Faszination Wildwasserrennsport

WildwasserrennsportViele Wege führen nach Rom, und viele Wege führen den Wildwasserrennsportler auch ins Ziel. Doch für ihn liegt die Kunst darin, den schnellsten zu finden. Gar nicht so einfach, wenn er auf dem wild strömenden Wasser vor sich viele Felsbrocken sieht und oft vor der Wahl steht: Wo geht's am besten durch?

Bei den Wildwasserrennsportlern kommt es darauf an, bei einem Wettkampf eine bestimmte Strecke auf einem wildbewegten, schnellfließenden Wasserlauf in kürzester Zeit hinter sich zu bringen. Dabei spielen die Geschicklichkeit und das Reaktionsvermögen des Kanuten eine große Rolle, denn die Route, die er wählt, sollte auch die schnellste sein. Schon oft haben Kehrwässer, oder wie es bei den Paddlern heißt: "eine Fahrt in die Garage" den Sieg gekostet. Denn im Ziel zählt nur die Zeit!

Bei einer Streckenlänge zwischen drei und sieben Kilometern bei einem Schwierigkeitsgrad bis IV kommt es eben auf jede Sekunde an. Vor allem auf noch unbekanntem Gewässer, aber auch bei verändertem Wasserstand, findet der Wildwasserleistungssportler neue Wasserverhältnisse vor. Wer dann das Wasser nicht richtig "lesen" kann, hat es schwer, will er vorne mitmischen.

Um den Wildwasserrennsport interessanter zu machen, wurde vor einigen Jahren auf internationaler Ebene der Sprint eingeführt. Er besteht aus zwei Läufen, die höchstens 1000 Meter lang sind und deren Zeiten addiert werden.

Im Bereich des Bayerischen Kanu-Verbandes werden regelmäßig Rennen ausgerichtet. Die bekannstesten und schönsten Strecken sind sicherlich die Ilz in Niederbayern nördlich Passau und die Saalach im Salzburger Land bei Lofer. Auf der Donau in Straubing und Obernzell sowie in München auf der Isar bzw. dem Floßländekanal finden alljährlich sowohl Langstrecken (Classic) als auch Kurzstrecken (Sprint) Rennen statt.

Alle aktuellen Informationen zum Wildwasser-Rennsport, Veranstaltungen, Ergebnisse und so weiter auf Bundesebene finden sich auf der Seite Kanu-Wildwasser.de