Weltmeisterschaft im Wildwassersprint
Die französischen Paddlerinnen und Paddler bewiesen bei der Weltmeisterschaft im Wildwassersprint auf dem Augsburger Eiskanal einmal mehr ihre Stärke. Mit 5 x Gold, 3 x Silber und 4 x Bronze zeigten sie sich als bestes Team. bei dieser WM. In den Einzelwettbewerben und auch im C2 blieben die 14 Finalisten des DKV vor rund 4.500 Besuchern an allen Tagen ohne Medaille.
Bei den Teamwettbewerben verbesserte sich die Situation deutlich. Somit erreichten auch die Augsburger Kanutinnen und Kanuten Normen Weber, Sabine Füsser und Sabrina Barm (alle Kanu Schwaben) Podestplätze. Normen Weber holte sich bei seinem dritten Start endlich die ersehnte Medaille: Gold im C1 Team zusammen mit Tim Heilinger und Ole Schwarz. „Im Einzel hatte ich leider einen Fahrfehler, den ich in 50 Rennen nur einmal mache. Und anstatt mich darauf zu fokussieren, schnellstmöglich ins Ziel zu kommen ist mein Arm schwer geworden und ich habe zwei weitere Wellen nicht so erwischt, wie ich es wollte“, sagte Weber. Umso glücklicher war er über seinen Sieg mit der Mannschaft und seinen fünften Weltmeistertitel.
Ein weiterer dritter Platz von Weber kann leider nicht mit einer Medaille belohnt werden: Im C2 Team waren nur vier Nationen am Start, sodass das Rennen nicht offiziell gewertet werden kann.
Eine Silbermedaille gab es für das K1-Herrenteam des DKV mit Yannick Lemmen, Björn Beerschwenger und Marcel Blum.
Sabine Füsser war mit ihrer Leistung, die sie auf den 5. Platz im Einzel brachte, sehr zufrieden: „Ganz ehrlich, ich bin 48 Jahre alt und stehe bei einer WM im Finale und schließe als beste Deutsche ab. Von der großartigen Stimmung am Eiskanal habe ich wenig mitbekommen, weil ich voll im Tunnel war.“ Viel Pech hatte sie im K1 Mannschaftsrennen, als sie ihr Team klar auf Medaillenkurs führte, aber Jill Sophie Eckert kurz vor dem Ziel auf einen Block fuhr und sich drehte.
Für das beste deutsche Ergebnis am Vormittag sorgte Sabrina Barm mit ihrer Partnerin Constanze Feine im Canadier-Zweier der Damen. „Wenn man ins Ziel kommt und es leuchtet die 1 auf, hofft man natürlich auf eine Medaille und ist enttäuscht, wenn es am Ende Rang 4 wird.“ Dafür, dass die beiden Damen erst seit rund zwei Wochen miteinander trainieren, war das eine beachtliche Leistung!
Der französische Cheftrainer Pierre Michel Crochet machte der Stadt Augsburg und dem WM-Ausrichter ein großes Kompliment: „Der Eiskanal ist ja schon vor vielen Jahren gebaut worden, aber man hat ihn gut gepflegt und entwickelt. Er ist eine sehr gute Sportstätte in einem schönen Park. Und wir wissen ja, wie exakt die Deutschen organisieren, das ist für die Sportler und auch die Trainer sehr angenehm. Die Zuschauer hier im Park machen eine sehr angenehme Atmosphäre. Vielen Dank an Augsburg, vielen Dank an den Verein, der diese WM organisiert hat.“
PM Kanu Schwaben Augsburg/Redaktion
Live-Ergebnisse: https://www.canoeicf.com/wildwater-canoeing-world-championships/augsburg-2023/results



