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Es war eine tolle Zeit!

Dass es zur Jugendwoche fast immer regnet, ist ja allseits bekannt - dafür war die diesjährige WWWoche in Haiming um so sonniger. Nicht nur, weil wir um die 60 Jugendliche waren, sondern auch, weil es Olis letztes Mal als Lehrgangsleiter und Vizepräsident war, weshalb ein krönender Abschluss seiner Karriere nötig war. Doch erst mal eins nach dem anderen.

{rokbox}images/jugend/Models.jpg{/rokbox}Während einige schon am Freitag eintrafen, um sich eine frühe Anfahrt am nächsten Morgen zu ersparen, kamen einige erst am Samstagnachmittag. Oli eröffnete mit seiner Rede wie immer den Lehrgang, doch schon zu Beginn wurde klargestellt, dass ihm "Hasch, Marihuana oder Gras nicht in die Tüte kommen". Zum Glück haben sich alle dran gehalten, da sonst der Bahnhof, welcher vier Räder hat und überall hinfährt, den betreffenden Teilnehmer mitgenommen hätte.

So war nach einer allgemeinen Vorstellungsrunde schon klar, dass die Woche eine Gaudi werden würde. Nicht nur, weil sich einige schon kannten, sondern auch, weil wieder neue Gesichter da waren, die mit den "alten Hasen" genug Schwachsinn produzieren würden, um die Woche unvergesslich zu machen.

Da Paddler ja meist ziemlich hungrig sind, war auch klar, dass es ohne ein kleines Mittagessen wohl kaum auf den Inn zum Vorfahren gehen könnte. Und dass Paddler meistens doch mehr als ein normaler Mensch essen, wurde auch später von den Wirten entgeistert bemerkt werden.

Doch zurück zum Vorfahren. Da ja alle auf dem Inn waren, war es klar, dass es am Ausstieg zu einem totalen Chaos kommen würde, schon alleine, weil einige Gruppen noch bei der Silzer Welle/Walze blieben, um noch etwas rumzuspielen und weil wiederum einige Gruppen ihr Ziel gar nicht erreichten. Am Abend gab es wie immer die endgültige Gruppeneinteilung sowie ein hervorragendes Abendessen, das zu genüge reichte.

Der nächste Tag begann schon damit, dass die Sonne wie verrückt strahlte, ein schöner Wasserstand war und . . . dass ein Vereinsbus beim morgendlichen Wecken von einem übereifrigen Weckdienst-Fahrer mitgenommen wurde. So viel zum Thema unvergesslich. Hoffentlich ist das kein böses Omen.

Der Tag ließ nicht darauf hinweisen. Am Vormittag wurden mehrere Stationen zum Thema Sicherheit und Bootsanhänger beladen aufgebaut mit dem Sinn, dass die Teilnehmer selbst die Boote beladen können, und die Übungsleiter das nicht immer selbst machen müssen.

Anschließend ging's in den einzelnen Gruppen auf die Bäche, wodurch der Hunger ja ungemein wuchs. Es war ja auch der erste richtige Paddeltag. Dies stellte jedoch die Küchenchefs vor eine fast unmögliche Aufgabe: für 60 Jugendliche und 18 Übungsleiter so zu kochen, dass sie satt werden. Man merkte es ihnen förmlich an.

Es sollte zum Abendessen Geschnetzeltes mit Nudeln geben. Da die erste Nudelsorte schon aufgegessen war, bevor man sich überhaupt Nachschlag holen konnte, wurden stattdessen Spaghetti aufgetischt. Da diese auch nicht reichten, ging man nach dem Reis zu Pommes über. Bei den Gastwirten kehrte langsam ein Welle der Verzweiflung ein: "Die fressen ja für 200 Mann! Das ist schier unmöglich, alle satt zu bekommen." Es hat dann aber doch geklappt.

Am Montagnachmittag, als alle wieder am Zeltplatz waren, wurden die Gruppen für die Spiele während der Woche eingeteilt, und die ersten Spiele begannen. Zum einen sollte die ganze Gruppe in einer möglichst kurzen Zeit über ein Seil springen, zum anderen sollte einer aus der Gruppe drei Schritte auf einer Slackline laufen.

