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... war Anlass zu einem Treffen von Kanusportlern aus Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt vom 1. bis 3. Oktober im thüringischen Kaulsdorf/OT Eichicht.
Lothar Hänsch, Wanderwart der SV Turbine Hohenwart, hatte dazu eingeladen, und etwa 80 Kanuten aus den drei Landeskanuverbänden folgten dieser Einladung.
Einer Bootstour auf dem Bleilochstausee und einer Fußwanderung entlang des Seeufers folgte die Besichtigung des Pumpspeicherwerks Bleiloch. Beeindruckend die von 1926 bis 1932 erbaute Staumauer mit ihrer Länge von 250 und Höhe von 65 Metern. Die im bayerischen Fichtelgebirge entspringende Saale wird hier zu dem 28 Kilometer langen Bleilochsee aufgestaut. Ein besonderer Eindruck wurde den Teilnehmern bei der Führung durch den Maschinensaal mit seinen Turbinen und Generatoren vermittelt.
Zum Festabend begrüßte Volker Reichel (Präsident des LKV Thüringen) den Bürgermeister Oswald und Frau Völkel vom Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt sowie den DKV-Präsidenten Thomas Konietzko, den LKV-Präsidenten von Sachsen Anhalt Karl Heinz Düben, Vizepräsidentin Sigrid Straub als Vertreterin des Bayerischen Kanu-Verbandes, die Ehrenpräsidentin Ingeborg Barth (Thüringen), den Ehrenpräsidenten Willi Rogler (BKV) und die Ehrenmitglieder Heinz Kohring (BKV/DKV) und Max Scharnböck (BKV).
Heinz Kohring schilderte als DKV-Zeitzeuge den Weg bis zur Wiedervereinigung beim Deutschen Kanutag 1991 sowie persönliche Erlebnisse bei der Rennsportweltmeisterschaft 1990 in Poznan/Polen, an der zum letzten Mal zwei deutsche Nationalmannschaften an den Start gingen.
DKV-Präsident Thomas Konietzko gab einen Überblick darüber, wie sich die Verbandsarbeit in den Folgejahren entwickelt hat und was mittelfristig geplant ist.
Über seine Bestrebungen für einen länderübergreifend und durchgängig befahrbaren Kanuwanderweg Saale von Bayern, über Thüringen und Sachsen-Anhalt bis in die Elbe berichtete Lothar Hänsch.
Interessant war ein als Zwiegespräch geführter Vortrag zwischen den Sportkameraden Max Scharnböck (Bayern) und Otto Dietrich (Thüringen). Beide trafen sich schon einige Jahre vor der Wende, anlässlich der TID, auf der Donau. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft und nach der Grenzöffnung ein alljährliches Treffen. Zum 20. Jahrestag sollte dieses Treffen in größerem Rahmen stattfinden. Bei den Paddlertagen 2010 in Coswig/Elbe kam es zu Absprachen mit Vertretern von Thüringen, Bayern und Sachsen/Anhalt. Man einigte sich auf ein Vorprogramm und daraus entstand dieses gut organisierte DKV-Treffen zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung.
Mit einer Stadtführung durch Saalfeld, eine der ältesten Städte Thüringens, im malerischen Saaletal am Rande des Thüringer Schiefergebirges gelegen, sowie einem gemeinsamen Mittagessen wurde die Veranstaltung beendet.
HeiKo |