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Intensive Teamleistung

Erlangen. Eigentlich war für den Herbst gar keine Verbandsausschusssitzung geplant gewesen – aber dann gab es doch ein paar Tagesordnungspunkte, die die Einberufung lohnten. Zudem fanden am Vormittag zentrale Ressorttagungen statt, und so konnten die Präsidiumsmitglieder und Bezirksvorsitzenden gleich über deren Beratungen informiert werden.

Für Unruhe im Verband hatte nach nur fünfmonatiger Amtszeit der Rücktritt von Vizepräsidentin Heidrun Kaltenhauser gesorgt. Fest stand, dass trotz Angebote kein Aussprachetermin zwischen ihr und dem Präsidenten Oliver Bungers stattgefunden hatte. Vizepräsident Michael Schmidt hatte sich bei Heidi Kaltenhauser mehrfach zur Vermittlung bei eventuellen Missverständnissen angeboten. Leider ohne Erfolg. Fakt ist, dass der BKV zurzeit ohne Vizepräsident Finanzen ist, aber deshalb nicht ohne Fachkompetenz. Ehrenpräsident Willi Rogler hatte sich bereit erklärt, sich der Finanzgeschäfte vorübergehend anzunehmen, denn der Jahresabschluss steht vor der Tür und auch der Haushaltsvoranschlag für 2012 muss demnächst erstellt werden. Zwischenzeitlich sind bereits Kontakte zu einem möglichen Nachfolger aufgenommen.

Anträge

Bedingt durch die derzeitige Situation hatte der Bezirksvorsitzende Karlheinz Baumer den Antrag gestellt, die Buchführung an eine Steuerkanzlei abzugeben, was jedoch einstimmig abgelehnt wurde. Die Buchführung wird durch Referentin Annemarie Rogler hervorragend und hoch qualifiziert bewältigt. So lagen dem Gremium auch die aktuellen Zahlen zum derzeitigen Kontostand des BKV vor.

Angenommen wurde der Antrag Gert Molewskis, sich ein Konzept zu überlegen, in wie weit man punktuell die Unterstützung eines Steuerbüros in Anspruch nehmen könne.

Ohne große Diskussion verabschiedeten die Ausschussmitglieder die überarbeitete Geschäftsordnung. Hier waren verschiedene Punkte rausgefallen, die bereits in der zum Kanutag 2011 verabschiedeten modifizierten Finanzordnung zum Tragen kommen.

Leistungssport

Der Leistungssport-Ausschuss war in seiner Sitzung die Berichte aus den Ressorts durchgegangen. Trotz aller Europa- und Weltmeister verschließe man nicht die Augen vor „Baustellen“. Vizepräsidentin Beate Ganser sah die Situation realistisch. Zwischen Kanuslalom und Wildwasserrennsport entwickelt sich gerade eine Kooperation, die zu einem gemeinsamen Wettkampf im kommenden Jahr führen könnte. Jochen Scholler, Ressortleiter Kanuslalom, bat das Präsidium, beim DKV-Verbandsausschuss gegen Renngemeinschaften aufzutreten. Auch wenn diese im Kanurennsport bereits zum Alltag gehören, so habe sich im Kanuslalom dadurch eine Verschlechterung ergeben.

Freizeitsport

Trotz des Rücktritts von Ressortleiter Klaus Ulrich war das Jahr zufriedenstellend verlaufen, erklärte Vizepräsidentin Isa Winter-Brand. Seine Aufgabengebiete wurden verschiedenen Mitarbeitern zugeordnet. Otto Schneider steht kurz vor der Fertigstellung des neuen Kanuwanderführers für Bayern, der Ende Januar 2012 erscheinen soll. Der elektronische Flussführer ist momentan zurückgestellt. Ein Konzept zur Förderung des Kanu-Familiensports wird bei der Wanderwartetagung Ende November diskutiert werden. In Sachen Umwelt und Gewässer hatte kürzlich ein Termin im bayerischen Umweltministerium stattgefunden.

Ausbildung

Ressortleiterin Martin Schmidt blickte in die Zukunft: Die Lehrgangsplanung für 2012/13 sei abgeschlossen. Da zur Fahrtenleiterausbildung vermehrt Teilnehmer mit wenig Paddelerfahrung kämen, werde man künftig in der Ausschreibung die Anforderungen für die Teilnahme besser präzisieren. Damit auch Vereine, die keinen Wildwassersport betreiben, Übungsleiter ausbilden lassen können, wird im Bereich des Deutschen Kanu-Verbandes über eine Ausbildung zum Übungsleiter „Touring“ nachgedacht. Diskutiert wurde auch, welche Unterrichtsstunden von anderen Lizenzen man für die Ausbildung zum Fach-Übungsleiter Kanusport anerkennen könne.

Es gab jede Menge erfolgreiche und vorbildliche Veranstaltungen aus dem Leistungssport, Freizeitsport, dem Zentralbereich und der Bayerischen Kanujugend, wie eine PowerPoint-Präsentation mit einem Querschnitt über die Verbandsaktivitäten 2011 zeigte. Dies alles sei jedoch nur durch eine intensive Teamleistung möglich gewesen, bedankte sich Präsident Oliver Bungers bei den Anwesenden.

Geschrieben von: Uschi Zimmermann am Sonntag, den 30. Oktober 2011 um 09:00 Uhr