|
Der Kanusport ist vom Wasser abhängig. Wenn es nicht regnet, führen einige Flüsse zu wenig Wasser, um darauf paddeln zu können. Aber regnet es zu viel ... Dann kann es passieren, dass auch ein Weltcup im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt, in diesem Fall in die übergelaufene Isar.
Petrus hatte nicht danach gefragt, ob die Paddler aus der ganzen Welt nach Plattling angereist waren und nun vor dem Nichts standen – und er hatte sich auch nicht darum geschert, dass der Deutsche und Bayerische Kanu-Verband an gerade jenem Wochenende mit dem Weltcup 2010 mit der Generalprobe für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr sehen wollten, wo es noch hakt.
Es half alles nichts: Außer Spesen (fast) nichts gewesen! Die Isar füllte nicht nur das Flussbett, sondern auch das ganze Land von Damm zu Damm in der vollen Breite. Die in Kanukreisen weltberühmte Plattlinger Welle war „ertrunken“. Obwohl Freestyler auch im Kopf den Freestyle perfekt beherrschen und notfalls den auf drei Wettkampftage geplanten Weltcup auch an einem Tag durchgezogen und diesen eventuell auch noch um zwei, drei Tage verschoben hätten – das Isarwasser wollte so schnell nicht sinken. So blieb nur die große Party. Statt Kanus wurden hier nach amerikanischem Vorbild Plastikbullen geritten. Der frühere Name dieses Sports, Kanu-Rodeo, kam so als Trockenkurs wieder zum Einsatz ... |
|
Geschrieben von: Uschi Zimmermann am Sonntag, den 13. Juni 2010 um 17:35 Uhr
|