SUP-Wildwasser-Lehrgang brachte wichtige Erkenntnisse
Bevor es aufs Wasser ging, wurden die unterschiedlichen
Boards und Materialen begutachtet und in der Praxis getestet, was sinnvoll ist und was nicht. Während im Kajakbereich klar ist, welche Boote für welches Wildwasser geeignet sind und was an Sicherheitsausrüstung notwendig ist, gibt es im Bereich SUP noch unterschiedliche Auffassungen.
Genau hier setzte der Lehrgang an. Wir konnten in der Praxis testen, wie unterschiedlich die Boards im Wildwasser reagieren und dass z. B. eine sehr gut Kajak-WW-Schwimmweste nicht automatisch auch im SUP von Vorteil ist, da sie sehr hoch aufträgt und es somit schwieriger ist, wieder schnell auf das Board zu kommen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Sicherheit. Wie falle ich vom Board? Welche Kleidung ist sinnvoll?
Am zweiten Tag stand die Wasserrettung im Fokus. Es wurden verschiedene Rettungsübungen durchgeführt. Interessant war die Erkenntnis, dass das Bergen mittels Wurfsack auch mit Board an der Leash problemlos funktioniert. Wichtig ist hierbei natürlich immer, nur eine Leash zu verwenden, die mit einem Panikauslöser sofort den Paddler bzw. die Paddlerin vom Board trennt.
Die große Erkenntnis war, dass man zwar öfters vom Board fällt, als man im Kajak kentert, allerdings ist man auch wieder schnell auf dem Board, und aufwendige Bergungsversuche sind nicht notwendig. Damit das Aufsteigen auf das Board reibungslos und schnell vonstatten geht, muss das Board deutlich mehr Griffe und Ösen haben als die Standardboards. Dann ist auch eine Bergung mit dem Cowtail kein großes Problem, da schnell ein Karabiner befestigt werden kann.
Natürlich wurden auf der wunderschönen Strecke alle Möglichkeiten genutzt, um die unterschiedlichsten Paddelschläge und Board-Positionen zu üben. Am Ende waren alle erschöpft, aber begeistert von den gesammelten Erfahrungen.
Text: Wolfgang Kennel - Fotos: Wolfgang Kennel, Hardy Kleinschmidt, Barbara Briechle



