|
Doppelte ÜL-Ausbildung - doppelte Belastung
Bamberg. Dreizehn Lehrteamsmitglieder machten sich unerschrocken über die umfangreiche Tagesordnung der BKV-Ressorttagung Aus- und Fortbildung her, die in acht Stunden abzuarbeiten war. Eine schwere Aufgabe für die Ressortleiterin Martina Schmidt.
Die größte Aufgabe bestand in der Detailplanung der Übungsleiterausbildung 2010, denn sechzig Anmeldungen machten es erforderlich, für 2010 einen zweiten Grundlehrgang zu organisieren. Ein enorme Belastung für das ehrenamtliche Lehrteam. Zwar blieben nach der Sichtung der Kandidaten und nach einigen Rücksprachen nur noch fünfzig angehende Übungsleiter übrig, doch auch damit waren beide Grundlehrgänge voll.
Oliver Bungers hatte wieder viel Arbeit im Vorfeld der Tagung geleistet und so standen Termine und Lehrgangsorte bereits fest. Es galt „nur“ noch, die Personalplanung und die Reihenfolge der Lehrveranstaltungen zu bestimmen. Die Personalplanung stand erstaunlich schnell, doch wann welche Inhalte gelehrt werden sollten, stellte die Anwesenden vor eine fast unlösbare Aufgabe. Nicht, weil die Referenten keine Zeit hätten, sondern weil an dem einen Tag der Rennsport eine wichtige Veranstaltung hat, am anderen der Slalom und so weiter und sofort. Auf alle Wünsche konnte schließlich keine Rücksicht genommen werden und so entstand eine für möglichst viele akzeptable Kompromisslösung.
Das Grundgerüst stand. Nun ging es an Details. Die Sichtungskriterien waren zu überarbeiten: Wer muss was wann können, um zum Lehrgang bzw. zur Prüfung zugelassen zu werden. Auch die Prüfungsfragen selbst sollten überarbeitet und ein Fragenpool angelegt werden, aus dem die schriftlichen Prüfungen (Grundlehrgang I, Grundlehrgang II, Wiederholungsprüfungen ...) erstellt werden können.
Bei der gelehrten Technik sollte es eine „Lehrmeinung“ geben, die aber situationsbedingt auch Varianten zulässt. Die „Bauerboint“-Vorträge der Referenten sollen ein einheitliches Gesicht bekommen, ebenso wie die Skripten.
Beim Rückblick auf die in 2009 abgehaltene Fahrtenleiterausbildung und die diversen Übungsleiterfortbildungen erfreute die überwiegend positive Resonanz. Aber auch einige Verbesserungsvorschläge gingen in zukünftige Planungen ein. Wegen der großen zeitlichen Belastung des Lehrteams durch die doppelte Übungsleiterausbildung fiel die Fortbildungsplanung für 2010 nicht so umfangreich aus wie im abgelaufenen Jahr. Das Ausbildungsprogramm 2010 steht und wird mit dem nächsten kanu-kurier verteilt.
Eine heftige Diskussion entstand um das Thema Kanulehrer B im DKV. Soll man auf Grund negativer Erfahrungen mit DKV-Fortbildungen aus dem System aussteigen und statt dessen eine eigene Lehrteams-Fortbildung ins Leben rufen? Wenn die Kanulehrer B-Fortbildung 2009 die bayerischen Teilnehmer nicht eines Besseren belehrt, wird das Thema im Lehrteam nochmals neu besprochen.
Das Abarbeiten der enormen Themenfülle war nur durch einige auflockernde Unterbrechungen möglich. So berichtete Gert Molewski von der erfolgreichen Zusammenarbeit des Lehrteams mit den Firmen Prijon und Rikutec (Eskimo) und stellte den neuen „Eskimo Lupo“ vor, und Jochen Mergner hielt einen sehr interessanten Vortrag zum Thema „moderner Paddelbau“.
Jochen Wagner, Landshut
|