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Neuer Referent für das Kampfrichterwesen im Kanurennsport
Im Herbst 2011 wurde der Coburger Philip Herr durch das BKV-Präsidium zum neuen Referenten für Kampfrichterwesen im Kanurennsport berufen. Bereits im Alter von fünf Jahren saß er im Kajak und paddelte mit Schwimmweste, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht schwimmen konnte.
Mit 16 Jahren beendete er seine Karriere als Kanurennsportler und entschloss sich, die Prüfung für den Kampfrichterausweis abzulegen. Er war zum damaligen Zeitpunkt, wie der Kampfrichterobmann des Deutschen Kanu-Verbandes verkündete, jüngster Kampfrichter im Bayerischen Kanu-Verband. Bereits mit 17 Jahren hatte Philip seinen ersten Einsatz auf der Deutschen Kanurennsport-Meisterschaft in München und durfte dort als Starter tätig sein. Er hatte hier unter anderem Sportler der Nationalmannschaft wie Ronald Raue oder Jonas Ems am Start stehen.
Bereits im November fand der Kampfrichterlehrgang für 2011 statt, bei dem Philip Herr den Kampfrichtern als neuer Referent präsentiert wurde. Gleich zu Beginn der Übernahme des Amtes verkündete er Neuerungen in Bezug auf die zukünftigen Kampfrichterprüfungen:
Jeder Kandidat sieht sich im Selbststudium die Wettkampfbestimmungen an und nimmt an einer Kampfrichterschulung teil. Es folgt ein Prüfungsgespräch mit zwölf Fragen, von denen mindestens zehn richtig beantwortet werden müssen.
Im Praxisteil wird der Einsatz bei einer oder mehreren Regatten verlangt, während der die verschiedenen Kampfrichterstellen durchlaufen und getestet werden. Wenn die Beurteilung eines begleitenden, erfahrenen Kampfrichters positiv ausfällt, ist die Prüfung bestanden.
Jeder Prüfungsteil kann separat dreimal wiederholt werden. Wenn dann immer noch nicht bestanden ist, folgt eine zweijährige Wartezeit. Verlängerungen der Kampfrichterausweise gibt es nur nach zwei Pflichteinsätzen innerhalb von zwei Jahren und der Teilnahme an einer Schulung. Im Gegensatz zur Prüfung, wie sie bis jetzt durchgeführt wurde, soll die neue Prüfung wesentlich praxisbezogener werden.
Der neue Referent erhofft sich die tatkräftige Unterstützung aller Kampfrichter und wünscht sich, dass viele ehemalige Sportler seinem Beispiel folgen, dem Kanusport treu bleiben, eventuell eine Kampfrichterprüfung ablegen und somit den Sport weiterhin aktiv mit unterstützen.
Philip Herr |