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Tim Neupert ist neuer Chef Jugend-Verbandstag zeigt Aktivitäten auf
Burghausen. Noch nie durfte die Jugend so hohen Besuch bei ihrer Verbandssitzung begrüßen. Die Ehrengäste waren der BKV-Präsident Willi Rogler höchstpersönlich und Reiner Bruhnke, der Vorsitzende der Bayerischen Sport-Jugend. Der ist, wie sich herausstellte, ebenfalls ein Paddler und das von seiner Jugend an.
Präsident Rogler lobte ausdrücklich die gute Arbeit, die von der Bayerischen Kanujugend geleistet wird{rokbox}images/jugend/Tim_Neupert_2008.jpg{/rokbox} und das Engagement, das auch die Delegierten zeigen. Als Beispiel erwähnte er die letzten Verbandsausschusssitzung des Bayerischen Kanu-Verbandes, bei der Melanie Thilo den Vizepräsidenten Jugend vertreten hat. Rogler wollte von ihr wissen, was sie an der Tagung als positiv oder negativ empfunden hätte und erhielt eine überraschend klare Antwort: „Mit den langatmigen Berichten über vergangene Themen gewinnt man keine Funktionäre!“
Neuwahlen
Der Verbandstag stand unter dem Abschied von Vizepräsident Oliver Bungers, der nach zwölf Jahren Amtszeit das Heft der Jugend in jüngere Hände übergab. Seit einem Jahr war Tim Neupert überall mit dabei, um die wichtigsten Leute in den diversen Gremien kennen zu lernen. So konnte er sich gut in sein zukünftiges Amt einarbeiten, so dass ein nahtloser Übergang gewährleistet ist. Und Oli steht ja auch weiterhin der Jugend zur Verfügung. Wie die Ämtern aktuell besetzt sind, findet sich unter diesem Link.
In seinem Bericht zog der Bungers Bilanz über das Jahr 2008: leicht stagnierende Mitgliederzahlen in allen Altersbereichen der Kanujugend. Am deutlichsten ist dieser Trend wiederum im Bereich der jungen Erwachsenen zu erkennen. Mögliche Gründe hierfür könnten der Beruf oder die Familiengründung sein.
Vorbild
Beim Leistungssport ist im Bereich Kanurennsport zwar eine breite Basis vorhanden, aber die Konkurrenz aus anderen Bundesländern ist groß, so dass nur wenige Erfolge über die süddeutsche Ebene hinaus zu verbuchen sind.
Die Vorzeigedisziplin im Bayerischen Kanu-Verband ist nach wie vor der Kanuslalom, der - neben Augsburg - 2008 mit dem Leistungsstützpunkt in Fürth noch ein zweites Standbein im Norden bekommen hat. Der erst 22-jährige Olympiasieger Alexander Grimm ist nicht nur ein Vorzeigeathlet, er wird von den Kindern und Jugendlichen auch als Vorbild gesehen.
Breite Basis
Der Wildwasserrennsport mausert sich langsam und weist inzwischen eine kleine, aber feine Basis auf. Schwierig ist und bleibt die Situation im Kanupolo, wo lediglich zwei Vereine Nachwuchsarbeit betreiben. Auch im Rafting und beim Drachenboot fehlt zum größten Teil gezielte Nachwuchsarbeit.
Zum Abschied sorgte Jugenddelegierte Melanie Thilo dafür, dass Oliver Bungers doch noch seine "Schatzkiste" fandEine immer größere Bedeutung kommt dem Kanu-Freestyle zu, der gerade für Jugendliche immer attraktiver wird. Die breite Basis der Freestyler machte sich 2008 vor allem beim Weltcup in Augsburg bemerkbar, an dem sich auch zahlreiche bayerischer Jugendfahrer beteiligt haben. Besonders stolz ist der BKV auf Jakob Ehrl, den Shootingstar des Jahres 2008, der den Weltcup gewonnen hat.
