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42. Ilz-Regatta als Test für DM

Meisterschaft mit Hindernissen

Es gab jede Menge Gründe, zur Ilz zu fahren: viel zu gewinnen, aber der Hauptgrund für die Attraktivität dieses Bayerwaldflusses ist beeindruckendes, faires Wildwasser. Der Wasserstand war zum Renntermin akzeptabel, und bei guter Linienwahl konnte die gesamte Strecke ohne Berührungen gemeistert werden.

Der Bayerische Kanu-Verband war mit den Ergebnissen der Süddeutschen Meisterschaft zufrieden: Die Damen aus Rosenheim waren wie immer eine sichere Bank, die ESV-Juniorenmannschaft fuhr den Titel nach Hause, und die beiden ESV-ler Jan Hagenkord und Wolfgang Seiden holten sich Podestplätze in der Jugend.

Die Ilz-Regatta ist für die Organisatoren mit einem fast unvorstellbaren Aufwand verbunden. Die Strecken liegen in drei verschiedenen Kommunalbereichen. Umfangreiche Naturschutzauflagen, keine Funkverbindung, Genehmigungen von der Befahrung von Privatwegen bis hin zu den Verhandlungen mit Anwohnern und Grundstücksbesitzern sind die üblichen Hindernisse, die es zu bewältigen gilt. Selbst die extra angemieteten Satellitentelefone funktionierten an der Strecke nicht. Ohne die Erfahrung und das Knowhow von Uwe Klessinger wäre diese Veranstaltung nicht möglich.

Das Rennen war gleichzeitig ein Test für die Deutsche Meisterschaft 2010 in Lofer. Gert Belsemeyer, hauptsächlich im Kanuslalom tätig, leitete die Zeitnahme und Auswertung mit Bravour. Während der Sprintrennen kamen die Zeiten zwar mit etwas Verzögerung zum Aushang, doch aufgrund der äußerst schwierigen Voraussetzungen hatten alle Verständnis.

Außergewöhnlich viel Politprominenz war diesmal zu Gast bei den Wettkämpfen und der Siegerehrung. Drei Mitglieder des Bundestages, zwei Landräte und die drei Bürgermeister der angrenzenden Nachbargemeinden informierten sich über den Kanusport. Der von Lisa Frait eingeladene Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer, MdB, ließ es sich nicht nehmen, die Sprintstre- cke im Topoduo zu befahren. Sein Mitpaddler, Wildwasser-Crack Robert Sommer, Chef der MegaSports Vertriebs GmbH, sorgte für die nötige Sicherheit im Boot.

Der zum Zeitpunkt des Rennens noch zukünftige und kurz vor Redaktionsschluss gewählte neue DKV-Präsident Thomas Konietzko sprach auf der Siegerehrung und erklärte unter Zeugen, dass er den Wildwasserrennsport für die kompletteste und komplizierteste Disziplin im Kanusport betrachtet. Sie verbinde Kraft, Ausdauer, Mut und eine Menge Intelligenz. Den Sportlern und Organisatoren tat das richtig gut – entsprechend war der Applaus.

Text: Hans Frait
Fotos: Klaus Schwieger

 

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Geschrieben von: Uschi Zimmermann