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Urlaub inklusive Kanufahrt und Abkühlung in der Salza
Wildalpen. Die Sonne strahlt vom Himmel herab, das Wasser hat erfrischende 15 Grad, und die Ansicht einer wunderschönen Schlucht versüßt einem den Tag. Auf dem Campingplatz wartet eine schöne grüne Wiese, auf der abends gegrillt wird. Der Traum eines jeden Paddlers. Aber leider nur ein Traum!
Stattdessen begrüßten uns beim BKV-Wildwasser-Erwachsenenkurs in Wildalpen Regen, ein nasse Wiese, Kälte und viele, viele Wolken. Trotz alledem begann der Kurs mit einer guten Stimmung und ausnahmsweise ohne Regen. Bei der Gruppeneinteilung versuchten sich einige als Anfänger auszugeben, was ihnen gnadenlos misslang. Auch das Klammern an Bekannten half wenig.
Keine Freiwilligen
Bernd Sachs - unser Kursleiter - trennte bereits gebildete Grüppchen ohne Wenn und Aber. Dann ging es schnell in die noch trockenen Neos und auf die Salza. Vier Gruppen widmeten sich dem gemütlicheren Teil, zwei Gruppen bildeten die Fortgeschrittenen. Abends auf dem Campingplatz bekamen wir von Jockel eine Einweisung über die sichere Ausrüstung, die eine Wasserratte - wie wir es hoffentlich alle sind - immer in ihrer Nähe haben sollte.
Die Wartezeit beim Umsetzen der Autos ging am Freitag wie im Flug vorbei. Bernd weihte uns in das so genannte Hipp-Hopp-Spiel ein, wobei manche Probleme mit der Koordination von links und rechts bekamen. Während der Fahrt zum Campingplatz Wildalpen hieß das Programm Kehrwasser fahren vorwärts und rückwärts, verschiedene Paddelschläge lernen und Springersicherungen in der Theorie. Für die Praxis im kalten Wasser fanden sich an diesem Tage keine Freiwilligen.
Nass!
In Wildalpen war die Europameisterschaft im Rafting anzusehen. Am Abend gab es von Susi einen kleinen Erste-Hilfe-Kurs. Die meisten warteten schon sehnsüchtig auf das bestellte Grillgut. Der restliche Abend verlief lustig und vor allen Dingen nass! Trockene Füße und Schuhe wurden immer begehrter. Unter dem Dach der Hütte konnte man dem Regen und vor allen Dingen der nassen Wiese entfliehen.
Der nächste Morgen begann wieder feuchtfröhlich mit - was ein Wunder - Regen und: nicht trocknen wollenden Neoprenanzügen. Bei den Anfängern war eine entspannte, dafür jedoch lange Strecke angesagt. Ein Wurfsackstaffellauf und ein Schwimmwestentest der Springerfunktion beschäftigten uns beim Warten. Bei der Fahrt nach Weichselboden genossen wir die schöne Landschaft der Klausschlucht. Wir waren uns sicher, mit Sonnenschein und ohne Wolken würde die Schlucht noch entspannender wirken.
Gerettet
Die Fortgeschrittenen-Gruppe fuhr wie am Vortag Fachwerk bis Erzhalden. Dabei wurde jedem Teilnehmer ein Luftballon an die Bootsspitze gebunden. Die zwei Gruppen der Übungsleiter Simon und Moritz rauften darum, wer den letzten Luftballon auf dem Boot behält. Natürlich gewann die Gruppe von Moritz.
Schließlich attackierten Simon seine eigenen Kursteilnehmer. Sie hatten ihn mit dem Boot an der Seite getroffen. Auch Bernd opferte als Übungsleiter seine ganze Energie. Er warf sich voller Mut in die Wellen und wurde erfolgreich von seiner Gruppe gerettet.
Da wir am Nachmittag bei 6 Grad Celsius am Campingplatz Brunn ankamen, sehnten sich alle nach einem abendlichen Besuch im Wirtshaus. Dort gab es wie immer leckeres Essen, die Europäischen Paddelpässe und vor allen Dingen einen warmen und trockenen Raum.
Der krönende Abschluss
Am nächsten Morgen teilte uns Bernd mit, dass er aufgrund der anhaltenden kalten und nassen Wetterlage Verständnis dafür hätte, wenn einige nicht mehr Kajak fahren möchten. Er wünschte sich von uns ein Feedback, in dem auch Verbesserungsvorschläge enthalten sein können. Wir alle konnten nur sagen, dass es ein sehr schöner Kurs war - Bernd konnte ja auch nichts für den Regen.
Einige Mutige trauten sich auch noch bei 5 Grad C auf das Wasser. Allerdings fuhren wir nur eine kurze Strecke von zwei Kilometern. Die Flussfahrt wurde bei diesen eisigen Temperaturen und dem stark angestiegenen Wasserstand zum Marathon. Die Autos wurden sofort bepackt und alle Teilnehmer quetschten sich hinein, um schnell zurück zum Campingplatz zu kommen.
Ein Abholfahrer konnte nicht glauben, dass wir bereits wieder da waren, wo er doch erst gerade losfahren wollte. Das überraschte und ungläubige Gesicht war der krönende Abschluss des Wochenendes.
Doreen Bender
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