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Plätze 1 bis 3 an Bayern
Plattling. Deutsche Meisterschaft im Kanu-Freestyle mit Qualifikation für die Weltmeisterschaft – und wieder einmal zeigte die Isar, dass man die Rechnung nicht ohne den Wirt machen sollte.
Sie hatte im letzten Jahr schon mit Hochwasser die Vor-Weltmeisterschaft verhindert. Auch diesmal sprach sie bei der Vergabe der Titel ein Wörtchen mit und meinte es nicht mit jedem schlecht: Im K1 Herren standen drei Paddler aus Bayern auf dem Treppchen.
Es war eine Mammutveranstaltung: rund 90 Teilnehmer, davon etwa 35 aus dem Jugend-/Juniorenbereich, und Wettkämpfe bis abends um 18.30 Uhr. Die Sieger konnten erst um 19 Uhr geehrt werden. Die Vorläufe fanden bei einem angemessenen Pegelstand über 150 cm statt und wurden im Session-Format ausgetragen, bei dem jeder Teilnehmer zweimal 45 Sekunden Zeit hat. Zudem fahren fünf Paddler zehn Minuten lang wie im Rundlauf und können so ca. sechs Mal in die Welle fahren.
Alle Vorlaufergebnisse waren wesentlich höher als die Semifinals, die bei einem Pegel um die 141 bis 145 cm stattfanden. Die Walze war bei dem niedrigen Pegelstand viel kleiner und hielt weniger gut. Eine Figur beim Freestyle zählt nur, wenn man sich nach der Figur auch noch in der Welle befindet, und so mancher fand sich nach seinem Loop außerhalb der Welle wieder. Außerdem hatte jeder nur zwei 45 Sekunden-Läufe im Semifinale.
Um ca. 14 Uhr fiel der Pegel rasant. Daraufhin wurde nach den Vorläufen folgende Programmänderung bekannt gegeben: Die Ergebnisse der Vorläufe gelten bei C1 und K1 Juniorinnen. OC und Squirt hatten keine Vorläufe und fuhren direkt Finale. K1 Damen, K1 Herren und K1 Junioren gingen in die Semifinals, diese gelten als Gesamtergebnisse.
So wurde Simon Strohmeier (TG München) im K1 Herren knapp von Martin Koll (AKV Augsburg) geschlagen. In den Vorläufen konnte Strohmeier als einziger über 1.000 Punkte erreichen! Seppi Strohmeier (TG München) kam auf Platz 3. Die drei Erstplatzierten waren eine Klasse für sich und lassen für die Weltmeisterschaft vom 20. bis 26. Juni an gleicher Stelle hoffen.
Im K1 Junioren stellte sich der Wasserstand dann gegen die hoffnungsvollen bayerischen Teilnehmer. Patrick Feldl hatte einen etwas verpatzten Vorlauf, und Daniel Kazemi (beide MTV München) verpasste um nicht einmal zwei Punkte den Einzug ins Halbfinale. Kazemi musste mit Platz 13 zufrieden sein, Patrick Feldl mit Rang 16 – bei immerhin 27 Teilnehmern gar kein schlechter Erfolg!
Anne Grüb (DTKC München) belegte den undankbaren 4. Platz, und da wegen des niedrigen Wasserstandes bei den Juniorinnen nur die Vorläufe gewertet wurden, verpasste auch sie das Ticket zur Teilnahme an der WM. Strahlender ‚Absahner‘ im Juniorenbereich war Helmut Wolff (genannt HeWo) vom Badischen Kanu-Verband (der andere BKV) mit seiner Jugendmannschaft.
Erstmals war für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft eine Dopingpräventionsschulung Pflicht. Rund 70 Teilnehmer mussten auf drei Schulungen aufgeteilt werden, die niemand Geringeres als BKV-Präsident Oliver Bungers persönlich hielt – alles parallel zur Deutschen Meisterschaft.
Text: Ingrid Schlott/Oliver Bungers/Redaktion Fotos: Horst Fürsattel, Oliver Bungers
DM Sieger (wie Reihenfolge) und WM Team:
K1M: Martin Koll (AKV), Simon Strohmeier (TGM), Seppi Strohmeier (TGM), Christoph Kleemann (Niederküchten), Philipp Vorbohle (Rheda-Wiedenbrück) - Ersatz: Max Münchow (Dormagen)
K1W: Anne Hübner (Bietigheim), Andrea Kaspers (Hamm), Sandrina Hornhardt (Achern) - Ersatz: Sonja Jankowfsky (Villingen)
K1JM: Michel Hasselwander (Dormagen), Marvin Gauglitz (Mannheim-Neckarau), Nils Sommer (Heidelberg) -Ersatz: Simon Gegg (Villingen)
K1JW: Anne Rist (Villingen), Julia Spaaij (Tübingen) - Ersatz: Melinda Schwarzer (Wieckede-Ruhr)
C1: Philipp Hitzigrath (Ulm), Jonas Unterberg (Dormagen), Markus Hummel (Augsburg) - Ersatz: Sören Kohnert (Rheda-Wiedenbrück)
OC: Tobias Hüther (Saarbrücken), Philipp Hitzigrath (Ulm) - Ersatz: Fabian Krummreich (Augsburg)
Squirt Men: Christoph Schuhmacher (Hohenlohe), Helmut Wolff (Villingen), Jochen Eickhoff (Hamm)
Squirt Women: Sandra Sebelin (Passau)
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