Bericht über Wildwasserlehrgang in Mittenwald vom 18.-19.09.2026
So begann mein letzter Lehrgang in diesem Jahr und auch mein letzter Lehrgang als
Ressortleiter.
Dieser Lehrgang ist immer etwas Besonderes, da er als Familienlehrgang ausgeschrieben
ist. Es geht darum, dass junge Eltern die Chance erhalten zum Paddeln und Trainieren zu
gehen und Ihre Kinder am Tag über betreut werden. Treffpunkt war der Campingplatz
Isarhorn bei Mittenwald.
Es waren diesmal viele Teilnehmer angemeldet (knapp um die 50) und auch etliche Kinder.
Nach dem „Briefing“ mit den Übungsleitern (14 an der Zahl) und dann auch der Check mit
den Teilnehmern (Gruppeneinteilung, Abendessen, Campingplatzanmeldung) ging es dann
mit dem üblichen leichten Chaos los (Einteilung Autos, Bootstransport und natürlich ein
Gemeinschaftsfoto). Nachdem es überall wenig Wasser hatte, haben wir beschlossen alle
gemeinsam auf die Isar ab Sylvensteinspeicher zu gehen. Dort können die Anfänger aber
auch die Fortgeschrittenen gerade am Anfang gut trainieren und die Vorgaben der Trainer
versuchen umzusetzen. Dabei ist das Wichtigste immer viele Wiederholungen durchzuführen
und bei der einen oder anderen Person konnte man einen Aha Effekt feststellen. Auch
Sicherheitsübungen mit dem Wurfsack wurden durchgeführt. Am kleinen Parkplatz vor Fleck
war nach 3-4 Stunden das Üben und Trainieren zu Ende. Ein Teil der Fahrzeuge waren noch
am Einstieg und es musste umgesetzt werden. Lief aber ziemlich reibungslos und alle fuhren
zum Campingplatz zurück.
Einige hatten sich für den EPP (Europäischen Paddelpass) angemeldet und da habe ich für
alle den theoretischen Teil mit Fragen und Antworten durch die Teilnehmer durchgeführt. Die
meisten sind schon sehr fit und bei manchen konnten wir gemeinsam das Wissen erweitern.
Für die Durchführung des praktischen Teils des EPP’s ist der jeweilige Übungsleiter, bei dem
die Person trainiert, verantwortlich.
Das Betreuungsprogramm für die Kinder, durchgeführt durch Carola, war am Samstag eine
kleine Wanderung in die Leutascher Geisterklamm. Da gab es teilweise große Augen über
die Wasserfälle und die Tiefe der Klamm.
Natürlich gab es zur Belohnung nach der Wanderung für alle Kinder ein Eis und für die
Begleitpersonen Kaffee. Alle sind fleißig mitgelaufen und gesund und voller Eindrücke wieder
zum Campingplatz zurückgekehrt.
Nachdem alle wieder da, waren wurde es langsam Zeit für das gemeinsame Abendessen.
Eigentlich hatten wir das Lokal in Krün (Schöttelkarspitz) reserviert. Drei Tage vor der
Veranstaltung kontaktiert mich die Wirtin das aufgrund des Almabtriebs in Krün großes
Volksfest ist und ja für uns (Carola und mich) etwas geplant wäre. Damit hatten wir nicht
gerechnet. Sie sagte dann, dass wir in Ihrem Lokal keine Ruhe hätten, und deshalb hat Sie
mit dem Bürgermeister von Krün gesprochen und wir durften den großen Kursaal mit dem
Restaurant Kurhaus Krün nutzen. Auch hat Sie dafür gesorgt, dass wir unsere
Vorbestellungen für die Speisen 1:1 erhalten haben und auch den gleichen vereinbarten Preis. Wir waren begeistert über so viel Freundlichkeit. Es war schon genial, dass wir den
Saal nutzen durften und da vollkommen unter uns waren.
Carola und ich waren überrascht was die Übungsleiter und Teilnehmer für uns vorbereitet
hatten. Auch Jutta als Vizepräsidentin Freizeit war mit beteiligt mit wunderschönen Worten
und einem Geschenk. Von Videobotschaften, Büchern der vergangenen Lehrgänge einem
Jagdhorn (das ich leider immer noch nicht ganz beherrsche) da ich vielfach die Teilnehmer
zum Treffen mit Jagdtönen zum Sammeln motivierte ging es uns doch sehr nahe und wir
waren emotional fix und fertig.
Nun wir haben uns auch bei den ÜL und allen Helfern mit einem kleinen Geschenk bedankt,
aber das war nicht ganz leicht nach diesen Überraschungen.
Ebenso kamen einige Personen (ÜL wie z. B. Fabian) mit denen wir nicht gerechnet hatten.
Alles in allem war es ein sehr emotionaler Abend und danke allen dafür die hier mitgeholfen
haben.
Trotzdem hatten wir noch viel Spaß und es wurde viel gelacht.
Aber natürlich ging am nächsten Tag der Lehrgang weiter. Nach einem kurzen Briefing mit
den ÜL’s und den Teilnehmern teilten sich die Gruppen. Die Fortgeschrittenen fuhren zum
Rissbach um dort zu üben, die anderen fuhren von Mittenwald bis zum Campingplatz trotz
wenig Wasser.
Die eine Schlüsselstelle am Anfang wurde umtragen, da zu wenig Wasser war. Der Rest der
Strecke war gut fahrbar und alle Trainer konnten mit Ihren „Schäfchen“ ordentlich trainieren.
Vom Wetter her hatten wir viel Glück und es war an beiden Tagen Sonnenschein so wie man
es sich für eine Herbstveranstaltung wünscht.
Auch die Kinder waren am Sonntag aktiv und jedes Kind hat nach seinen Vorstellungen ein
Boot gebastelt. Dabei wurde gegrübelt und nachgedacht, wie dieses Boot ausschauen
könnte. Carola hat dabei nur passiv mitgewirkt und die Kinder mussten sich selbst
überlegen, ob es ein größeres oder kleineres Boot wird. Hat allen viel Spaß gemacht.
Natürlich mussten alle noch zur Isar gehen und schauen, ob das Schiff auch schwimmt.
Einige sind auch prompt davongeschwommen und erreichten hoffentlich die Donau.
Ich bin am Sonntag leider nicht mit Paddeln gegangen da ich mit Abrechnungen des
Campingplatzes, das Abendessen zu bezahlen und anderer „Kleinigkeiten“ viel zu tun hatte.
Ich muss auch sagen das ich auch von der Eigentümerin des Campingplatzes positiv
überrascht war, wie flexibel Sie war und uns als Gruppe einen fairen Preis machte.
Zum Abschluss wurde noch eine Krönung des designierten neuen Ressortleiters (Peter
Strattner und sein Team) vollzogen. Es wurde viel gelacht und es gab auch einige „
Abschiedstränchen " aber ich bin mir sicher man trifft sich oft zweimal im Leben und die
Paddlerfamilie sowieso.
Wie gesagt Danke an alle „Weggefährten“, die uns all die Jahre begleitet haben und wo auch
teilweise tiefe Freundschaften entstanden sind. Die Zeit ist nicht das Wichtigste, sondern wie
man diese Zeit mit schönen Erlebnissen und wunderbaren Menschen verbringt.
Bernd Sachs
Bilder: Carola und Bernd Sachs, Armin Seidl



