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Als Willi Rogler 1993 zum Präsidenten des Bayerischen Kanu-Verbandes gewählt wurde, leitete er eine neue Ära ein. Er führte das Verbandsschiff zielgerichtet, mit ganzem Herzen und vor allem mit Sachverstand, aber auch mit viel Fleiß und Elan.
Aus den ‚Herren Geheimräten‘, wie man das Präsidium zu jener Zeit insgeheim nannte, wurden Führungskräfte, mit denen sich jeder unterhalten konnte, die zeigten, dass sie Verständnis für die Sorgen und Nöte der Vereine und Vereinsmitglieder hatten. Auch der Präsident gab sich – nein: er war und ist bis heute – ‚volksnah‘. 2009 gab er sein Amt ab und wurde mit minutenlangen Standing Ovations zum Ehrenpräsidenten gewählt. Jetzt feierte er seinen 70. Geburtstag.
Sein Leben widmete er schon immer dem Kanusport und seiner immer größer werdenden Familie (oder umgekehrt?) mit vier Kindern und demnächst sechs Enkeln. Ehefrau Klara kam sicher manches Mal zu kurz, aber sie hatte in all den Jahren immer viel Geduld und Verständnis. Sie stand felsenfest hinter ‚ihrem‘ Willi, hielt ihm den Rücken frei, unterstützt(e) ihn, wo immer sie konnte, und verlieh ihm Stärke.
Ab 1959 im Donau-Ruder-Club Neuburg als Kanurennsportler aktiv, übernahm Rogler bald im Ehrenamt Verantwortung als Übungsleiter und Vereinsfunktionär. 1970 erwarb er die Lizenz als nationaler und 1987 als internationaler Kampfrichter. Im Bayerischen Kanu-Verband war er ab 1973 in der Spruch- und Schlichtungskammer an vorderster Front im Einsatz. Von 1989 bis 1993 begann er als Vizepräsident Organisation seine Laufbahn an der Verbandsspitze. Seiner Wahl zum BKV-Präsidenten folgten Berufungen beim Bayerischen Landes-Sportverband in den Ausschuss Sport und Umwelt, in den Aufsichtsrat und im Deutschen Kanu-Verband (DKV) als Mitglied im Verbandsausschuss.
Vor internationalen Veranstaltungen wie den Weltmeisterschaften 1998 und 2004 im Wildwasserrennsport in Garmisch-Partenkirchen und der Kanuslalom-Weltmeisterschaft 2003 in Augsburg stand er im Organisationsteam, doch er repräsentierte den Verband ebenso perfekt auf dem sportgesellschaftlichen Parkett.
Auch jetzt – als Ehrenpräsident – ist Willi Rogler mit Sitz und Stimme in den höchsten Gremien des BKV vertreten und mit seiner Erfahrung und Kompetenz eine unschätzbare Bereicherung. Mit Leib und Seele betätigt er sich bis heute in der Organisation hochkarätiger Veranstaltungen wie aktuell den Weltmeisterschaften in Augsburg und Plattling. Er dirigiert dann leise aus dem Hintergrund, steht den Gremien aber auch mit Rat und Tat zur Seite.
So kümmert er sich er zum Beispiel darum, dass die richtigen Fahnen vor Ort sind und rechtzeitig am nächsten Veranstaltungsort ankommen – oder er betreut Ehrengäste und sorgt gelegentlich für ein kanutengerechtes Beiprogramm. Und natürlich unterhält er sich mit Gott und der Welt und erfährt so manch wichtige Internas zum Nutzen der Verbandspolitik. Unzählige Autobahnkilometer legt er für diese Aufgaben immer noch zurück.
So viel Engagement wurde mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt, z. B. im Jahr 2008 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland oder bei seinem Abschied als BKV-Präsident mit der Olympischen ICF-Goldmedaille, der höchsten Auszeichnung, die die Internationale Canoe-Federation zu vergeben hat.
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