Peter Fichtner mit BKV-Ehrenmedaille ausgezeichnet

Bamberg/Neuburg. Er ist seit Jahrzehnten mit eine der größten Stützen in der Ausbildung von Trainern, Erwachsenen und Kindern im Bayerischen Kanu-Verband (BKV). Da macht ihm niemand etwas vor und nur wenige können annähernd auf so viel Kompetenz und Erfahrung verweisen wie er: Peter Fichtner, Mitglied im Bamberger Faltbootclub und bereits seit 1988 Mitglied im BKV-Lehrteam.

Beim großen Festabend des Verbandstag des BKV in Neuburg a. d. Donau Peter Fichtner wird mit der BKV-Ehrenmedaille ausgezeichnet.zeichnete jetzt BKV-Präsident Oliver Bungers den Bamberger für seine großen Verdienste um den Kanusport in Bayern mit der BKV-Ehrenmedaille aus, eine der höchsten Ehrungen, die der Bayerische Kanu-Verband zu vergeben hat.

Fichtners Weg war fast schon vorgezeichnet. Beide Eltern waren Paddler, er wurde quasi ins Faltboot geboren und konnte schon paddeln, bevor er zur Schule kam. Paddeltechnik und Wildwasserfahren kann man seit Jahrzehnten bei Jugendlehrgängen im BKV erlernen, und hier bild(et)en sich schnell dicke Freundschaften, auch bayernweit. Man hielt und hält fest zusammen und unternimmt in der Freizeit vieles gemeinsam.

Mit der Unterstützung und dem Zusammenhalt solcher Freundschaften baut€ der Bayerische Kanu-Verband ein Lehrteam auf, dem Peter Fichtner von Beginn an angehört. Hier werden Multiplikatoren, d. h. Übungsleiter und Trainer in den Vereinen, vielseitig ausgebildet. Selbstverständlich bilden sich die Lehrteams-Mitglieder auch selbst regelmäßig weiter. Fichtner erwarb 1980 die Trainer-B-Lizenz Kanu-Freizeitsport und setzt schon seit 2003 seine große Kompetenz auch bei der Ausbildung zum Fahrtenleiter ein, die er selbst organisiert und leitet – über viele Jahre führend in ganz Deutschland.

Ein Pilotprojekt im Deutschen Kanu-Verband war auch die Ausbildung zum Übungsleiter Touring, also zum Trainer Freizeitsport auf ruhigerem Wasser, wie Schifffahrtsstraßen und Seen. Peter Fichtner wirkte hier schon bei der Konzeption des Curriculums mit und in der Folge bis heute als Ausbildungsleiter.

Seit 1990 sorgt die Bayerische Kanujugend mit einem Team für die Sicherheit und Wasserrettung bei Ranglistenrennen, Deutschen und Europameisterschaften im Kanu-Slalom und Wildwasserrennsport in Lofer (Salzburger Land). Auch hier ist Peter Fichtner stets ein Fels in der Brandung und hat schon so manchen gekenterten Paddler aus der Saalach gerettet sowie Boot oder Paddel vor dem Abtreiben in die Loferschlucht bewahrt.

Bei den alljährlichen Wildwasserwochen der Bayerischen Kanujugend fehlte Fichtner nur selten. Die Führung von Kleingruppen auf dem Wassern und die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen in Paddeltechnik, Sicherheit und umweltgerechtem Verhalten auf und am Wasser ist ihm seit Jahren ein echtes Anliegen. Bei den Ski- und Snowboardwochen erweist er sich auf Abfahrts-, Touren- oder Langlaufskiern ebenso sicher in der Gruppenleitung wie im Sommer im Kajak oder auf dem Mountainbike. Bis zum Ende der Jugendwochen hat er dann in der Regel schon zahlreiche „Gstanzl“ (Verse) zur Melodie „Ja, mir san mit’m Kajak da“ gedichtet, in denen er alle (Miss-)Geschicke, die Kindern und Ausbildern passiert sind, aufgreift.

Mit Engelsgeduld und viel Gefühl betreut er auf dem Wildwasser gerne die Anfänger, auch wenn ihm persönlich die höchsten Schwierigkeitsgrade im Wasser keinerlei Probleme bereiten. Aber die schweren Strecken müssen immer bis nach dem Lehrgang warten. Dann kann er mit seinen Freunden seiner ganz persönlichen Leidenschaft frönen.

Fichtners Leidenschaft und Hingabe bei der Ausbildung sollten nicht im Verborgenen bleiben, weshalb der Bayerische Kanu-Verband die hohe Ehrung vor zahlreichen geladenen Gästen aus Politik und Sport vornahm.

Redaktion

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