thema etwas beitragen und seine persönlichen Erfahrungen einbringen. Letztendlich profitierte jeder von dieser Diskussion.
Anerkennung und Respekt
Das Schlussresümee aller Teilnehmer war durchweg sehr positiv: Die Betreuung war sehr angenehm. Marlies Molewski hat uns mit Kaffee und Kuchen beglückt (an dieser Stelle ein herzlicher Dank!). Ein großes Lob geht an Dr. Birgit Schmid, die sich unkompliziert mit ihrem Fachwissen einbrachte.
Volle Anerkennung und Respekt gebührt den beiden Hauptreferenten Gert Molewski und Jochen Scholler: Sie nahmen sich in ihrer Freizeit ein Wochenende für uns Zeit, um ihr Wissen an uns weiterzugeben. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich und wurde von allen Teilnehmern sehr gewürdigt.
Jürgen Hocke

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