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Lichtenfels-Schney. Totgesagte leben länger – so scheint es auch dem Kanupolo im Bayerischen Kanu-Verband zu gehen. Seit über einem Jahr ohne Ressortleiter, ging am besten die Gerüchteküche: In Nürnberg hätte sich die Kanupolo-Mannschaft aufgelöst, Straubing ist ohne Spieler, in München tut sich auch nichts mehr ... Nur vom PSC Coburg war bekannt, dass hier Kanupolo vom Feinsten gespielt wird.
Dass zum Bayerischen Kanu-Wanderfahrertreffen in Lichtenfels-Schney beim Gastgeber PSC Coburg die Süddeutsche Meisterschaft ausgetragen würde, machte neugierig und brachte dieser Mannschaftssportart neue Fans, die begeistert applaudierten. U. a. von Helga Herrgöttshöfer, der Witwe des unvergessenen bayerischen Kanupolo-Gurus Manfred Herrgottshöfer, ließen sie sich Spielregeln und Mannschaften erklären. Sie staunten über junge Damen, die gekonnt in den Herren-Teams agierten und über junge Spieler, die kaum über den Süllrand reichten, aber ebenso über intelligente Spiel-Taktiken und Anweisungen an die Spieler. Sieben Herren- und drei Schüler-Mannschaften traten zum Kampf um den Süddeutschen Meistertitel an – aus Bayern der PSC Coburg (Herren und Schüler), der KK Rosenheim und die SG Straubing. Nürnberg hat allen Gerüchten zum Trotz wieder eine schlagkräftige Mannschaft, aber wegen der Pfingstferien waren die jungen Team-Mitglieder in den Urlaub gefahren. Der für Nürnberg spielende Bernd Herrgottshöfer, der als Hauptschiedsrichter für Bayern in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist, komplettierte dieses Mal die Straubinger Mannschaft. Bei den Herren wie bei den Schülern spielte in der Vorrunde jeder gegen jeden. In der anschließenden Play-off Runde zählte nur noch Sieg bzw. Niederlage. Um die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften zu erhöhen, war die Süddeutsche Meisterschaft offen ausgeschrieben. So konnten mit Straubing eine Spielgemeinschaft und - mit Damen bei den Herren und den Junioren ein Team aus Prag mitspielen. Aktionsreiche, spannende Spiele boten sich so am Samstag und Sonntag, bis die Sieger ausgespielt waren. Bei den Herren holte sich der KC Radolfzell im Endspiel mit 6 : 4 vor dem PSC Coburg den Titel des Süddeutschen Meisters. Der PSC Coburg hatte sich mit seiner Leistung für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, genauso wie die Coburger Schülermannschaft, die das Endspiel mit starken 6 : 0 Toren für sich entschied des. 2. wurde der WSV Lampertheim und 3. der SKC Philippsburg.
Endergebnisse
Herren A: 1. KC Radolfzell Herren 2. PSC Coburg 3. KP Prag 4. KC Radolfzell Junioren 5. SG Straubing 6. KK Rosenheim 7. ASV Horb
Schüler A: 1. PSC Coburg 2. WSV Lampertheim 3. SKC Philippsburg
Schüler B/C (Rahmenturnier): 1. ASV Horb 2. SG Coburg
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