Die Aufstiegsmeisterschaften 2026

Bei den Aufstiegsmeisterschaften der deutschen Kanu-Polo-Ligen vom 7. bis 9. August 2026 in Essen kämpften Mannschaften aus der 3., 4. und 5. Liga der Herren sowie der 2. Liga der Damen um den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse. Aus Bayern waren im Spielbetrieb der Herren der DRC Neuburg II, der PSC Coburg, der KC Kelheim sowie der Schleißheimer PC vertreten. Bei den Damen zeigten der DRC Neuburg und der KC Würzburg auf der Meisterschaft Präsenz. Gespielt wurde auf fünf Feldern in Essen auf dem Baldeneysee.

Starke bayerische Präsenz in der 3. Liga

In der Aufstiegsrunde der 3. Liga Herren waren gleich drei bayerische Teams vertreten: DRC Neuburg II, PSC Coburg und KC Kelheim. Der DRC Neuburg II startete überzeugend in das Turnier. Im Viertelfinale setzte sich das Team mit 7:3 im ersten Play-Off Spiel gegen KC Kelheim durch. Das zweite Spiel ging an die Kelheimer Spieler mit 4:3. Im dritten Spiel hatten jedoch wieder die Neuburger die Oberhand und holten sich mit einem 3:2 Sieg die Halbfinalqualifikation. Im Halbfinale machte der DRCN kurzen Prozess und holte sich den Sieg in zwei Gewinnspielen gegen den WSV Quakenbrück (4:2 und 6:1).

Für den KC Kelheim bedeutete die Niederlage gegen die Neuburger zwar

das frühe Aus im Rennen um die Top-Platzierungen, dennoch hatte sich die Mannschaft zuvor im Ligabetrieb für die Play-Offs qualifiziert und gehörte damit zu den besten acht Drittliga-Teams Deutschlands. Im unteren Halbfinale spielte der KC Kelheim gegen WC Havel Berlin. Das erste Spiel der Best-of-Three Serie wurde durch ein Golden Goal von Kelheims Topscorer Konstantin Kronheim in der ersten fünfminütigen Verlängerung gewonnen. Da das zweite Spiel 3:5 verloren ging, mussten sich das Team am Samstag noch ein weiteres Mal beweisen und konnte die Abendpartie mit 2:1 für sich entscheiden. Damit qualifizierte sich der KC Kelheim für das Platzierungsspiel um Rang sieben. Dort stand nur eine Begegnung auf dem Programm, doch die Niederbayern nutzten ihre Chance eindrucksvoll. Mit einem souveränen 4:0 Erfolg gegen den WSV Niederrhein sicherten sie sich den siebten Platz in der 3. Liga. Gegenüber der Abschlusstabelle der regulären Saison verbesserten sich die Kelheimer damit um einen Rang und bestätigten ihre stabile Position im Mittelfeld der Liga.

Für die Herren des PSC Coburg wurde die Aufstiegsmeisterschaft 2026 in Essen zu einem großen Erfolg. Nachdem die Vestestädter die Saison in der 3. Liga erfolgreich absolviert hatten, gelang ihnen bei den entscheidenden Aufstiegsspielen der Sprung in die 2. Bundesliga. Damit wurde eine starke Entwicklung der vergangenen Jahre eindrucksvoll gekrönt.

Der Start in das Turnier verlief allerdings denkbar knapp. Im Viertelfinale traf der PSC Coburg auf den WS Dresden und lieferte sich ein ausgeglichenes Duell auf hohem Niveau. Trotz einer engagierten Leistung mussten sich die Coburger knapp mit 2:3 geschlagen geben. Die Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und kämpfte in den weiteren Spielen um jede Chance und belohnte sich mit zwei Siegen (7:6 und 4:3), somit war das Halbfinale erreicht. Im Semifinale kam das Coburger Männerteam glatt mit zwei Siegen gegen RSV Hannover II durch. Im Endspiel der Play-Off Serie der dritten Liga standen sich die bayerischen Konkurrenten des PSC Coburg und DRCN Neuburg gegenüber.

Die bayerischen Vereine prägten die dritte Liga der Aufstiegsmeisterschaften entscheidend. Nach drei knappen Spielen (3:4, 6:5 und 3:2) setzte sich der DRC Neuburg an die Spitze des Teilnehmerfeldes und sicherte sich den ersten Platz vor dem PSC Coburg, der mit Rang zwei ebenfalls ein hervorragendes Turnier spielte. Damit gingen Gold und Silber der Liga 3 nach Bayern! Ein würdiger Erfolg für die Oberbayern vom DRCN Neuburg, die nach der ersten verlorenen Partie stark zurückkehrten. Da die erste Mannschaft des DRC Neuburg bereits in der 2. Bundesliga vertreten ist, war ein weiterer Aufstieg für die Neuburger Reserve nicht möglich. Der PSC Coburg qualifiziert sich durch den zweiten Rang als direkter Aufsteiger und schafft den Sprung in die 2. Bundesliga. Damit können wir ein drittes bayerisches Herrenteam in der zweiten Bundesliga begrüßen.

