Start Leistungssport Rennsport Aktuelles Kampfrichter brauchen Verstärkung
Kampfrichter brauchen Verstärkung

KampfrichterAuch Kampfrichter-Obfrau Barbara Herr sucht Nachfolger/in

Sie sind absolut unverzichtbar bei jeder Regatta. Sie sorgen für regelkonformen Start und dafür, dass niemand während des Rennens seine Bahn verlässt.

Sie dokumentieren die Ziel-Einläufe und stellen bei fragwürdigen Situationen die Jury: die Kampfrichter. Sie erledigen ihre Aufgaben gerne und sind ein tolles Team. Aber aus Altersgründen schrumpft die Mannschaft, und ‚Nachwuchs‘ meldet sich nur wenig. Deshalb der Aufruf: Die Kampfrichter brauchen dringend Verstärkung! Aber sie suchen auch eine/n neuen Kampfrichter-Obmann/-frau. Barbara Herr hört Ende des Jahres auf.

Klar, dass ein bisschen Aus- und dann auch Fortbildung sein muss. Schließlich sollen die Rennen ja für alle fair und gerecht ausgetragen werden – und dem Regelwerk entsprechen. Es gehört nicht zu den Aufgaben der Kampfrichter, ein Auge zuzudrücken. Auch wenn er ganz sicher Verständnis für Sportler hat, die z. B. ein wenig spät an den Start gespurtet kommen, weil sie gerade erst ein anderes Rennen beendet hatten und unter Zeitdruck auch noch Boot und Startnummer wechseln mussten. Zumindest bei ‚kleinen‘ Regatten ist das öfter mal der Fall.

Und wenn ein Kampfrichter den Start so lange hinauszögert und immer wieder zurückpaddeln und neu einfahren lässt, bis wirklich alle Sportler auf einer Linie sind – dann wird jeder zugeben müssen, dass damit letztendlich für alle gleiche Wettkampfbedingungen geschaffen werden. Die Rennfahrer profitieren davon, für die Starter bedeutet das oft ‚Nervenkrieg‘ – aber sie nehmen das in der Regel mit Humor.

‚Lohn‘ gibt es dafür nicht direkt. Höchstens ein kleines ‚Bonbon‘: Die Kampfrichter werden von den gastgebenden Vereinen immer gut umsorgt und verpflegt – selbstverständlich kostenlos. Aber auch der Zusammenhalt ist eine Art Belohnung, und die Freundschaften, die durch dieses Ehrenamt entstehen.

Wer einen Kampfrichter-Ausweis erworben hat (die Prüfung kann jeder schaffen!), darf sich aussuchen, bei welchen Regatten und mit welcher Aufgabe er zum Einsatz kommen möchte (der KaRi steht nicht rund um die Uhr im Dienst). Selbstverständlich werden noch unerfahrene Kampfrichter gründlich eingearbeitet. Niemand muss mehr Verantwortung übernehmen, als er kann und als er will.

So ein Einsatz lässt sich meistens auch gut mit einer eigenen Wettkampfteilnahme verbinden – oder mit dem Besuch von Freunden. Als internationaler Kampfrichter reizt natürlich auch ein Einsatz bei hochrangigen Regatten im In- und Ausland.

Die Teilnahme an Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften (mit Fahrtkostenerstattung) liegt auch im Aufgabenbereich des Kampfrichter-Obmanns. Barbara Herr, seit 2004 Kampfrichter-Obfrau im Bayerischen Kanu-Verband, will sich zur Ruhe setzen, denn: „Irgendwann muss Schluss sein", sagt sie. Jetzt sucht sie dringend eine/n Nachfolger/in. Zu dessen/deren Aufgaben gehören dann auch die Koordination der Kampfrichter-Einsätze und die Organisation von Aus- und Fortbildungslehrgängen. Aber keine Angst: Niemand wird allein gelassen! Barbara Herr sichert auch hier eine fundierte Einarbeitung und Unterstützung zu.

Redaktion

Wer Interesse an einer Ausbildung zum Kampfrichter im Kanurennsport hat:
Im Herbst 2011 findet wieder eine Kampfrichter-Schulung statt.
Infos/Anmeldung bei Barbara Herr, Tel. 09561-38240, Mail:

Geschrieben von: Uschi Zimmermann am Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 11:24 Uhr