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Stockerl in bayerischer Hand
Hohenlimburg. Bereits eine Woche nach den Schülermeisterschaten standen die Meisterschaften der Jugend und Junioren auf den Programm. Der KC Hohenlimburg richtete die Meisterschaft auf der Lenne aus.
Wie bereits in Sömmerda zeichnete sich die Streckenkommission dadurch aus, dass sie eine sehr eckige Strecke setzte. Da es nur eine Streckenvorfahrt gibt, musste sich jeder Sportler seine Linie selbst zurechtlegen.
In der Qualifikation gab es mit zwei Läufen noch die Chance zur Verbesserung. Im Halbfinale ging es dann in einem Lauf um den Finaleinzug. Die direkte Linie hat das Risiko, ein Tor zu verfehlen. Eine Hilfsschleife oder ein 50-er bedeuten das Aus.
Die Mannschaftsrennen wurden am Sonntag auf der Qualifikationsstrecke entschieden. Florian Breuer hatte sich in Sömmerda offensichtlich schon so ans Siegen gewöhnt, dass ihm das mit seiner Mannschaft im C1 auch auf der Lenne gelang.
Bei den K1-Mannschaften ging Bayern leer aus. Die Schwaben-Mannschaft verfehlte um eine Sekunde Platz 3.
Erstmals seit 2011 waren auch Renngemeinschaften bei Deutschen Meisterschaften startberechtigt. Damit gab es viel Ärger, denn nach Meinung der Jury waren einige Mannschaften nicht korrekt gemeldet. Diese wurden erst disqualifiziert und dann, nachdem einige Betroffene Protest eingelegt hatten, doch zugelassen.
Nachdem Teresa Merklein (BFC Bamberg) mit der Schüler-Renngemeinschaft in Sömmerda mit Platz 6 nur knapp das Podium verpasste, gelang es in Hohenlimburg mit Rebbeca Plonka und Maria Wiesner (beide SG Nürnberg-Fürth) besser. Die Frankenmannschaft lag nach dem ersten Lauf noch auf Platz 2. Die Rosenheimer Mannschaft war mit Ganser–Decker–Astner auf Rang 3 notiert. Rosenheim wechselte im 2. Lauf die Besetzung, Sonja Berger ersetzte Christina Astner. Das war das Erfolgsrezept, um sich den Vizetitel vor der Frankenmannschaft zu sichern.
Bayern ist eigentlich nicht als Canadier-Hochburg bekannt. Um so überraschender, dass bei den Junioren mit Dennis Söter (Kanu Schwaben), Franz Strauß und Frederick Pfeiffer (beide AKV) das ‚Stockerl‘ in bayerischer Hand blieb. Die Vizemeisterschaft von Florian Breuer (AKV) bei der Jugend im C1 fiel da schon fast nicht mehr auf.
Auch die Schüler-Vizemeisterin im C1, Birgit Ohmayer (Kanu Schwaben), konnte sich bei der Jugend mit einem 3. Rang durchsetzen.
Im K1 der Jungs mischten die Bayern ebenfalls vorne mit. K1 Jugend: 3. Siegfried Beier (Kanu Schwaben), 4. Florian Breuer; K1 Junioren: 3. Markus Berger (KK Rosenheim).
Dramatisch wurde das Rennen der C2 Junioren. Das Boot der SG Nürnberg Fürth mit Martin Brinkhaus und Paul Fitzthum qualifizierte sich mit konzentrierten Leistungen für das Finale. Sie profitierten dann von der Risikobereitschaft der Favoritenboote, die sich mit teilweise zweifelhaften ‚Fünfzigern‘ um die Titelchance brachten. Der Vizetitel für die SG 83 war eine Überraschung. Söter/Strauß (Augsburg) auf Rang 4 hatten sich sicher mehr ausgerechnet.
Im K1 der Juniorinnen steigerte sich Rebecca Plonka von der SG Nürnberg-Fürth über einen 5. Platz in der Qualifikation bis zum 3. Platz im Finale.
Die Finalrennen wurden immer wieder durch Flower Ceremonies unterbrochen, bei denen die aktuellen Sieger, noch in Paddelkleidung, mit einem Blumenstrauß geehrt wurden.
Text + Foto: Uwe Bischoff, Fürth
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