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BKV präsentiert sich als kompetenter Ansprechpartner

Vorstellungsbesuch und Gedankenaustausch im Ministerium für Umwelt und Gesundheit

BKV_im_LebensministeriumDer neue BKV-Präsident Oliver Bungers, sowie Rolf Renner, Referent für Oberbayern und Eugen Schuhmann vom Ressort Umwelt und Gewässer (UuG) warteten schon lange voller Erwartung auf diesen Termin. Geht es doch darum abzuklopfen wie die Einstellung, im für uns doch immer wieder zuständigen Ministerium, gegenüber dem Kanusport ist. Wobei sich Frau Staatssekretärin Melanie Huml bereits beim Bayerischen Kanutag in Passau aus kanusportlicher Sicht einen „Namen machte“. Am Wochenende vor unserem Termin im Ministerium hat sie gar bei „Sauwetter „ das Ausbildungs­training der Bamberger Kanuten am Hufeisenwehr beobachtet und dort ihre Hilfe für einen Ersatz­trainingsort angeboten.

So schälte sich im Ministerium schnell heraus, dass die Interessen des BKV und die des Ministeriums nicht weit aus­

einander liegen. Huml bemerkte zwar, dass man oft um Regelungen nicht herumkommen wird. Es steht aber nicht nur die Natur unter dem Schutz des Ministeriums sondern es gilt auch das Recht auf freien Zutritt zur Natur zu schützen, so die Aussagen der Mitarbeiter Huml`s.

Gezielt wurde durch Frau Staatssekretärin Huml nachgefragt ob wir von den Landratsämtern bei anstehenden Problemen immer beteiligt werden. Im Negativfall sicherte sie uns hier ihre Unterstützung zu.

Konkret wurden folgende Themenfelder im weiteren Gesprächsverlauf behandelt:

Bayer. Wassergesetz

Am Bayerischen Wassergesetz wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern.

Gemeingebrauch

Rolf Renne r wies daraufhin, dass die Regelungen des Gemeingebrauchs in Teilbereichen nicht mehr zeitgemäß seien. Auch hier wurde uns eine mittelfristige Überprüfung zugesagt. Was den oft nicht vorhandenen Uferrandstreifen betrifft informierte man uns, dass Bayern versuche über Motivation zu erreichen, dass die Landwirte diese Uferstreifen künftig freihalten bzw. entlang den Flüssen Grünflächen schaffen - Schaun mer mal.

Große Birke

Ein großes Anliegen des BKV ist es, dass die Große Birke bzw. der Naturcampingplatz auf der Insel unregelmäßig durch ein motorisiertes Versorgungsboot angefahren werden darf. Dies dann, wenn Gruppen von behinderten Menschen sich auf der Insel befinden. Hier wurde uns von Huml und ihren Mitarbeitern erklärt, dass sie keine Hinderungsgründe sehen. Sie werden sich mit dem LRA Garmisch-Partenkirchen in Verbindung setzen.

Schwarzer Regen

Wir informierten Frau Staatssekretärin Huml über die bevorstehende Ressorttagung mit dem Themenschwerpunkt Verordnung (VO) Schwarzer Regen. Erstaunt war sie darüber, dass bislang keine Antwort auf unsere Einladungs­schreiben an die vier örtlichen Fischereivereine zu erhalten war. Sie sicherte uns auch bei dieser Arbeit zu, dass wir mit ihrer Unterstützung rechnen können. Sollten die Einladungen tatsächlich nicht angenommen und die Tagung somit nicht konstruktiv verlaufen können sei sie gerne bereit zum nächsten Treffen persönlich einzuladen. Huml und ihre Mitarbeiter sicherten uns konkret ihre Unterstützung bei der Gründung einer Allianz „Schwarzer Regen“ zu. Wir als Vertreter des BKV hoben im Rahmen dieses Gespräches hervor, dass wir (der BKV) die einzigen sind, die versuchen alle, selbst unser Gegenüber, an einen Tisch zu holen. Unserer Meinung nach präsentierten wir uns gegenüber Frau Huml und ihren Mitarbeiter aus den Arbeitsgebieten Umweltschutz und Wasserrecht als der einzige kompetente Ansprech­partner in Sachen Naturschutz und Wassersport, welcher versucht ganzheitlich vorzugehen.

Salzach

Weitere aktuelle Besprechungspunkte waren die Salzach und Eger. Die Informationen hierzu besagen, dass die Bayerische Staatsregierung plant insgesamt die Energiegewinnung von 15 auf 17 % zu erhöhen. Dies mag im ersten Moment als gering erscheinen, entspricht jedoch einer Steigerung von über 10 Prozent. Es seien bislang keine neuen Wasserkraftwerke geplant. Es sollen künftig überhaupt keine klassischen Stauwehre gebaut werden. Die vorhandenen Stauanlagen sollen durch Optimierungsmaßnahmen zu einer erhöhten Leistung führen. Hierzu gäbe es im Wasserrecht klare Vorgaben wie ausreichende Restwassermenge, Durchgängigkeit und für Kanufahrer befahrbare Rampen. Sollten neue Anlagen entstehen dann nur mit strengen Anforderungen an die Ökologie. An der Salzach konkret gäbe es zurzeit zwei Spannungsfelder. Zwei Landratsämter fordern den Bau von Wasserkraftwerken. Sollte es hierzu kommen, dann nur mit Rampen, Fischtreppen und Bootsgassen. Der Charakter des alpinen Flusses sollte erhalten bleiben.

Eger

Ein letzter Gesprächspunkt war ein grenzüberschreitender Paddel-Wander-Weg-Eger. Dieser wird momentan durch ein Naturschutzgebiet auf der deutschen Seite und ein Betretungsverbot an einer Wehranlage erschwert. Auch hier sicherte die Staatssekretärin ihre Unterstützung zu.

 

Abschließend durften wir feststellen, dass wir im Ministerium zurzeit offensichtlich auf offene Ohren stoßen und Anerkennung als kompetenter Gesprächspartner finden.

Der Artikel mit Bild hier als pdf

Geschrieben von: Ressort UuG am Samstag, den 05. November 2011 um 21:57 Uhr   
 
 

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