Schleißheimer PC in der 4. Liga

In der vierten Liga vertrat der Schleißheimer PC die bayerischen Farben. Im Viertelfinale traf das Team auf die zweite Mannschaft des KSVH Berlin. Gegen einen starken Gegner fanden die Schleißheimer nur schwer ins Spiel und mussten sich mit 0:7 und 0:6 geschlagen geben. Auch am nächsten Tag folgten zwei anspruchsvolle Partien gegen USV Potsdam. Die Schleißheimer hielten kämpferisch dagegen und verlangten ihrem Gegner alles ab. Dennoch gingen beide Begegnungen knapp verloren, wobei die Entscheidung der zweiten Partie erst in der Verlängerung fiel. Im abschließenden Platzierungsspiel um Rang sieben gegen den KV Kiel blieb dem Paddelclub ein Erfolg ebenfalls verwehrt. Nach einer 2:4 Niederlage belegten die Schleißheimer am Ende den achten Platz. Für den Schleißheimer PC bleibt die Teilnahme an den Aufstiegsspielen dennoch ein wichtiger Erfolg. Die Mannschaft konnte sich mit den besten Teams der Liga messen und sammelte wertvolle Erfahrungen auf nationaler Ebene. Besonders die kämpferische Einstellung und die Leistungssteigerung im Verlauf des Turniers machen Mut für die kommende Saison.

2. Liga der Damen – erste Saison für den KC Würzburg

Bei den Damen war Bayern durch den KC Würzburg und den DRC Neuburg vertreten. Die Würzburgerinnen schafften in ihrer Debutsaison im Kanu-Polo-Ligabetrieb nicht unter die besten acht Ligateams und konnten sich so nicht für die Play-Offs der Damenliga 2 qualifizieren. Im Play-Down System spielten sie mit den restlichen Teams der unteren Runde eine Gruppe aus. Hier ging direkt das erste Spiel gegen RSV Hannover II mit 0:8 verloren. Danach spielten sich die Würzburger Frauen besser in das Turnier. In einer enormen Leistungssteigerung bezwangen sie fast WS Dresden, hatten zu Ende des torreichen Spiels jedoch das Nachsehen und verloren die Partie 5:6. Die Begegnungen mit USV Potsdam und den Seelöwen Konstanz gingen ebenfalls verloren (2:3 und 6:2). Einziger Lichtblick der 3:0 Sieg über SKC Philippsburg. Im letzten Spiel der Aufstiegsmeisterschaften konnten sie diesen Clou wiederholen und erspielten sich den dreizehnten Rang im Platzierungsspiel gegen Philippsburg. Damit verbuchte der KC Würzburg einen kleinen Achtungserfolg im süddeutschen Duell der zweiten Damenliga.

Podestplatz für Neuburg

Ganz nach dem Motto “Unverhofft, trifft oft.” schossen sich die Frauen des Donau Ruder Clubs zu einem Podiumsplatz in der zweiten Damenliga. In der Ligatabelle waren sie noch auf Platz sechs gelistet und spielten im Viertelfinale deshalb gegen die drittplatzierten Frauen von KP Münster. Mit zwei Siegen hatten sie ein leichtes Weiterkommen ins Halbfinale (4:2 und 3:2). Gegen das starke, zweitplatzierte Damenteam von VMW Berlin ging die erste Begegnung mit nur einem Tor verloren. In einem defensivgeprägten zweiten Spiel hatten dann jedoch die Neuburgerinnen die Nase vorn und holten sich den Sieg mit nur einem Tor (1:0) vor Berlin. Trotz einem späten Tor von Emma Silbernagl konnten die Neuburgerinnen die dritte Partie nicht zu ihren Gunsten gestalten, so ging das dritte Halbfinalspiel mit 1:2 leider verloren. Dafür schossen sich die Frauen des DRCN in der ersten Partie des kleinen Finales gegen KP Bremen mit zwei schnellen Toren in Führung und gaben den Sieg nicht mehr aus der Hand (3:1). Das zweite Spiel gegen Bremen endete nach regulärer Spielzeit 1:1 Unentschieden. In der Verlängerung glückte das Siegtor dem KP Bremen. Doch Neuburg kam im dritten Spiel erstarkt zurück und sicherte sich mit einem 3:1 Sieg den hervorragenden dritten Platz in der Damenliga 2. Ein toller Überraschungserfolg!

Die Aufstiegsmeisterschaften 2026 in Essen verliefen aus bayerischer Sicht äußerst erfolgreich. Mit dem Aufstieg des PSC Coburg in die 2. Bundesliga, dem Finalsieg des DRC Neuburg II in der 3. Liga sowie dem dritten Platz der Neuburger Damen konnte der Bayerische Kanu-Verband mehrere herausragende Ergebnisse feiern. Auch der KC Kelheim bestätigte seine Leistung mit einem Platz unter den besten Teams der 3. Liga, während der Schleißheimer PC und der KC Würzburg wichtige Erfahrungen auf nationaler Ebene sammelten.

Text: Pia Schwarz, alle Fotos/Videos von privat;

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