Das war die 53. Wildwasserwoche: Spannende Eindrücke aus Obervellach
Die Highlights der Woche als Video
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Erstmals in Hütten untergebracht
Dabei war dieses Jahr besonders, das wir nicht nur die Möglichkeit hatten zu Zelten sondern auch gemeinsam zu acht in kleinen Hütten schlafen konnten. Deswegen wurden die Zelte auch um die Hüttensiedlung des Campingplatz Pristavec herum aufgebaut und es entstand ein kunterbuntes Lager aus Wäscheleinen mit Paddelsachen, aufgeschlagenen Zelten und den Hütten, in deren Mitte sich der große Essens- Pavillon befand. Unter diesem Versammelten wir uns für Ankündigungen, so wie für alle Mahlzeiten, die das Campingplatz Team für uns gekocht hat.
Probefahrt auf der Möll
Nach der Lehrgangseröffnung und der Aufteilung der einzelnen Paddelgruppen ging es am Samstag zunächst auf die Möll, sodass die Übungsleiter das Fahrkönnen der Teilnehmer beurteilen und die Gruppen Zusammensetzungen für die nächsten Tage angepasst werden konnten. Für die fortgeschrittenen Gruppen war die Strecke recht einfach, aber an der Campingplatzwelle kamen dann dennoch alle auf ihre Kosten.

Die nächsten drei Tage fuhren die verschiedenen Paddelgruppen, ihrem Schwierigkeitsgrad entsprechende Strecken auf den Flüssen, Möll, Lieser und Isel an. Aufgrund abendlicher Regenfälle bzw. Gewitter, standen die Pegel meist knapp über Niedrigwasser und waren dann trotz strahlendem Sonnenschein am Tag befahrbar. Zurück am Campingplatz stand immer etwas Rohkost für die hungrigen Mägen bereit und es dauerte auch nie lange bis es Abendessen gab. Dieses war an den meisten Tagen recht lecker, vereinzelt gab es aber auch Kritik, aber Geschmäcker sind nun mal verschieden.
Am Sonntagabend wurde Louisa Pfister als Gewinnerin des T-Shirt Wettbewerbs bekannt gegeben und wir hatten eine Sicherheitsschulung, bei der alles zum Thema Sicherheit auf und am Wasser behandelt wurde. So frischten alle ihre Kenntnisse über Zeichen bei Paddeln auf, übten Boote laden am Hänger, warfen Wurfsack und gingen ihre zum Paddeln notwendige Ausrüstung durch. Anschließend erfolgte am Montag eine Einheit zum Thema Erste Hilfe, wobei dieses Jahr nicht auf Verbände und Co eingegangen wurde, da dies recht selten beim Paddeln gebraucht wird und sich somit auf die wichtigeren Dinge wir Reanimation und stabile Seitenlage konzentriert wurde.
Mit Brigitte in die Welle

An den anderen Abenden ließ sich meist ein Übungsleiter überreden nochmal ins Boot zusteigen und auf die Teilnehmer, die nochmal an der Welle paddeln wollten aufzupassen. An machen Tagen ging es auch „brigitten“. Dabei paddelten mehrere Leute auf „Brigitte“, das aufblasbare Einhorn Maskottchen des Kanu Club Donauwörth, die Campingplatzwelle runter oder versuchten mit „Brigitte“ zu surfen. An zwei Abenden machten wir ein Lagerfeuer und es gab sehr leckeres selbst gemachtes Stockbrot, während ein kurzfristig zusammengestellter Chor, begleitet von einer Gitarre Lieder zum Besten gab.
Am Mittwoch musste nach vier Paddeltagen, mal eine Pause eingelegt werden und man konnte zwischen Canyoning, Klettern, Freibad und am Campingplatz chillen wählen. Das Klettern fand nur am Vormittag statt, so dass einige sich nachmittags noch im Freibad auspowerten. Dieses Jahr flogen wir nicht wie zwei Jahre zuvor aus dem Schwimmbad und bekamen sogar Lob von den Bademeistern.
Gaudirallye mit Zwiebel, tödlichem Giftsee & Toastbrot
Am Abend des Aktionstag findet in Obervellach immer die Gaudi Rallye statt. Doch dieses Jahr ging sie über den ganzen Tag, da wir am Morgen die Zwiebelchallenge gestellt bekamen, jede der fünf Gruppen erhielt eine Zwiebel, die über den Tag mit anderen Campern in andere Sachen umgetauscht werden musste. Wer am Ende das coolste Objekt ertauschen konnte, gewann. Dabei endeten die Gruppen unteranderem mit einer leuchtenden Bierreklame, einem riesigen Teddybären, verschiedenen Hängematten, einer Sonnenbrille und einem Hund, der aber nicht zählte, da er im Nachhinein wieder seinem Besitzer zurückgegeben werden musste. Zusätzlich musste auch noch ein Parkour mit verschiedensten Stationen absolviert werden. Zum einen mussten sie eines ihrer Mitglieder über einen „tödlichen Giftsee“ schicken um an den Schatz (in Form von Süßigkeiten) zu gelangen. Es ging blind durch ein Labyrinth, wo bei sich der sehende Letzte mit dem blinden Ersten ohne Worte verständigen musste. Einer musste ein Toast ohne Hände von einer Schurr essen, während er im auf dem Fluss schwimmenden Boot saß. Wir spielten gegen einen der Übungsleiter Red Light Green Light und wir bewegten uns ohne Berührungen durch ein Spinnennetz. Trotz „Todesfälle“ im Giftsee, Schwimmer im Wasser und peinlichen Video aufnahmen war, der Abend abwechslungsreich und hat allen Spaß gemacht.

Donnerstag und Freitag ging es wieder auf den Fluss, wobei die Isel Gruppe am Donnerstag von starken Regen überrascht wurde und klitschnass die Boote für den Rückweg festzurren musste. Am Freitag gingen ein paar der besten Teilnehmer als Unterstützung zu schlechteren Gruppen und konnten da ein paar Erfahrungen anderer Art sammeln. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Organisation der Paddeltouren immer sehr gut funktioniert hat auch wenn es manchmal zu Verzögerungen durch Vergessenes Equipment und Park Probleme gab.
Abschlussabend (leider ohne Party)
Freitagabend wurde die Sieger der Gaudi-Rally und der Zwiebelchallenge gekürt und man ließ den letzten Gemeinsamen Abend nochmal am Feuer ausklingen. Eigentlich wollten wir bei den Naturfreunden auf der Party mitfeiern, unsere große Gruppe stürmte das Zelt. Auf der Tanzfläche gings richtig ab, die Naturfreunde freute dass nur bedingt, daher wurden wir recht schnell wieder rausgeschmissen.
Am Samstag war offizielles Lehrgangsende und alle Hütten mussten geräumt und alle Zelte abgebaut werden. Nach der Verabschiedung durch Tim Neupert, verabschiedete man sich tränen bzw. umarmungsreich. Die Woche war spannend, lustig, ereignisreich und einfach nur wundervoll!!!
Text: Louisa Pfister
Fotos: Jakob Sax



