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Juhu in Frankreich

 

GruppenfotoFrankreich - ein Land mit einer Sprache, die man kaum versteht, viel Käse, Rotwein, Baguettes und, nicht zu vergessen: mit sehr kalten Gebirgsflüssen! Dorthin führte die Reise für 30 Deutsche, die sich mit 16 Franzosen eine schöne Woche in Bourg St. Maurice machten.

Schon am Freitag versammelten sich fast alle deutschen Teilnehmer in München (im Bootshaus des MTV), um abends gemeinsam Nudeln mit Pesto zu essen und dort mehr oder weniger bequem zu übernachten, am nächsten Morgen mit versammelter Mannschaft schon früh bei Regen die Hänger zu laden und die Busse vollzustopfen. Und schon ging die zehn Stunden lange Fahrt los.

Obligatorisch

HängerMehrere Zwischenstopps und überteuerte Cheeseburger später kamen wir endlich in der Jugendherberge an. Schnell das Gepäck in die Zimmer schmeißen und dann ab zum Abendessen, wo die Franzosen schon auf uns warteten. Die obligatorische Vorstellungsrunde mit Selbsteinschätzung durfte natürlich nicht fehlen.

Sonntagmorgen nach dem Frühstück gab’s erst einmal eine Sicherheitsschulung. In Gruppen (deutsch/französisch) wurden Stationen, wie Hängerladen, Wurfsackwerfen, Ausrüstung und Sicherheit am Wasser, durchlaufen. Gestärkt von den Lunchpaketen ging’s dann endlich Richtung Wasser.

Wörterdomino

Heute paddelten alle vorher nach Können eingeteilten Gruppen die Isère von der Slalomstrecke in Bourg St. Maurice bis nach Bellentre. Was für viele langweilig war, war für andere schon ein kleines Abenteuer, das aber schließlich alle gut überstanden haben.Slalomstrecke

Am nächsten Tag ging’s nach der Sprachanimation, die aus dt./franz. Wörterdomino bestand, wieder auf die Isère, wobei mehrere Gruppen weiter als am Sonntag gefahren sind. Dieser Tag stand unter dem Thema „Erste Hilfe“. In zwei Gruppen wurde die stabile Seitenlage für die Jüngeren und Notruf absetzen für die Älteren geübt.

Aktionstag

Der JungfernsprungAm Dienstag, dem dritten Paddeltag, befuhren die meisten Gruppen wieder die Strecken vom Montag. Bei der Umweltschulung am Abend musste man in Kleingruppen ökologische Aspekte beim Paddeln bearbeiten.

Der Aktionstag stand vor der Tür, und bekanntlich passiert an diesem Tag am meisten. Davon machten wir natürlich keine Ausnahme. Während beim Raften und Hydrospeed in der Schlucht außer einem Autoschlüssel beim falschen Mann und beim Wandern und im Klettergarten nichts passierte, war der Ausflug ins Schwimmbad mit Trampolin nebenan schon „erfolgreicher“.

Den Rest gegeben

Die Trampoline fanden regen Anklang und schwups war ein Fuß umgeknickt. Im Krankenhaus wurde aber außer einem weißen Fleck auf dem Röntgenbild nichts festgestellt. Kaum auf dem Parkplatz der Herberge, musste schon der nächste verarztet werden. Aber auch ein in der Herberge gebliebener Übungsleiter war fleißig gewesen und hatte sich beim Waveboard fahren den Rest gegeben.Verletzter Übungsleiter

Damit reichte es aber mit Verletzungen, und es ging zur Gaudi-Rallye, bei der in Sechsergruppen (3 dt./3 fr.) Geschicklichkeit, Ausdauer, Ideenreichtum und Sprachkenntnis gefragt waren.

Todesängste

Der nächste Tag stand ganz im Sinne von Auto fahren. Erst ging’s mit versammelter Mannschaft zur Hawaii sur Rhône nach Lyon, wo erst einmal Erste Hilfe an einem lebensmüden Franzosen geleistet wurde. OK – ein Nordafrikaner hatte die Kraft des Wassers unterschätzt, als er ein Goldkettchen aus den Fluten retten wollte, und wurde abgetrieben.

Gegen die Strömung konnte er sich natürlich nicht ins Kehrwasser schwimmen, und bis er an der aufgeschwemmten Insel mitten im Fluss Boden unter die Füße bekam, muss er schon Todesängste ausgestanden haben. Markus Gottesbüren hatte zwischenzeitlich schon ein Boot geholt, um ihn rauszuziehen. Jetzt hatten wir alle Mühen, den Verängstigten dazu zu überreden, sich von uns mit Schwimmweste und Wurfsack ans rettende Ufer ziehen zu lassen.

Michelin-Männchen

AktionstagWährend die eine Hälfte noch an der Welle blieb, ging’s für die anderen zum WW-Kanal in Sault Brenaz, der nicht nur befahren, sondern auch bei herrlichem Wetter durchschwommen wurde. Und weil sich alle verbessert haben, wurde am letzten Tag - für jede Gruppe unterschiedlich - etwas Schwereres gefahren, und zwar den Doron de Bozel und die Isèreschlucht (mit Brückenspringen).

Dann war es schon Zeit für den Abschlussabend. Bei verschiedenen Sprachspielen und wunderschönem Gesang wurde viel gelacht, aber am meisten Gelächter erhielten die Michelin-Männchen. Dabei musste einer aus der Gruppe in fünf Minuten so viele Kleidungsstücke wie nur möglich anziehen, die anschließend beim Ausziehen vor der Gruppe gezählt wurden und noch in die Bewertung der Gaudi-Rallye einflossen. Bei der Siegerehrung wurden die Gewinner mit Peli-Cases, T-Shirts und Süßigkeiten belohnt.

Wert gewesen

Wenige Stunden Schlaf später wurden noch vor dem Frühstück die Autos beladen und die Zimmer aufgeräumt, bevor es nach dem letzten leckeren Frühstück zur Abschlussbesprechung ging, bei der wir uns von den Franzosen verabschiedeten und immer noch ein Boot und ein i-Pod vermissten (und danach teilweise sehr müde in die Autos stiegen).Heimfahrt

Fazit: 12.000 km von fünf Autos, wobei ein Anhänger nur 2700 schaffte, nahmen wir für diese Woche mit Vergnügen in Kauf. Das ist es auf jeden Fall Wert gewesen! Auch wenn die zwei mühevoll rasierten Glatzen nicht hätten sein müssen.

Kerstin Mayer & Tobias Zanker / Redaktion


Fotos von Fabi

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Geschrieben von: Ulrich Brunner am Montag, den 28. November 2011 um 09:50 Uhr   
 
 

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