DM Kanurennsport: Silber und Bronze für bayerische Sportler

In Bayern gibt es kein Potsdam, aber fast schon Karlsruhe … Denn die besten bayerischen Kanurennsportler sind in den letzten Jahren nach Karlsruhe „ausgewandert“ (aber in ihren Heimatvereinen Mitglied geblieben). Die vielen Medaillen, die sie jetzt aktuell bei den Deutschen Meisterschaften in Oberschleißheim gewonnen haben, zählen allerdings offiziell nicht für den Bayerischen Kanu-Verband. Und so heißt das wahre Ergebnis am Ende: eine Silbermedaille für die RG Bayern mit Fabienne Höfling (DRC Neuburg) und Monika Plesa (DRC Neuburg) in der Klasse der weiblichen Jugend und einmal Bronze für den Viererkajak der DRC Neuburg mit Felix Wirl, Felix Ziegler, Max Wirthmann, Simon Hoiß. Beide Medaillen wurden auf der Langstrecke herausgefahren. Aber eigentlich war ja schon die Teilnahme am Endlauf das Ziel – und das haben einige Sportler/-innen mit Bravour erreicht.

Melanie Gebhardt (Hof/Leipzig) und für Karlsruhe Simon Krautloher (Vilshofen), Nico Paufler (KG München), Ken Pfeiffer (WSG Kleinheubach) sowie die Schwestern Carola und Verena Schmidt (DRC Neuburg) sammelten insgesamt drei Titel, vier Vizemeisterschaften und sieben Bronzemedaillen ein.

Herrschten bei den Vorläufen noch hochsommerliche Temperaturen und drückende Schwüle vor, so waren Sportler und Ausrichter während der Endläufe froh, dass Petrus nicht ganz so viel Regen und Kälte schickte, wie der Wetterbericht vorhergesagt hatte.

Nachdem Köln die Deutsche Meisterschaft wegen einer Verschiebung der Weltmeisterschaften zurückgeben musste, stellte sich der Bayerische Kanu-Verband (BKV) erneut der Herausforderung. So stand erstmals BKV-Präsident Oliver Bungers als Regattaleiter an der Spitze des Teams um KRV/SPC München unter Karl Kaiser, das traditionell von den Bayerischen Einzelpaddlern unterstützt wird.

Dieses Jahr haben auch die modernen Medien in München Einzug gehalten. Die Rennen wurden vor Ort erstmals auf Großleinwand übertragen – und als Livestream im Internet. Auch die Bayerische Kanujugend beteiligte sich mit Helfern in der Organisation. Äußerst fleißige „Heinzelmännchen“ langten überall zu, wo sie gebraucht wurden: im Regattabüro, bei der Vorbereitung und Gestaltung der Präsentation/Autogrammstunde der Nationalmannschaft und teilweise sogar bei der Kameraführung für die Übertragung der Rennen.

Die Autogrammstunde der Nationalmannschaft ist in jedem Jahr ein absolutes Highlight der Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport. Mehrere hundert Kinder und Jugendliche standen gedrängt in den Gängen zwischen den Biertischgarnituren im Festzelt und warteten geduldig, bis Martina Amrhein die erfolgreichen Damen und Herren einzeln vorgestellt hatte. Endlich wurden sie in kleinen Gruppen zu ihren großen Idolen vorgelassen. Paddel, T-Shirts, Plakate, Autogrammkarten – die Unterschriften der ganz „Großen“ im Kanusport wurden als Trophäen mit nach Hause genommen.

Die Ehrengäste hatten das Glück, sich nicht in die Schlange einreihen zu müssen. Sie erhielten bereits vorher signierte Plakate von den Weltmeisterschaften überreicht. Die Kanujugend spendierte der Nationalmannschaft alkoholfreie Cocktails, so war das Schreiben nicht ganz so trocken.

Uschi Zimmermann

Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.

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