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Tausende demonstrieren gegen Donau-Ausbau
Niederalteich. „Ich habe Freude über Ihre Ausdauer, dafür zu kämpfen, was uns Menschen nutzt", mit diesen Worten dankte der Niederalteicher Alt-Abt Emanuel Jungclaussen den über 2.500 Teilnehmern am Donau-Fest für ihr Kommen.
Michael Schmidt, Vizepräsident des Bayerischen Kanu-Verbandes (BKV), war nicht ohne Grund Stolz darauf, dass 130 Kanuten in 70 Booten dem Aufruf zur Wanderfahrt zum Donau-Fest gefolgt sind: „Wir wollen protestieren gegen das, was gegen die Natur geschehen soll. Ihr könnt immer mit uns Kanuten rechnen, wenn es um den Erhalt unserer Donau geht."
Der Bundesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Michael Ziesak, fragte, ob wir das Mantra von Wirtschaftswachstum und Verkehrsausbau immer noch glauben wollen. „Wenn wir zwischen Straubing und Vilshofen meinen, einen Engpass zu beseitigen," so Ziesak, „dann haben wir die nächsten Engpässe in der Wachau, in Hainburg und auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal."
„Wir kämpfen, um Schaden von der Natur, der Donau und von uns selbst abzuhalten", so Dr. Christian Stierstorfer vom Landesbund für Vogelschutz. „Wir wollen kein Donau 21, aber wenn es so weit kommt, müssen wir den Fluss so verteidigen, wie die Zehntausende in Wackersdorf".
Betont und gewohnt kämpferisch gab sich Hubert Weigert, Vorsitzender des Bundes Naturschutz: „Es geht nicht um die Schifffahrt, sondern um die Profite der Großbauindustrie!" Denn die Baulobby, so Weigert weiter, hebele den Bundestagsbeschluss aus, der sich gegen den Donauausbau stellt. Jetzt werde das Gegenteil gemacht, und jetzt befänden wir uns bereits im Planfeststellungsverfahren. „Ich sage es Euch ganz klar: Wir werden von denen verarscht, die Interesse daran haben, den Fluss zu verbauen und die am Stau verdienen. Das ist das Obrigkeitsdenken des 19. Jahrhunderts. Es geht ja nicht um die Erträge der RMD (Rhein-Main-Donau AG), sondern um die Verwendung unserer Steuergelder."
Weigert weiter: „Die Wasser- und Schifffahrtsämter müssen zu Wiedergutmachungsbehörden für unsere geschundenen Flüsse werden, und der RMD ist das Handwerk zu legen!" Der BUND-Vorsitzende forderte: „Keine Stimme für Abgeordnete, die sich für den Ausbau der Donau einsetzen!"
Er schloss seine Rede mit der Vision eines Welt-Kulturerbes auf einer Länge von 70 Kilometern, das den Bereich der Isar-Mündung mit einschließt. „Es geht uns um den Erhalt der Schöpfung, die wir nur einmal haben."
Text: Werner Götz - Fotos: Eugen Schuhmann

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