Das Archiv des BKV braucht die Unterstützung der Kanuvereine!

Verein Bayerische Kanugeschichte

 

der Verein Bayerische Kanugeschichte (VBK) immer wieder mit Artikeln im kanu-kurier auf sich aufmerksam. Im Untertitel seines Namens wird der Zweck des Vereins klar: Das Archiv des Bayerischen Kanu-Verbandes.
Doch füllt sich so ein Archiv, so eine Sammlung nicht von alleine. Es bedarf der Unterstützung derer, deren Tun und Streben dort festgehalten, ja dokumentiert werden soll.

Bedeutung im Verband

Die dringende Notwendigkeit eines Archivs zeigte sich besonders deutlich, als das Organisationsteam des Jubiläumskanutags 1999 Material für seine Chronik und die Ausstellung „75 Jahre Bayerischer Kanu-Verband“ sammelte. Viele wertvolle Dokumente waren zu diesem Zeitpunkt bereits für immer verloren und das mühselig Zusammengetragene musste wieder zerstreut werden.

So wurde die Einrichtung eines Archivs beim Kanutag 2001 einstimmig vom Verbandsausschuss beschlossen. Man wollte dafür jedoch bewusst kein besonderes Ressort einrichten, sondern gründete im Jahr 2005 einen eigenen Verein: den Verein Bayerische Kanugeschichte e.V.. Um dessen Bedeutung für den Verband zu demonstrieren, ist in der VBK-Satzung festgelegt, dass der 1. Vorsitzende kraft seines Amtes der jeweils amtierende Präsident des BKV ist. Der Verein ist somit ein Teil des Bayerischen Kanu-Verbandes.

Die Funktionäre des VBK haben zwischenzeitlich ein Archiv in München aufgebaut. Es stellt sich heute schon als eine recht umfangreiche Sammlung unterschiedlichster Zeugnisse aus der Geschichte des Kanusports dar. Das Ganze ist nicht wahllos irgendwo aufeinander gehäuft, sondern säuberlich dokumentiert und so fachgerecht wie möglich in einem ordentlichen, großen Raum aufbewahrt. Dieses Archiv kann sich sehen lassen, und der Archivar und Geschäftsführer Herbert Knoll freut sich über jeden Besuch.

Vergangenheit als Kulturgut

Der VBK hat sich das Sammeln und Archivieren von Zeugnissen der Kanugeschichte, vorrangig aus dem bayerischen Raum, zur Aufgabe gemacht. Das klingt jedoch einfacher als es ist. Viele Zeitgenossen haben kein Interesse an Vergangenem, Geschichte berührt sie wenig.

Auch im Bereich des Sports gibt es hierfür oft wenig Verständnis. Doch gewinnt der Sport immer mehr Bedeutung in unserem Leben, in unserer Kultur. Deshalb sollte auch seine Vergangenheit als Kulturgut bewahrt werden - und diese Vergangenheit sollte dokumentiert sein. Vor Jubiläen rasch verfasste Chroniken genügen nicht!

Aus verständlichen Gründen ist die Sammlung noch recht „verbandslastig“. Dies ist leicht zu erklären: Der Zugriff auf Verbandsunterlagen ist relativ einfach, zumeist sind diese ja weit gestreut. Daneben war die Ablage der BKV-Geschäftstelle für den Verein eine wahre Fundgrube. So befinden sich z. B. ausnahmslos alle Ausgaben des kanu-kuriers im Archiv, mit der Nummer 1 vom Mai 1986 beginnend.

Vereinschroniken gesucht

Jedoch kommt aus den Mitgliedsvereinen des BKV praktisch so gut wie nichts. Dabei wird doch auch und gerade bei den Vereinen Kanugeschichte geschrieben. Darüber sollte es Zeugnisse geben, die des Aufbewahrens wert sind. Bezeichnend ist z. B. Folgendes:

31 Festschriften bzw. Chroniken von Vereinen befinden sich bisher im Bestand des Archivs - nur sechs Stück davon sind jedoch von den Vereinen selbst gekommen, den Rest haben Privatpersonen bzw. die Geschäftsstelle des BKV dem Archiv überlassen. Der VBK will deshalb alle Vereine des BKV anschreiben, um zumindest weitere Chroniken zu erhalten.

Mitgliedschaft von Vorteil

Die Gründung des Vereins Bayerische Kanugeschichte erfolgte 2005 beim Kanutag in Buchenberg durch 13 natürliche und vier juristische Personen (Kanuvereine). Die Mitgliederzahl hat sich inzwischen auf insgesamt 61 erhöht - darunter das gesamte Präsidium des BKV als Privatpersonen. 21 Mitglieder sind Vereine bzw. Bezirke (inzwischen alle BKV-Bezirke!).

Die Kanuvereine sind noch unzureichend vertreten, denn der Ausdruck „Archiv des Verbandes“ meint nicht die Organisation „Verband“, sondern den Zusammenschluss, die Gemeinschaft aller Vereine in Bayern.

Um die gestellten Aufgaben auch künftig voll erfüllen zu können, wäre eine größere Mitgliederzahl im VBK sehr vorteilhaft. Das hierdurch bekundete Interesse aus dem Kreis der organisierten Kanuten würde sich zudem sehr positiv auf die Arbeit im VBK auswirken. Der äußerst geringe Beitrag (20 € für natürliche und 30 € für juristische Personen = Vereine) sollte eigentlich kein Hinderungsgrund sein.

Übrigens hat eine Mitgliedschaft im Verein Bayerische Kanugeschichte auch für die Vereine einen reellen Vorteil: Sie können bei Bedarf Exponate aus dem Archiv für ihre eigenen Ausstellungen ausleihen – oder z. B. bei fehlender Aufbewahrungsmöglichkeit – dem Archiv Dokumente sowie Erinnerungsstücke (z. B. Pokale, Medaillen) leihweise zur Verfügung stellen.

Ansprechpartner:
Herbert Knoll, Großbeerenstraße 4a, 80992 München, Tel. (0 89) 1 49 18 50, E-Mail:
Infos unter www.kanugeschichte-bayern.de

Redaktion

Geschrieben von: Uschi Zimmermann am Samstag, den 10. Dezember 2011 um 17:42 Uhr