Das nächste Spiel war den meisten verhasst: Welche Gruppe ist am schnellsten in kompletter Paddelmontur wieder an der Slackline? Ein paar Gruppen nahmen das Spiel ernst und waren folglich auch recht schnell. Bei anderen jedoch war die Gruppenmoral so schlecht, dass nicht jeder sich umgezogen hat.

Der Rest des Abends stand den Teilnehmern zur freien Verfügung. Am Dienstag gab es nach der Wasserarbeit einen interessanten Fotovortrag von der Uschi, eine der Jugendbildungsmaßnahmen, die mit großer Begeisterung begrüßt wurden. Leider musste die Uschi am nächsten Tag abreisen, aber dennoch wars eine schöne Zeit, und es wurden viele Bilder gemacht.

Am Mittwoch war wieder Aktionstag. Es wurde außer Radfahren und Klettern noch Rafting, Canyoning und Wandern angeboten. Während sich die einen im Gummiboot (Raft) die Imster Schlucht runtertreiben ließen und die anderen das Naturturmspringen in die Gumpen und die Naturrutschen genossen, waren die Radfahrer sportlich die Berge hinauf unterwegs, und die Wanderer schauten sich die Landschaft genüsslich an. Alles in allem hatte jeder seinen Spaß.

Am Nachmittag sollte wieder ein Teilnehmerparcours stattfinden. Die einzelnen Gruppen sollten sich in ihrer vollen Paddelausrüstung am Brunnen treffen, damit von dort aus der Parcours beginnen könnte. Dabei sollten zunächst zwei Teilnehmer von der Brücke springen (Bitte nicht falsch verstehen: Das Brückenspringen dort ist wie das Turmspringen im Freibad - es hat halt eine andere Wassertemperatur), zum Kayakausstieg von der Imster schwimmen und dort zwei im Topo Duo Wartende abklatschen, die dann zum nächsten Ausstieg paddeln sollten.

Diese sollten dort dann aussteigen und mit den anderen das Boot oben sicher ablegen. Im Anschluss daran sollten Zwei die aufgebaute Slackline komplett ablaufen. Daran anschließend mussten alle sich 15 Mal um eine Flasche drehen, über eine mit Schmierseife eingeweichte Plane laufen, drei Boote auf einen Anhänger binden. Zum Schluss musste man einen Apfel mit dem Mund aus einem Eimer fischen und komplett aufessen, doch seltsamerweise war das Wasser sehr seifig. Wieso denn bloß? (Haben da Übungsleister extra was ins Wasser getan?) Jedenfalls war diese Aktion eine der ausschlaggebendsten für den Teilnehmerwettbewerb.

Wer den Bericht von der letzten WWWoche gelesen hat, hat sicherlich Olis zehnjährige Jubiläumsfeier in Form einer Piratenshow mitbekommen. Im gleichen Stil sollte auch in diesem Jahr seine Verabschiedung stattfinden. So wurde Oli als High-Tec-Pirat mit seinem ersten Matrosen Peter Fichtner und einem GPS-Gerät auf Schatzsuche geschickt. Dabei konnten sie nicht nur ihre nassen Paddelsachen finden, sondern auch ihre Piratenausrüstung im Sinne von Schwert, Augenklappen und Mützen.

Nach der Ausrüstung sollten die beiden die Jungfrauen aus dem Turm befreien, indem sie die Fackeln der Freiheit oben entzünden. Nach Bewältigung dieser Aufgabe wurden sie auf ihre letzte Mission geschickt: ihr Schiff finden. In der Tat, wir hatten während der Woche ein beinahe

majestätisches Floss gebaut, auf dem Oli einen Teil der Imster hinuntergeschippert wurde, natürlich mit seinem ersten Matrosen, der die Crew gescheucht hat.

