|
Hansjörg Deisenhofer verstorben
Am 2. Juli wäre Hansjörg Deisenhofer 71 Jahre alt geworden. Seine lange, schwere Krankheit hat vorher über ihn gesiegt. Der frühere Bezirksvorsitzende von Schwaben ist am 6. Mai 2008 für immer von uns gegangen.
Er war ein Kanusportler mit Leib und Seele, paddelte seit 1958 selbst mit Leidenschaft und "regierte" Verein und Bezirk nie oben herab, sondern immer mit dem Verständnis des aktiven Paddlers. Sein Engagement kam aus dem Herzen, seine Verbindungen zu den Menschen, mit denen er lebte und arbeitete und für die er sich einsetzte, waren stets freundschaftlich geprägt. Hansjörg Deisenhofer war Vorbild durch und durch.
Als er beim Bayerischen Kanutag 2005 zum BKV-Ehrenmitglied ernannt wurde, ermutigte er: "Es macht viel Arbeit, aber auch viel Freude. Stellen Sie sich dem Ehrenamt zur Verfügung!" Zwar schied er im gleichen Jahr nach 25 Jahren aus dem Amt des Bezirksvorsitzenden aus, aber er stellte sich sofort und ohne zu überlegen dem Verein Bayerische Kanugeschichte als Gründungsmitglied und Kassenprüfer und Sammler von wichtigen Dokumenten zur Verfügung. Das war sein Selbstverständnis von Ehrenamt und Dienst am Nächsten und an der Gesellschaft.
Seine Verdienste sind vielfältig und reichen vom Jugend- und Vereinswanderwart im damals (1960) neu gegründeten Günzburger Kanu-Club, dessen 1. bzw. 2. Vorsitzender er über viele Jahre war, über den Bezirkswanderwart (1967-1980) bis hin zum Bezirksvorsitzenden von Schwaben (1980-2005). Sein Wissen und seinen reichen Erfahrungsschatz stellte er dem Bayerischen Kanu-Verband in den verschiedensten Gremien und Ausschüssen zur Verfügung. Auch hier wurde er als aufrichtige, ausgleichende Persönlichkeit von allen geschätzt.
Deisenhofer war verantwortlich für die Ausrichtung von über 20 Kanuregatten (Slalom und Wildwasserabfahrt) bis hin zur deutschen Meisterschaft und Mitausrichter der Kanu-Weltmeisterschaft 1985. Auch für den Bau der Slalomstrecke in der Günz leistete er unschätzbare Dienste. Sowohl im Wildwasserrennsport wie im Kanuslalom ließ er sich als Kampfrichter einsetzen.
Seine Ehrungen reichten von der Verdienstnadel des BKV (1968) über den DKV-Ehrenbrief (1997), die BLSV-Ehrennadel in Gold (1989) bis zum Ehrenmitglied mit Bayerischen Kanu-Verband.
Wir – seine Kameraden und der Bayerische Kanu-Verband – sind untröstlich und trauern mit seiner Familie. Hansjörg Deisenhofer wird uns allen fehlen. Wir werden ihn nicht vergessen und ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Bayerischer Kanu-Verband Willi Rogler, Präsident
|
|
Sonntag, den 28. November 2010 um 11:34 Uhr |