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2. Münchner Freestyle-Meisterschaft
Offensichtlich ist die erste Münchner Freestyle-Meisterschaft 2009 - wie erhofft - keine Eintagsfliege geblieben, sondern hat sich, evolutionstechnisch gesehen, zu einer bisher unbekannten Spezies, der Zweitagsfliege, weiterentwickelt.
Jetzt zeigte sie sich erstmals der Öffentlichkeit in Form der 2. Münchner Freestyle-Meisterschaft. Als Draufgabe gab es außerdem noch die Ausrichtung der Bayerischen Meisterschaft.
Dieses Jahr konnten die Veranstalter bereits im Vorfeld 57 Anmeldungen verbuchen, von denen auch tatsächlich fast alle Freestyler in der Theo-Bock-Walze ihr Können zeigten. Kurzfristig kamen natü0rlich noch ein paar Nachmeldungen dazu, sodass die Teilnehmerzahl der Premiere im Vorjahr dieses Jahr mit 63 Startern locker übertroffen wurde. Das erprobte und improvisationserfahrene Veranstalter/innen-Team um Julian Mihé, Andi und Volker Strüwing, Anja Seidel, Frederik Völkl, Thimo Colditz und Matthias Breuel hatte nach den Lehrstunden im Vorjahr alles im Griff, so dass von den Anmeldungen und der Startnummernausgabe bis hin zu Urkunden und Ergebnislisten (fast) alles wie geplant funktionierte. Am Vormittag konnte sogar der Zeitplan weitgehend eingehalten werden ...
Dieser war eng gestrickt, da für die Münchner Freestyle-Meisterschaft, bedingt durch andere Veranstaltungen, nur ein Tag zur Verfügung stand, an dem zwölf Startgruppen in den Vorläufen, vier im Halbfinale und sechs im Finale plus Fun-Race und Brotzeit untergebracht werden wollten. Besonders groß war die Konkurrenz bei den Junioren von 16 bis 18 Jahren und bei den Herren. Während bei Ersteren Heiko Stiebing vom Freestyle-Team Baden von den Vorläufen bis hin zum Finale stets souverän Platz 1 belegte, wechselte die Führung bei den Herren mehrfach. Am Ende hatte Martin Koll aus Augsburg die Nase vorn und gewann knapp vor Marcel Bloder aus Graz.
Sensationell gut besetzt war mit zehn Teilnehmerinnen (fast alle vom Team Baden) die Klasse der Juniorinnen bis 18 Jahre, in der Junioren-Europameisterin Sandrina Hornhardt nichts anbrennen ließ und sich mit großem Vorsprung den Sieg sicherte. Bei den Damen flog Anne Hübner allen anderen mit viel Air davon, im C1 setzte sich Philipp Hitzigrath aus Ulm etwas knapper gegen seine Mitstreiter durch.
Für Abwechslung zu Loops und Co. sorgte auch dieses Jahr wieder ein Fun-Race (weniger neudeutsch: Gaudirennen), beim dem es wieder galt, sich nach dem Massenstart eine im Kehrwasser treibende Badeente zu schnappen, um einen der Preise zu ergattern. Neben Badeenten gab es auch Wasserbälle zu erobern, die noch attraktivere Preise versprachen. Wer zu schnell war, musste hingegen wieder mit etwas anderen Gewinnen vorlieb nehmen, unter anderem einer frischen Ananas, die Matthias Stöckl gewann, oder einem Sack Kaktuserde, den sich Philipp Hitzigrath sicherte. Das klingt nach Chaostheorie, und genauso war es auch. Der Kanal kochte, die Zuschauer waren aus dem Häuschen, und nicht wenige Paddler schwammen mit ihren Booten um die Wette.
Last but not least dürfen natürlich die Bayerischen Meister nicht unerwähnt bleiben. Bei den Herren führte kein Weg an Martin Koll (AKV Augsburg) vorbei, die Damenwertung ging an Sandra Sebelin vom TV Passau. Bei den Junioren sicherte sich Daniel Kazemi (MTV München) nach fulminanter Aufholjagd den Titel vor Janosch Plathner (ESV München), bei den Juniorinnen ging der Bayerische Meistertitel an Lena Grüb vom DTKC München, im C1 an Fabian Krummreich (Augsburg).
Das Organisationsteam bedankt sich bei allen Teilnehmern fürs Kommen, bei den Judges, Schreibern und Helfern für ihre Unterstützung (Danke Ingrid, Hewo, Annett, Uschi, Inge, Anja ...), bei den Sponsoren Kober, Wildmountain, Fluid und Teva für die Preise und bei der Stadt München für die Möglichkeit, diese Veranstaltung durchzuführen.
Die Ergebnisse im Detail auf http://freestyle.voric.com/.
Anja Seidel + Matthias Breuel Fotos: M. Breuel
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