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Ausgeruht wird nicht

Ressorttagung Aus- und Fortbildung 2008

 

München (uz). Jeder Übungsleiter-Lehrgang bedeutet für das Lehrteam einen Kraftakt: Ehrenamtliche 650,5 Stunden haben die Mitglieder des Lehrteams 2008 in diese Multiplikatoren-Ausbildung gesteckt. Aber sie war wieder von Erfolg gekrönt, wenn auch erst im zweiten Anlauf: Wegen einiger Nachprüfungen (Zwischenprüfung) waren die Teilnehmer so geschockt, dass sie den Lehrgang in der Folge richtig ernst nahmen, sich auf den Hosenboden setzten und lernten. Ausnahmslose alle Aspiranten haben 2008 die Abschlussprüfung bestanden.

Dennoch klopfte sich das Lehrteam nicht nur auf die Schulter, sondern ging wie gewohnt selbstkritisch mit sich um. Auf irgendwelchen Lorbeeren ausgeruht wird nicht, man stellte Lehrgangsthemen und –inhalte, Prüfungsfragen und Vorgehensweisen immer wieder auf den Prüfstand. Jung und Alt brachten sich dabei gleichermaßen in die Diskussion ein. Ressortleiterin Martina Schmidt leitete das Forum und ließ nicht locker, bis eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden war. Ein „man müsWissenswertes zum Bootsbau - Jan Kellner blieb keine Antwort schuldigste mal ...“ gab es hier nicht. Aber nur so bleibt die Ausbildung im BKV immer auf dem neuesten Stand und auch im DKV-Vergleich qualitativ extrem hochwertig. {rokbox}images/ausbildung/Ressorttagung2008.jpg{/rokbox}

47 Lizenzverlängerungen

Nach dem ÜL-Lehrgang ist vor dem ÜL-Lehrgang. Deshalb beschloss das Gremium, 2010 erstmals eine integrierte ÜL-Ausbildung für Canadierfahrer anzubieten. Voraussetzung zur Teilnahme ist das Beherrschen von WW II bis III. Zwar wird die Kompaktwoche gemeinsam mit den Breitensportlern in Haiming durchgeführt, aber unter eigener Leitung durch Canadier-Spezialist Christof Waldecker und auf Canadier-geeigneten Gewässern.

Auch bei den Übungsleiter-Fortbildungen gab es einiges zu besprechen: Wie begegnet man Anmeldungen, die zu spät kommen? Absagen einer ÜL-Fortbildung ist die schlechteste Lösung, denn man sieht sich in der Pflicht. Nach der Diskussion diverser Lösungsmöglichkeiten entschied sich das Gremium, künftig einen Nachmelde-Zuschlag in Höhe von 20,- Euro zu verlangen.

47 Lizenzen wurden im Jahr 2008 bei Fortbildungsmaßnahmen im BKV verlängert. Dass sich diese Lehrgänge aber zunehmend wachsender Begeisterung bei den Nicht-Übungsleitern erfreuen, zeigt die Tatsache, dass 36 Gäste mit an den Maßnahmen teilgenommen haben. Solche Interessenten werden allerdings nur dann zugelassen, wenn ausreichend Lehrgangsplätze zur Verfügung stehen.

Vorreiterrolle

Mit seinen Übungsleiter-Fortbildungen begibt sich das Ressort Aus- und Fortbildung auch 2009 wieder auf neue Wege. Man wird sehen, wie die Maßnahme „Arbeit mit geistig Behinderten“ ankommt.

Eine Vorreiterrolle spielt der BKV bei der Fahrtenleiter- Fortbildung. Während der Deutsche Kanu-Verband dazu noch gar keine Grundlagen ausgearbeitet hat, wird er beim BKV 2009 bereits zum zweiten Mal angeboten. 17 Fahrtenleiter hatten 2008 in Lofer Sicherheitspraxis geübt.

Die Fahrtenleiter-Fortbildung ermöglicht allen, die seit 1990 den Fahrtenleiter-Lehrgang absolviert haben, mit dieser Fortbildung den DKV-FL-Ausweis zu erwerben (2009 letztmalig) und zusätzlich den Europäischen Paddelpass, Stufe 2.

Streitpunkte

Oliver Bungers berichtete dem Gremium aus der DKV-Ressorttagung AuFb: Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) hatte von den Landesverbänden eine Stellungnahme zum DKV-Fahrtenleiter gefordert. Mit der langjährigen Erfahrung im Bayerischen Kanu-Verband gab das BKV-Ressort Aus- und Fortbildung als einer der wenigen Verbände seine Anmerkungen ab, die zu 98 Prozent übernommen worden sind.

Einer der größten Streitpunkte ist jetzt auch aus dem Weg geräumt: Der 30-Stunden-Block für die Fahrtenleiter-Ausbildung wird auch künftig nicht in die Übungsleiter-Ausbildung eingerechnet.

Fortbildung in Bayern

Der DKV erarbeitet zurzeit ein Curriculum für Zusatzqualifikationen wie Drachenboot, Freestyle und Rafting. Diese Sparten sind nicht in der Grundqualifikation zum Fach-Übungsleiter enthalten.

In der letztjährigen BKV-Ressorttagung hatte der BKV die DKV-Fortbildungen zum Kanulehrer B sehr kritisiert. Man habe nichts dazu lernen können, war damals die einhellige Meinung. Die BKV-Vertreter haben nun dem DKV angeboten, eine solche Maßnahme in Bayern durchzuführen, was sehr erfreut aufgenommen wurde. Klar, dass diese Fortbildung unter dem Dach des DKV ausgeschrieben werden muss. Als Thema ist Teambildung und –führung angedacht. Fachkompetente Kooperation ist durch die Jugendbildungsstätte Königsdorf gewährleistet.

Sinn und Zweck des Europäische Paddelpasses war auch auf der BKV-Tagung ein Thema: Ein TGMler hat sich zu einem Wettkampf in Kopenhagen angemeldet. Unter den Startbedingungen wurde der EPP Stufe 2 gefordert. In Frankreich ist der EPP bereits gefordert, um hier ein Kajak leihen zu können. Und wer weiß: Vielleicht ist es in ein paar Jahren auch in Deutschland nur mit EPP möglich, bestimmte Flüsse zu befahren. Dann wäre es doch ganz praktisch, über diese europaweit einheitliche Qualifikation zu verfügen.

Warum macht ihr nicht ...?

Mit dem früheren Rodeo-Weltmeister und Freestyle-Guru Jan Kellner sollten sich die Tagungs-Teilnehmer aus erster Hand über den Bootsbau und Neuheiten am Markt informieren. Kellner arbeitet seit einigen Jahren als Verkaufsleiter und in der Entwicklung für die Firma Rikutec, zu deren Sortiment die Eskimo-Boote gehören.

Er erklärte die Vor- und Nachteile verschiedene Bootsbau-Verfahren und Materialien, die bereits eingesetzt werden oder dafür in Frage kämen. Die Lehrteams-Mitglieder beteiligten sich engagiert an der Diskussion: „Warum macht ihr nicht ...?“ Die Gründe waren vielfältig: Wirtschaftlichkeit, Materialprobleme, technische Probleme. Jan Kellner blieb keine Antwort schuldig. Aber die Wünsche, Anregungen und Vorschläge gingen nie aus. Provokativ meinte Jan Kellner: „Wenn ein Boot als nicht gut empfunden wird, liegt das in den seltensten Fällen am Boot.“ Fazit der Diskussion: Er konnte seine These sogar belegen.

 
 

Ausbildungsprogramm

Flyer Lehrgangsprogr 12
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