Die Lehrgangsteilnehmer wurden währenddessen auf der Brücke in Haiming mit angezündeten Fackeln postiert, damit sie ihrem Kapitän praktisch die letzte Ehre erweisen. Kapitän Oli ließ sich mit seinem Matrosen unter der beleuchteten Brücke hindurch treiben. Unten angekommen, wurde das Floss aus dem Fluss gehievt und auf einem Anhänger bereitgestellt. Oli und sein Matrose wurden auf diesem Anhänger dann hin und her gefahren, die Fackelträger folgten. Am Schluss wurde eine Fackelgasse für den Kapitän und seinen Matrosen gebildet, bevor sich alle im Essensbereich versammelten. Dort wurde der Oberpirat mit einem Pokal geehrt: als bester Kapitän, den wir hatten, deine BKV-Jugend.

Die Uschi hingegen hatte dem Oli einen Olilender hinterlassen: ein Kalender, bei dem je ein Monat einem Jahr von Olis Amtszeit entsprach. Dazu kamen allerlei Fotos, Notizen und Sprüche. Der Herr Vizepräsident sollte sich an alle Ereignisse in den letzten zwölf Jahren seiner Amtsperiode erinnern können. Es ist ja auch ihm zu verdanken dass es die Jugend-Ski-Woche für uns Jugendliche gibt sowie die Freestyle-Lehrgänge in Plattling und Augsburg.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der BKV-Kanujugend nochmals bei Oli für zwölf revolutionäre und tolle Jahre als Vizepräsident und Kanujugend-Kapitän bedanken. Nach diesen Feierlichkeiten stand der restliche Abend den Teilnehmern zu freien Verfügung.

Da die Übungsleiter jeden Abend eine Diskussion anfangen mussten, um sie dazu zu überreden, dass sie ins Bett gehen sollten, haben sie einem Teilnehmer gesagt: "Ich hab die Schnauze voll von dieser Diskussion - ich geh nicht ins Bett". Der Teilnehmer antwortete: "Ok, diskutieren wir über was anderes. Was hältst du von Religion?" Gebracht hat der Themenwechsel aber doch nichts, die Jugendlichen mussten trotzdem ins Bett.

Nach zwei weiteren wunderschönen Tagen beim Paddeln (mit Umwelt-, Sicherheits- und diversen anderen Schulungen) war dann schon der Abschlussabend da. Wie immer gab es die Preisverleihung der einzelnen Spielgruppen, die über die Woche verteilt versucht haben, möglichst viele Punkte zu sammeln.

Aufgrund der tollen Preise (siehe Kasten oben) - besten Dank an den Wolle nochmals für sein hervorragendes Engagement für die Preise -, war jeder über seinen Sachpreis hoch erfreut.

Anschließend war wie immer Karaoke singen angesagt, was nicht nur als Aufgabe betrachtet werden darf, sondern was zur allgemeinen Belustigung diente. Es dauerte wie immer bis weit in die Nacht hinein. Der nächste und letzte Tag diente hauptsächlich dazu, die Busse zu säubern, die eigene Ausrüstung zusammenzusuchen und das eigene Zelt abzubauen.

Dennoch war es etwas schade. Wieder verging die Zeit in dieser Woche viel zu schnell. Aber dennoch: Es wurden neue Freundschaften geschlossen, Telefonnummern und Adressen ausgetauscht, und wer weiß, vielleicht sieht man sich zwischendurch auf irgendeinem Bach beim Paddeln.

Der Oli hat in seiner Abschlussrede vor lauter Rührung sogar glatt vergessen, einen Artikelschreiber einzuteilen. Nur dank noch ein paar dort verweilender Jugendlichen, die nachgefragt haben, wer denn den Artikel schreiben muss, konnte er noch jemanden für diese Aufgabe finden.

Wie immer bleibt zu sagen: Die Woche war phänomenal, phantastisch und einzigartig. Es wird jedenfalls noch eine tolle Skiwoche über Silvester. Auf alle Fälle wünschen wir, die BKV-Jugend, dem Tim, Olis Nachfolger, viel Glück und Erfolg, und wir bedanken uns nochmals beim Oli.

Es war eine tolle Zeit, Oli!

 

Marcus Gottesbüren, Erlangen

 

Herzlichen Dank!
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Die tollen Preise für unseren Wettbewerb während der Jugend-Wildwasserwoche wurden zur Verfügung gestellt von:

 
 

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