Start Verband Ehrenmitglieder Nachruf Nachruf Jupp Seufert
Nachruf Jupp Seufert
Jupp Seufertjupp_seufert-250

So manche gesundheitliche Hürde hatte Jupp Seufert in den vergangenen Jahren überwunden, sein zweiter Herzinfarkt riss ihn nun unerwartet im Alter von 73 Jahren aus dem Leben. Aus einem Leben, das erfüllt war von seiner Liebe zum Sport.

In der Erinnerung seiner Sportkameraden wird er als Mann mit viel Gewicht lebendig bleiben. Es gibt Menschen, die mit ihrem Charisma einen Raum füllen, sobald sie ihn betreten. Er gehörte dazu. Jupp war einfach da – bei Regatten, im Kampfrichterwagen, bei Tagungen und repräsentierte hier in den letzten 23 Jahren den BKV-Bezirk Unterfranken. Beharrlich und mit großem Durchsetzungsvermögen vertrat er dabei seine Position. Und dabei machte er es seinen Weggefährten nicht immer einfach.

Jupp Seufert war in jungen Jahren ein sehr aktiver und vielseitiger Sportler. Bis zu seinem 30. Lebensjahr übte er sich im Fechten. Im Skilanglauf und Biathlon stand er auf dem Siegertreppchen, und sogar am Wasa-Lauf in Schweden nahm er mehrfach teil. Sogar als Lebensretter hat er sich verdient gemacht und dafür 1994 die Bayerische Lebensrettungsmedaille erhalten.

Aber seine große Liebe gehörte immer dem Kanusport. Ab 1949 Mitglied im KSC Gemünden, sammelte er sportliche Erfolge bei zahlreichen bayerischen, süddeutschen und südwestdeutschen Meisterschaften im Kanurennsport. Sogar an Wildwasser-Abfahrtsrennen beteiligte er sich in jungen Jahren.

Es gab kaum ein Ehrenamt, das er im Laufe der Jahre in seinem Verein nicht inne hatte: Seufert betätigte sich als Jugendwart, Rennsportwart, Pressewart, Wanderwart, Bootswart und 2. Vorsitzender, manchmal in mehreren Ämtern gleichzeitig. 1975 ließ er sich zum Fachübungsleiter Kanu ausbilden. Er erwarb Kampfrichterscheine im Kanumarathon und im Kanurennsport sogar den internationalen Kampfrichterausweis. Von 1980 bis 1991 fungierte er im BKV als Kampfrichterobmann.

Im Bezirk Unterfranken bekleidete Jupp Seufert von 1965 bis 1975 das Amt des Jugendwarts. Von 1975 bis 1985 war er Rennsportwart und seit 1985 überall als Bezirksvorsitzender bekannt.

Bei so viel persönlichem Engagement blieben Ehrungen nicht aus. Der Bayerische Kanu-Verband verlieh ihm alle Ehrenzeichen bis zum Ehrenteller. Vom Deutschen Kanu-Verband erhielt er die Verdienstnadel, vom Bayerischen Landes-Sportverband 2003 die Ehrennadel in Gold. 2006 zeichnete ihn die Bayerische Staatsregierung für besondere Verdienste im Sport aus.

Der Bayerische Kanu-Verband wird sein Andenken immer in Ehren halten. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.{NUMULTITHUMB}



Gerd Mietusch, Präsident
Sonntag, den 28. November 2010 um 11:44 Uhr