Äußerst erfolgreich
Wie in allen Jahren war die Bayerische Kanujugend im letzten Jahr wieder äußerst aktiv. Die angebotenen Lehrgänge "Freestyle" (in Augsburg und Plattling), "Wildwasser" (in Königsdorf) und "Ski" (in Splügen) waren teilweise hoffnungslos ausgebucht. Große, wenn auch gleich sehr arbeitsintensive, aber äußerst erfolgreiche Auftritte hatte die Bayerische Kanujugend 2008 bei der CBR in München sowie beim Lernfest in Benediktbeuren (der kanu-kurier berichtete ausführlich, alles ist noch auf der Homepage nachzulesen: www.kanu-bayern.de -> Jugend).
Auch 2009 wird die Jugend wieder den Messestand des BKV auf der f.re.e (der Nachfolgemesse der CBR) gestalten und betreuen und dort die neu gewählten Jugendsportler des Jahres vorstellen: Yvonne Böwing (Kanuslalom), Melanie Gebhardt (Kanurennsport), Lisa Frait (Wildwasserrennsport), Julia Fischer (Kanupolo) und Jakob Ehrl (Kanu-Freestyle). Für den Bereich Kanu-Freizeitsport werden noch Bewerbungen erwartet.
Neue Wege
Die Bezirksjugendwarte berichteten teilweise über sehr erfolgreiche Lehrgänge. Andere wiederum mussten mangels Teilnehmern ausfallen. Man will die Flinte jedoch nicht ins Korn werfen. Im Gegenteil: Alte und neu gewählte Jugenddelegierte wollen 2009 sogar noch weitere Lehrgänge ausschreiben. Neue Wege wollen auch die Jugenddelegierten aus München gehen: Sie wollen die Jugend der Vereine näher zusammenbringen.
{rokbox}images/jugend/Schatzkiste.jpg{/rokbox}Bei den Neuwahlen stimmte das Gremium einstimmig für Tim Neupert als 1. Vorsitzenden der Bayerischen Kanujugend (er wird erst dann Vizepräsident Jugend, wenn der Bayerische Kanutag im März 2009 ihn in seinem Amt bestätigt). Des Weiteren wurden Christopher Kurtzius aus Coburg als Beisitzer sowie Sascha Pretzl und Christoph Waldecker als Kassenprüfer gewählt. Zur neuen Referentin Öffentlichkeitsarbeit wurde Melanie Thilo ernannt. Für Webdesign ist ab sofort Uli Brunner zuständig. Fabian Fraundorfer ist jetzt Referent für die Jugendskiwoche.
Neuer Chef
Der 22-jährige, neu gewählte Jugend-Chef Tim Neupert fasste die Begründung für seine Kandidatur in drei Punkten zusammen: 1. Die Jugendarbeit macht ihm Spaß – er freut sich über die Erfolge, die die Jugendlichen erreichen. 2. Er will das hohe Niveau der Jugendarbeit im Bayerischen Kanu-Verband halten und möglichst noch steigern. Ideen für neue Projekte sind bereits vorhanden. 3. Er will etwas bewegen und setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit den Delegierten und die Mitarbeit der Bayerischen Kanujugend.
Neupert gab die Gewinner des Wanderfahrerjugendwettbewerbs bekannt, den die Bayerische Kanujugend 2008 zum ersten Mal ausgeschrieben hatte: Einen Gutschein in Höhe von je 50,- Euro erhalten Anja Sell vom KC Straubing und Michael Heiduk vom SV Wacker-Burghausen. Simon Breu aus Cham und Corinna Schwarz vom SV Coburg haben ein kanu-kurier-Abo für die Dauer eines Jahres gewonnen.
Damit wurden nicht die schnellsten Schüler und Jugendlichen geehrt oder diejenigen mit den meisten Kilometern, sondern die, die dem Mittelwert am Nächsten kommen. Denn Ziel ist es nicht, eine Elite zu schaffen, sondern eine höhere Beteiligung am Wanderfahrerwettbewerb zu erreichen.
Melanie Thilo |